so sehr schlimm ist es nicht, zwei Rechtschreibungen zu vermischen, solange Du für alle Wörter und Wendungen in einem Text nur eine Schreibweise verwendest. Man achtet auf derartige Details weniger, als man vielleicht glauben möchte: Nach dem Lesen mancher Texte frage ich mich, weil ich nicht gezielt darauf geachtet habe: War der eigentlich in neuer oder alter Rechtschreibung?
Gibt es denn dafür Punktabzug in offiziellen Tests oder nicht?
Was sind „offizielle Tests“? In der Schule würdest du jetzt bei allen Schreibweisen, die nach der neuen Rechtschreibung unzulässig sind, einen Fehler angestrichen bekommen.
Manche „neuen“ habe ich mir halt gemerkt und manche nicht und soweiter.
Entweder du lernst die neue Rechtschreibung jetzt richtig oder du kehrst konsequent zur alten zurück. Beides finde ich vertretbar.
bei „offiziellen“ Tests wirst Du schlechte Karten haben
es gilt nunmal die NEUE Rechtschreibung!
Aber für mich persönlich habe ich einen Weg gefunden: ich nehme die Vereinfachungen, die mir logisch erscheinen an, ignoriere das, was ich als Unfung betrachte.
Im Zuge der neuen Rechtschreibung lasse ich das „ß“ einfach links liegen. Es geht auch ohne (o.k., die Worte, bei denen es zu Missverständnissen kommen kann, die müssen eben vorsichtiger benutzt werden)
Gross- und Kleinschreibung entscheide ich nach besserer Lesbarkeit, und bei der Getrenntschreibung soll es einfach lesbar sein.
Klappt… und mir ist es egal, ob ein Deutschlehrer an meinen Briefen etwas zu meckern finden würde
bei „offiziellen“ Tests wirst Du schlechte Karten haben
es gilt nunmal die NEUE Rechtschreibung!
wahrscheinlich ist es klug, sich zuvor zu erkundigen, ob der Veranstalter des Tests in diesem Punkt Gnade vor Recht ergehen lässt. Man muss sich nicht grundlos mühen. In einem Beruf, der nicht zur schreibenden Zunft gehört, ist es für mich zweitrangig, welche Rechtschreibung angewendet wird.
Aber für mich persönlich habe ich einen Weg gefunden
Privat ist das sicher sinnvoll, ganz nach Gusto zu schreiben, beruflich würde ich womöglich etwas irritiert reagieren. Dies vor allem, da du Schreibweisen einführst (z. B. das Wort „Grossschreibung“), die in Deutschland weder nach der neuen noch nach der alten Rechtschreibung zulässig sind.
bei der Getrenntschreibung soll es einfach lesbar sein.
In puncto Getrennt- und Zusammenschreibung nehme ich an bzw. hoffe ich, dass es eine Reform der Reform geben wird. Die neuen Regeln sind zwar eindeutig, was man aber von den entstehenden Wörtern nicht immer behaupten kann. In diesem Punkt offenbart die neue Rechtschreibung ihre größten Schwächen.
bei „offiziellen“ Tests wirst Du schlechte Karten haben
es gilt nunmal die NEUE Rechtschreibung!
Die neue Rechtschreibung gilt verbindlich nur für Schulen und evt. Universitäten (sowie allen vergleichbaren Einrichtungen). Außerhalb dieser Einrichtungen gibt es kein „offiziellen“ Regelungen, sondern eben nur Einzelregelungen („unsere Firma benutzt die Neue Rechtschreibung“).
Im Zuge der neuen Rechtschreibung lasse ich das „ß“ einfach
links liegen. Es geht auch ohne (o.k., die Worte, bei denen es
zu Missverständnissen kommen kann, die müssen eben
vorsichtiger benutzt werden)
Hmm… gerade die ß-Regelung finde ich sehr einfach, logisch und sinnvoll (was ich vom Rest der Reform nicht sagen kann). Allerdings finde ich, dass im Zuge der Internationalisierung das ß gerne ganz abgeschaft werden kann. Einen „Sinn“ hat es nicht wirklich.