hate jemand einen Tipp, wie man eine Mittelohrentzündung bei einem 4-jährigen Kind behandeln kann ohne Antibiotika ?
Trotz (oder gerade wegen) antibiotischer Behandlung hat die Kleine wiederholt Mittelohrentzündungen, sodass die Mutter jetzt mal etwas anderes probieren möchte.
Hallo Nordlicht!
Mein Sohn hatte im frühen Kindesalter auch oft Mittelohrentzündung.
Der HNO hat uns dann Otovowen Tropfen aufgeschrieben. Das ist ein biologisches Arzneimittel aus der Apotheke.
Man muss es natürlich länger und öfter nehmen als Antibiotika, aber es hilft genau so gut und auch relativ schnell.
Zusätzlich gegen die akuten Schmerzen gabs noch Tropfen für ins Ohr zum träufeln.
Einziges Problem: Die Tropfen schmecken wirklich scheusslich. Ich hab meinem Kleinen dann die Aua Tropfen mit einem Schluck Cola versüßt…
bei meiner Madame hatten wir auch obiges recht häufig. Gut geholfen haben bei uns OTOVOVEN-Tropfen. Nicht Ohrentropfen sondern zum Schlucken. Ist homoöpathisch und es ist Alkohol drin. Da werden mich wieder einige steinigen…
Hallo Melli!
Genau diese Tropfen hab ich auch schon vorgeschlagen. Ich finde sie einfach genial!!!
Und wenn der Aufruf zum Steinigen kommt, stell ich mich neben Dich!!!
Hallo,
ich gehe davon aus, daß es sich um eine nachgewiesene Mittelohrentzündung (Spiegelung des Trommelfells durch einen in diesem Bereich kundigen Arzt) handelt und nicht nur um Schmerzen im Ohrbereich, die auch viele andere Ursachen haben können.
Bei einer akuten wässrigen (serösen) Mittelohrentzündung sind im allgemeinen Antibiotika nicht erforderlich. Bei einer eitrigen dagegen würde ich es nicht wagen, keine Antibiotika zu geben. Die Unterscheidung zwischen beiden Formen ist schwer und erfordert häufige Kontrollen
Die Häufigkeit der Mittelohrentzündungen Deines Sohnes steht nicht mit den vorherigen antibiotischen Behandlungen im Zusammenhang, sondern primär würde ich an Belüftungstörungen des Mittelohres denken, eine häufige Ursache sind z.B. die vergrößerten Rachenmandeln.
Antibiotika haben sicherlich viele Nebenwirkungen, insbesondere wird die körpereigene Darmflora zum Nachteil verändert, aber die körpereigene Immunabwehr, also die Bildung von Antikörper oder die Aktivierung von Abwehrzellen werden nicht beeinflußt.
In den Zeiten ohne Antibiotika haben die meisten Kinder ihre Mittelohrentzündung auch so ohne schwere Komplikationen überstanden, aber nicht alle. Dieses vermeidbare Risiko halte ich für zu groß im Vergleich zu den möglichen Nebenwirkungen einer Antibiotika Gabe.
MfG
jukla
zusätzlich zu den schon genannten Tipps kann man, wenn die akute (Schmerz-)Phase vorrüber ist, zur besseren Belüftung des Mittelohres noch das Otovent-System benutzen. Ab etwa dem 4ten Lebensjahr geeignet.
Schau mal hier http://www.hno-loss.de/KrankOhr/Otovent/Otovent.htm
Nicht ständig und mit grosser Anstrengung die Nase putzen (dabei werden Bakterien mit grossem Druck in die Ohrtrompete befördert). Lieber mal hin und wieder (diskret…) „Hochziehen“ und ggf. mit Hilfe von Nasentropfen oder Inhalationen für freien „Abfluss“ sorgen.
PS: nötiger Hinweis „dass man das nicht tut“ nicht vergessen:wink: