Hallo Mariele!
Hat jemand einen Hund aus Spanien oder auch so Erfahrungen mit
Mittelmeererkrankungen beim Hund.
Ja, zwei Pointer aus Spanien - einer mit Ehrlichiose, einer mit Leismaniose.
Wir haben einen 4 Monate alten Welpen aus Spanien und überlegen ihn :auf diese Krankheiten hin testen zu lassen.
Solltet Ihr unbedingt machen.
und uns gesagt, dass diese Erkrankungen durch irgendwelche
„Mücken“ oder so übertragen werden, die aber im
Jan./Febr./März noch nicht fliegen -also in der Lebenszeit des
Welpen in Spanien- und somit eine Infektion auszuschließen sei
Ist ziemlicher Unsinn. Z.B. übertragen Sandmücken Leismaniose, und es gibt Gebiete in Spanien, in denen diese Viecher ganzjährig tätig sind.
Seine Mutter war angeblich negativ getestet.
Hat überhaupt nichts zu sagen.
WAS müßten wir unbedingt bei so einem Test beachten,
Das Testergebnis nicht als feste Konstante sehen, sondern berücksichtigen, dass bei verschiedenen Erkrankungen/Infektionen die Inkubationszeiten unter Umständen bis zu sieben Jahre betragen können. Das bedeutet, dass ein am heutigen Tage negatives Testergebnis in einem Jahr ganz anders ausfallen kann. Also nicht nur einen Test machen lassen, sondern auch noch in regelmäßigen Abständen weitere, je nach Empfehlung des Tierarztes.
wenn der Test positiv ausgeht, ist sowas auch für Menschen gefährlich
oder ansteckend?
Unterschiedlich. Eine Leptospirose z.B. ist eine Zoonose, auch bei der Leishmaniose ist eine Übertragung nicht auszuschließen (wenn auch die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist), bei der Ehrlichiose hingegen ist eine Ansteckung durch den Hund bisher nicht nachgewiesen.
Kann es behandelt werden wenn ja wie?
Unterschiedlich. Bei der Leishmaniose z.B. gibt es keine vollständige Heilung, es können z.Zt. nur die Symptome behandelt werden. Andere Erkrankungen können prima mit Antibiotika in Schach gehalten werden.
Ich drücke Euch die Daumen, dass Euer Hund „sauber“ ist und bleibt. Sollte trotzdem eine Erkrankung welcher Art auch immer auftreten, gibt es im Netz genügend Infoseiten und Foren (beispielsweise www.leishmaniose-forum.de), die Euch kompetent weiterhelfen können.
Eine Mittelmeererkrankung ist zwar eine ernste Sache, häufig aber durch konsequente Behandlung, regelmäßige Untersuchungen (ein fähiger Tierarzt ist überlebenswichtig) und gute Pflege des Hundes sehr gut zu therapieren. Ihr solltet aber wissen, dass dieses gut ins Geld gehen kann, z.B. für Medikamente, Spezialfutter oder die Laboruntersuchungen.
Nichtsdestotrotz finde ich es toll, dass Ihr einem spanischen Hund (sind eh die besten) eine Chance gebt. Sein Leben hat scheiße angefangen, er hat es sich verdient, dass es nun besser wird.
Stehe für Rückfragen jederzeit zur Verfügung.
Viele Grüße, alles Gute.
Pauli