Mlp

Liebe Leute,

als Selbständiger schiebe ich seit Monaten das Thema Altersvorsorge und Berufsunfähigkeitsversicherung vor mir her. Nun ist ein Freund von mir MLP-Berater geworden und hat mich mit einem erfahrenen „MLPisten“ beraten. Hörte sich ganz passabel an, BU z.b. günstiger (bei gleichen Bedingungen)als bei einem Makler, den ich beauftragt hatte. Für die Altervorsorge wurde mir wegen Steuerfreiheit Lebensversicherungen als Mix (z.T. auf Fondbasis, z.T. konservativ) angeboten. Was meinen die Experten? Wer hat Erfahrungen mit MLP-Produkten?

VIelen Dank im voraus

Jörg

hallo Jörg,
nur eines: wer unter dem Deckmantel der Steuer eine Mischung aus Kapitalleben und FondsgebunderLeben anbietet, ist nicht seriös.
Ob konventionell oder fondsgebunden: die steuerlichen Bedingungen sind die gleichen.
Über alles andere kann ich nicht urteilen… dazu sind die Daten zu wenig.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

nur eines: wer unter dem Deckmantel der Steuer eine Mischung
aus Kapitalleben und FondsgebunderLeben anbietet, ist nicht
seriös.
Ob konventionell oder fondsgebunden: die steuerlichen
Bedingungen sind die gleichen.

hab mich unglücklich ausgedrückt: 2 Lebensversicherung (eine auf Fondbasis, die andere konservativ). Auf meine Nachfrage, warumm für eine Altervorsorge eine Lebensversicherung (ich habe bereits eine) kam das Argument der Steuer…Frage mich, ob Lebensversicherungen gut als Altervorsorge sind…

Gruß
Jaromil

hallo Jaromil,
wenn Du Dein „Arbeitsleben“ abgesichert hast, brauchst Du keine LV zur Steuersenkung. Das kannst Du nämlich nicht. Deine Vorsorgeaufwendungen sind zu 100 % ausgeschöpft. Das kann ich mit 99.9999 % Sicherheit behaupten.
Was Du evtl. brauchst. ich schreibe evtl. weil ich ja Deine Situation nicht kenne, ist entweder eine reine Rentenversicherung oder ein andere Kapitalanhäufung, die Dir im Alter eine Zusatzrente gewährleistet. Auch interessant: eine Immobilie, in der Mieter wie z.B. Post, Bund, Ärzte, usw. eingemietet sind.
Auch ein eigene Immibilie (in der Du wohnst) hat was für sich. Das ist aber Thema einer genauen Analyse Deiner Ist-Situation und Deiner Zukunftswünsche.
Die Kapitalleben halte ich für gänzlich daneben. Die sind z.Zt in D auf Tiefflug.
Und das mit der Steuer (Vorsorgeaufwendungen): mach den tiefsten Mülleimer auf und werfe das Wort rein.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

das kommt darauf an, ob beide die Bedingungen des Todesfallschutzes erfüllen. Erst dann werden sie gleich behandelt.

Gruß
Marco

Hallo Raimund,

dass die Vorsorgeaufwendungen fast komplett aufgebraucht sind, ist in der Regel bei Angestellten der Fall. Bei Selbständigen liegt die Sache oft etwas anders. :smile:

Die Kapitalleben halte ich für gänzlich daneben. Die sind z.Zt
in D auf Tiefflug.

Garantieren aber immer noch mindestens 3,25%. Die fondsgebundene nicht gar soviel… aber ist letztendlich alles eine Frage des persönlichen Risikogefühls. :smile:

Gruß
Marco

hallo Marco

dass die Vorsorgeaufwendungen fast komplett aufgebraucht sind,
ist in der Regel bei Angestellten der Fall. Bei Selbständigen
liegt die Sache oft etwas anders. :smile:

Die Kapitalleben halte ich für gänzlich daneben. Die sind z.Zt
in D auf Tiefflug.

Garantieren aber immer noch mindestens 3,25%. Die
fondsgebundene nicht gar soviel…

na, ja oimmerhin geben die schottischen noch ca. 8,25 für das jahr 2003. Das mag machem nicht reichen. Mir langt´s für diese weltweite Flaute.
Wenn man deutsche nimmt, ist man allerdings etwas im Hintertreffen.

aber ist letztendlich alles
eine Frage des persönlichen Risikogefühls. :smile:

Klar: bei den Kapitalleben ist innerhalb von 2 Jahren der Mindestzins 3 mal gesenkt worden. Weiß ich, ob denen nicht einfällt, dass die Tricks, die sie gerade konstuiren doch nicht so das wahre sind und noch mal senken… und nochmal…und nochmal…
Was ist so eine Garantie wert?
Grrüße
Raimund

hallo Marco,

das kommt darauf an, ob beide die Bedingungen des
Todesfallschutzes erfüllen. Erst dann werden sie gleich
behandelt.

Hast Du schonm mal eine fondsgebundene LV verkauft, ohne mindestens 60 % Todesfallschutz? Ich nicht!
Also gehe ich immer davon aus, dass meine Kollegen auch so fair zu ihrem Kunden sind.
Grüße
Raimund

Hallo,

Die Kapitalleben halte ich für gänzlich daneben. Die sind z.Zt
in D auf Tiefflug.

Die sind deshalb im Tiefflug, weil die Zinsen für festverzinsliche seit Jahren darniederliegen. Sie sind aber immer noch eine gute ANlage.

Garantieren aber immer noch mindestens 3,25%. Die
fondsgebundene nicht gar soviel…

na, ja oimmerhin geben die schottischen noch ca. 8,25 für das
jahr 2003. Das mag machem nicht reichen. Mir langt´s für diese
weltweite Flaute.

Das kannst Du doch überhaupt nicht vergleichen. die 3.25% sind für die gesamte Vertragslaufzeit garantiert. Englische Lebensversicherer kalkulieren zudem grundlegend anders, nämlich mit hohen Schlussanteilen. Dies ermöglicht zwar wegen der höheren Duration der Verpflichtungen ein anderes asset-liability management (Stichwort höherer AKtienanteil), geht aber auch mit höherem Risiko einher. Die Schlußanteile wurden in letzter Zeit auch mal gestrichen. Da sah die Verzinsung plötzlich ganz mies aus. Das kann bei deutschen so nicht passieren.

Klar: bei den Kapitalleben ist innerhalb von 2 Jahren der
Mindestzins 3 mal gesenkt worden. Weiß ich, ob denen nicht
einfällt, dass die Tricks, die sie gerade konstuiren doch
nicht so das wahre sind und noch mal senken… und
nochmal…und nochmal…
Was ist so eine Garantie wert?

Der Rechnungszins darf maximal 60% der durschnittlichen Verzinsung der letzten 10 Jahre 10jähriger Staatsanleihen betragen. Er wurde übrigens 94 auf 4% erhöht, um dann 98 auf 3,25 gesenkt zu werden. Also nix mit 3mal gesenkt. Zudem gilt der Garantiezins selbstversändlich für die gesamte Zeit. Im Zweifel bei Rentenversicherungen 70 Jahre und mehr (Wir haben tatsächlich noch Rentenversicherungen aus den 20er Jahren im Bestand). Deshalb ist er auch so vorsichtig kalkuliert. Voraussichtlich wir er 2004 auf etwa 2,5 % gesenkt. Und wenn Du die niedrigen Verzinsungen monierst, must Du auch sehen das in den Hochzinsphasen der 70er auch die Inflation entsprechend war.

Gruß,

Max

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ein wenig off topic…
Hi Jörg,

ich kann zum rein Sachlichen nicht genug sagen - da gibt es sicherlich kompetentere Leute hier, die ja auch schon geantwortet haben…

Ich kann allerdings ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern!

Ich habe mal für zwei Monate bei einem dieser „unabhängigen Finanzoptimierer“ reingeschnuppert - ok, es war nicht MLP, sondern der AWD, aber die tun sich wohl nich so wahnsinnig viel!

Lass Dir doch mal ein konkretes Angebot von diesem MLPisten in Schriftform geben, und suche damit einen guten Versicherungsmakler auf. Dieser soll Dir dann mal einen Vergleich anfertigen! Ich sage nicht, dass dass MLP Dir nur Mist andreht - zumal ich weiß, dass für den AWD bei einigen Versicherungen richtig gute Konditionen rausspringen. Nur: Dort arbeiten keine „Profis“! Alle dort sind in der Regel keine gelernten Versicherungsfachleute, sondern Leute, die das alles mal nebenberuflich gemacht haben oder immer noch machen! Und ich bezweifel, dass Fachwissen einfach so vom Himmel fällt…

War nur mal eine Anmerkung.

Liebe Grüße
Guido

Hallo Raimund,

ich nicht, aber ich traue zunächst einmal jedem alles zu. :smile:

Daher meine Aussage. Und wie sagte schon meine Ma: Vorsicht ist die Mutter.

Gruß
Marco

halt, halt: Ehrenrettung!
hallo Guido!
die meisten Makler nehme ich mal an, sind keine gelernten Versicherungskaufleute. Da findest Du alles mögliche: ehemalige Bankangestellte, Kaufleute, kfm. Angestellte, …
Ich habe z.B. Groß- und Außenhandel gelernt und noch ein BWL-Studium drangehängt. Das hat aber mit Versicherung nichts zu tun. Allerdings bin ich im Jahr auf mindestens 4-6 Vorträgen, Schulungen, Präsentationen: also Weiterbildung. Und die Grundausbildung von der Allianz-Leben.
Das Meiste lernt man natürlich in der Praxis… und hier im www :smile:
Ohne Spass: so manches habe ich hier im Chat mitbekommen!
Ich mache hier nicht nur mit, weil ich meinen Schnabel nicht halten kann, sondern auch aus Informationsgewinn. Was ich nicht weiss, weiss ein anderer. Und dem kann ich auch wieder helfen.
Greüße
Raimund