Ich habe zwei Amplitudengänge, die ich mitteln und als Effektivwert darstellen möchte.
Berechne ich nun zuerst die Effektivwerte, addiere sie und teile durch zwei, oder addiere und teile ich zuerst und berechne den Effektivwert vom gemittelten Ergebnis?
Servus,
(Es fühlt sich hier niemand beleidigt, wenn er am Anfang eines Postings gegrüßt wird).
Erst Ordinatenaddition (bei gleicher Frequenz: Zeigeraddition), dann Effektivwert bilden, fertig. (Der Effektivwert hat die zeitliche Mittelung schon hinter sich. Du brauchst also nicht mehr durch zwei teilen).
Beispiel:
f(t) = sin ωt
g(t) = -sin ωt
Wenn Du gleich den Effektivwert bildest, kommt raus:
f_eff = 0,7
g_eff = 0,7
g_eff + f_eff = 1,4
Wenn Du erst addierst:
f(t) + g(t) = 0
(f + g)_eff = 0
Angenommen es handelt sich um Wechselspannungen. Du legst zwei gegenphasige Wechselspannungen gleicher Frequenz und Amplitude in Reihe geschaltet an einen Widerstand an, so fließt über diesen Widerstand niemals ein Strom.
Gruß, Michael
(Es ist auch niemand beleidigt, wenn man sich verabschiedet.)
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Hallo Michael,
Dein Beispiel für Wechselspannungen leuchtet mir ein. Es geht bei mir aber um Helligkeitswerte von Pixeln, also absolute Zahlenwerte zwischen 0 und 255.
Ich möchte die Bilder RÄUMLICH mitteln und aus einer Folge von räumlich gemittelten Frames dann den zeitlichen Effektivwert bestimmen.
Die erste Möglichkeit wäre zunächst eine räumliche Betrachtung, danach die zeitliche:
Sagen wir, es gibt zwei Bilder und die Bilder hätten nur zwei nebeneinander liegende Pixel. Diese Pixel möchte ich nun für jedes Bild mitteln. Z.B.:
In Bild1 liegen die Pixel P1_1=10 und P1_2=20. Bild2 besitzt die Pixel P2_1=15 und P2_2=20.
Nach meiner Überlegung müßte man zunächst die Pixel mitteln, so dass Bild1 einen mittleren räumlichen Pixelwert=15 besitzt, Bild2 einen mittleren räumliche Pixelwert=17,5.
Und nun würde ich aus den Werten 15 und 17,5 (die ja für die zwei aufeinanderfolgenden Bilder/Frames gelten) den zeitlichen Effektivwert bilden.
ODER:
Ich betrachte das ganze zunächst zeitlich.
Dann folgt zeitlich auf Pixel P1_1=10 das Pixel P2_1=15 und im zweiten „gedanklichen“ Amplitudengang auf Pixel P1_2=20 Pixel P2_2=20.
Nun müßte ich zuerst die Effektivwerte bilden, die ich dann addiere und durch zwei Teile.
Die Frage ist jetzt, welcher Weg der richtige ist, also das Ganze zuerst räumlich oder zuerst zeitlich betrachten?
Hoffe das ist jetzt etwas deutlicher rübergekommen.
Gruß
seventh_son