Mlm

Auch wenn jetzt einige die Nase rümpfen sollten:
mich fazinieren schon seit langem die Möglichkeiten von MLM-Systemen.
Wenn man die schwarzen Schafe mal außen vor lässt, ist dies doch eine der interessantesten und lukrativsten Vertriebsmöglichkeiten.

Hat jemand Erfahrung in dieser Art des Vertriebs - ich meine jetzt nicht als „Klinkenputzer“ - sondern als Betreiber dieser Vertriebsform?

Über einen Gedankenaußtausch mit wäre ich sehr dankbar.

Karsten

hi,

die ganze wirtschaft funnzt nach dem prinzip, hersteller sucht anderen verarbeiter, der sucht großhändler, der den einzellhandel und der kleinabnehmer, oder wie auch immer, der der an der kette weiter „oben“ steht partizipiert an den verkäufen von dem der weiter „unten“ steht,

was willst den machen ?
wie willst du das machen?
was sind schwarze schafe?

uwe

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MLM…warum eigentlich nicht?
Hallo Uwe,

Auch wenn jetzt einige die Nase rümpfen sollten:

Warum eigentlich. Verkaufen ist für mich nicht schon im Grundsatz etwas Schmutziges.

mich fazinieren schon seit langem die Möglichkeiten von
MLM-Systemen.

Dagegen ist ja grundsätzlich nichts einzuwenden. Welche meinst du genau???

Wenn man die schwarzen Schafe mal außen vor lässt, ist dies
doch eine der interessantesten und lukrativsten
Vertriebsmöglichkeiten.

Wer ist für dich ein schwarzes Schaft und warum?

Hat jemand Erfahrung in dieser Art des Vertriebs - ich meine
jetzt nicht als „Klinkenputzer“ - sondern als Betreiber dieser
Vertriebsform?

Bin kein Betreiber, habe dennoch regelmäßig mit dieser Vertriebsform zu tun…

Über einen Gedankenaußtausch mit wäre ich sehr dankbar.

Dann laß uns mal loslegen. Her mit den Antworten auf die Fragen.

Beste Grüße

Markus

Hallo Belliny,

wenn ich dich richtig verstanden habe, willst du selbst ein solches System betreiben.

MultilevelMarketing ist eine amerikanische Idee, die dort sehr gut läuft und sehr gut funktioniert. Nur, WARUM?

Weil die Leute da sehr leicht zu begeistern sind!!!
Da hast du dein Problem. die Deutschen sind auf dem Gebiet eher Schlaftabletten.

Das Zweite wäre: Du suchst deine ersten Mitarbeiter selbst. diese suchen dann wieder andere, welche wieder neue suchen, usw. usw. Bei den ersten 2 Reihen kannst du die Qualität der MA noch kontrollieren und dann hörts auf. Wenn du ein gutes Produkt und eine gute firma leiten willst, können die unteren trotz irgendwelcher „Regeln“ ganz schön viel Mist machen.

Das Dritte: Es ist wie oben beschrieben ein Schnellball. Es gibt verschieden Konstruktionen, wie dieses Schneeball ausgehebelt wird. Nichtsdestotrotz wirst du „Mathematiker“ beschätigen müssen, um die Verkaufspreis- und Provisionsstrukturen auszurechnen.

Das Vierte: Beispiel Amway:

VK-Endverbraucher: 100
EK 1. Stufe 70
Provision 1. Stufe 3%
Provision 2. Stufe 21%
Provision 3. Stufe 5%
Provision 4. Stufe 3%
Provision 5. Stufe 2%
Provision 6. Stufe 1%

(Aus der Erinnerung deshalb u.U. kleine Abweichungen (Stand 1985)

Hier siehst du aber, daß du schon eine tolle Rechenarbeit leisten mußt, wenn du jemanden in Stufe 6 hast, der aber Umsätze in allen Stufen macht.

Es ist zwar richtig, daß der normale Handel auch Stufen hat, aber verwechsel das bitte nicht mit MLM. Ein einzelhändler der bei einem Großhändler kauft kann u.U. weniger bezahlen, als ein Einzelhändler, der direkt in der firma kauft. Dieses Angebots-Nachfrage - Preisgestaltungs-System gibt es im MLM nicht. Deswegen sind die Differenzen zwischen Hersteller und endkunde oft bei fast 1000 Prozent ggüber sonst ca. 250% Aufschlag auf die Herstellung.

für heute solls erstmal reichen.

Hast du noch weitere Fragen???

winkel

Hallo Karsten,

Systeme aus Vertretern und Untervertretern, Provisionen, und Superprovisionen gibt es seit Jahrzehnten. Der klassische Bereich waren Staubsauger, natürlich hoffnungslos überteuert. Das genau ist der Haken an der Sache: Es stehen viele Leute in der hierarchischen Kette, aber nur wenige sind am Produkt und seinem Vertrieb beteiligt. Damit beißen entweder den Produzenten oder den Endkunden die Hunde. Nur wenige Produkte mit traditionell nicht nachvollziehbarer Preisgestaltung vertragen solche Vertriebsmethoden.

Es gibt viele Leute, die von Einkommen träumen, ohne dafür etwas tun zu müssen. Dabei wird übersehen, daß auf Dauer nur Strukturen stabil sind, die allen Beteiligten einen Nutzen bringen. Leute, die ohne erkennbare Gegenleistung nur kassieren, verteuern ein Produkt ohne Not. Damit wird das System aus sich selbst heraus und durch Einflüsse von außen (effektiver arbeitender Wettbewerb) angreifbar und letztlich instabil.

Hinzu kommt, daß solche Systeme grundsätzlich vom Übertölpeln des schlecht informierten Kunden leben, was eine zunehmend schwächer werdende Geschäftsbasis ist. Schließlich kann nur eine schlanke Organisation eine wettbewerbsfähige Leistung bieten.

Hersteller - Handelsvertreter - Endabnehmer oder Hersteller - Großhändler - Einzelhändler, so können schlanke Organisationen aussehen, bei denen jede Stufe eine erkennbare Funktion ausübt. Es entstehen Kosten, soweit sie betriebswirtschaftlich erforderlich sind und dem Produkt und seinem Vertrieb nützen. Zwischebgeschaltete Stufen ohne Funktion erhöhen nur die Kosten. Vernünftig kann das alles nicht sein.

Die Motivation solcher Vertreterketten ist noch eine sonderbare, eigene Welt aus phantasievollen Positionsbezeichnungen (stets etwas Englisches mit …Manager), Provisionen und Sachprämien. Regelmäßig ist ein derart bunt zusammengesammelter Haufen nur zum Vertrieb von Allerweltsprodukten geeignet. Regelmäßig rekrutieren sich die Mitarbeiter aus Leuten, die gestern eine Frittenbude hatten, Zeitschriften an der Haustür verkauften, Dachbeschichtungen anpriesen oder in anderer Weise ständig auf der Suche nach dem schnellen Geld waren. Sobald Qualifikation erforderlich ist und es sich um erklärungsbedürftige, beratungsintensive Produkte handelt, ist der aufgeblasene Apparat überfordert.

Gruß
Wolfgang