Mlp?

Werde gerade von einem MLP-Berater beraten. WIe seriös kann ich denn dessen AUssagen einschäten? Kann ich dessen Berechnungen und Empfehlungen vertrauen? Wie kann ich das ANgebot testen ohne noch diverse andere Berater u konsultieren?

danke

busy

Hallo,

da noch niemand geantwortet hat, hier mal mein Senf zum Thema (bin kein großer Versicherungsfachmann sondern Jurist, bin aber in Teilbereichen auch MLP-Kunde):

Zunächst einmal kann man von einem MLP-Berater nicht unbedingt auf einen anderen schließen. D.h. meine Erfahrungen müssen sich nicht unbedingt auf deinen Berater übertragen lassen. Mir ist aber so ergangen, dass mit meinem Berater sehr gut auskomme, er mir häufiger Dinge anbietet, die ich dann aber nicht unbedingt annehme und Skepsis gegenüber bestimmten Dingen walten lasse ohne dass man sich gegenseitig böse wird.

Grundsätzlich sind die MLP-Mitarbeiter ziemlich gut geschult und wissen nicht nur zu verkaufen, sondern betreuen einen rund um, nehmen einem viel Arbeit ab und man kann ein recht gutes Gefühl haben, zwar vielleicht nicht in allen Bereichen „die“ günstiges Versicherung/Vorsorge/… zu haben, aber auf jeden Fall eine günstige und qualitativ gute (wobei auch MLP natürlich bestimmte nachteilige Entwicklungen bei einigen Gesellschaften nicht Jahre voraussehen kann, sich aber bei Problemen wirklich sehr bemüht zu helfen).

Man muss also ein wenig zwischen eigenem Aufwand und Kosten abwägen. Habe ich die Zeit mich wirklich intensiv um jedem Kleinkram zu kümmern, finde ich sicher in dem ein oder anderen Bereich eine billigere und vielleicht auch noch bessere Versicherung, kann ich mit Prämiennachteilen von einigen zig Euro im Jahr leben, gewinne dafür aber auch diverse Stunden Arbeits- oder Freizeit (die sicher mehr wert sind) kann eine Betreuung durch MLP Sinn machen.

Dabei muss man ganz deutlich sagen, dass MLP nicht mit irgendwelchen Drückerbuden vergleichbar ist. Natürlich wollen auch die MLP-Vertreter leben und brauchen hierfür ihre Provisionen. Darüber sollte man sich keine Illusionen machen. Aber schließlich müssen wir alle von irgendetwas leben, und die Arbeit die sich die Leute in der Betreuung machen, ist ja auch nicht deren Privatvergnügen. Doch zeigt schon alleine die Zielgruppe, dass man hier ganz anders, also viel professioneller und seriöser arbeiten muss, weil man eben nicht versucht trauernde Witwen mal eben schnell am Gartenzaun über den Tisch zu ziehen (siehe Zeus unten), sondern sich nahezu ausschließlich in einem akademischen Umfeld von Ärzten, Juristen und Wirtschaftswissenschaftlern, … bewegt, also Leute die man einerseits vielleicht doch nicht so leicht über den Tisch ziehen kann, und die andererseits teilweise selbst tief in der Materie drin stecken und insbesondere auch ganz schön unangenehme Gegner sein können, wenn sie das Gefühl haben, man hätte sie über den Löffel balbiert.

Ich bin jedenfalls bislang mit MLP ganz gut gefahren. Die von MLP vermittelte PKV ist immer noch sehr gut und günstig (und war während des Referendariats der absolute Neidfaktor). Haftpflicht, Rechtsschutz, Hausrat sind auch OK, bis auf die Tatsache dass da noch ein Gerling-Vertrag mit bei ist, den ich mal kündigen muss, weil Gerling inzwischen aufgrund knapper Kassen sowas von schlimm geworden ist, dass man da besser weggeht. Berufshaftpflicht habe ich zwischenzeitlich von MLP wg. Gerling weggenommen und an einen Spezialisten übergeben, Altersvorsorge, BU sind bewusst mit etwas Risiko eingekauft und auch OK. Echter Schwachpunkt ist nur die damals angedachte Hausfinanzierung über abzutretende fondgebundene KLV, die ich mal zu Hochzeiten der Börse angefangen habe. Die entsprechende Versicherung lassen wir jetzt einfach ganz normal weiterlaufen, und werden sie dann vielleicht mal im Rahmen einer Anschlussfinanzierung nutzen, ansonsten gibt es eben Geld für den Ruhestand.

Aufpassen muss man aber auf jeden Fall bei allem was in Richtung LV geht. Da bekommen die Berater immer leuchtende Augen und vor zwei Jahren hat mal ein größerer Test von Finanzdienstleistern den MLPlern zwar grundsätzlich ordentliche Arbeit bescheinigt, aber klar die Zahl von bis zu sieben! LV pro Kunde gerügt.

Ansonsten ist MLP aber gerade für den Berufseinsteiger keine schlechte Wahl, weil man zwar Diplome und Staatsexamina hat, aber leider nichts von so praktischen Dingen wie Versicherungen versteht und dann nach so einer MLP-Beratung endlich weiß, wie die Sache läuft, und dass man sie nicht selbst machen muss.

Unabhängige Versicherungsmakler und Finanzberater können ggf. eine bessere Alternative sein, aber hier „den“ richtig guten zu finden ist natürlich schwer, weil es eben keine objektiven Nachweise ihrer Qualifikation gibt.

Gruß vom Wiz

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Werde gerade von einem MLP-Berater beraten. WIe seriös kann
ich denn dessen AUssagen einschäten?

Hängt von dem Berater ab, von seriös bis Betrug.

Kann ich dessen Berechnungen und Empfehlungen vertrauen? Wie kann ich das Angebot testen ohne noch diverse andere Berater zu konsultieren?

Gar nicht.

Besser ist es sich unabhängig zu informieren.
z.B. Hier oder Finanztest oder Kapital usw.

Da kannst du Dir dann ein eigenes Urteil bilden.

MfG

Jürgen der nicht viel von MLP oder anderen Dr…banden hält

Werde gerade von einem MLP-Berater beraten. WIe seriös kann
ich denn dessen AUssagen einschäten?

Hängt von dem Berater ab, von seriös bis Betrug.

Sorry, aber jetzt muß ich mal die Branche in Schutz nehmen.
Deine Aussage zeugt von keiner Kenntnis.

Kann ich dessen Berechnungen und Empfehlungen vertrauen? Wie
kann ich das Angebot testen ohne noch diverse andere Berater
zu konsultieren?

Gar nicht.

Hier stelle ich mir die Frage welche Berechnungen und
welche Alternativen möglich sind-

Besser ist es sich unabhängig zu informieren.
z.B. Hier oder Finanztest oder Kapital usw.

Da kannst du Dir dann ein eigenes Urteil bilden.

Diverse Zeitschriften wie Capital, Finanztest werden
dir ein selektives Bild geben aber keine indivudelle
Lösung bieten

Grüße

Björn

Hi,

die Antwort kann nur lauten. Lass dich von verschiedenen
Beratern eine Lösungweg für deine Situation aufzeigen.

Du solltest dich folgendes Fragen:

Welcher Berater möchte die meisten Informationen ?
Welcher Berater bietet die logistische Lösung und die
meisten Flexibilitäten ?
Wie wird der Berater honoriert ?

Dann kannst du den Berater und seine Beratung zum Teil
qualifizieren und die richtigen Berater aussuchen.

Grüße

Björn

Werde gerade von einem MLP-Berater beraten. WIe seriös kann
ich denn dessen AUssagen einschäten?

Hängt von dem Berater ab, von seriös bis Betrug.

Sorry, aber jetzt muß ich mal die Branche in Schutz nehmen.
Deine Aussage zeugt von keiner Kenntnis.

Ich kenne mich in der Branche sehr wohl aus und bleibe bei meiner Aussage. Es gibt unzählige Falschberatungen nur aus Provisionsreiterei.
Wer dies ernsthaft bezweifelt, ist einfach nur naiv.
Außerdem habe ich nicht behauptet, dass alle Betrüger sind.

Kann ich dessen Berechnungen und Empfehlungen vertrauen? Wie
kann ich das Angebot testen ohne noch diverse andere Berater
zu konsultieren?

Gar nicht.

Hier stelle ich mir die Frage welche Berechnungen und
welche Alternativen möglich sind-

z.B. Vergleichsangebote.

Besser ist es sich unabhängig zu informieren.
z.B. Hier oder Finanztest oder Kapital usw.

Da kannst du Dir dann ein eigenes Urteil bilden.

Diverse Zeitschriften wie Capital, Finanztest werden
dir ein selektives Bild geben aber keine indivudelle
Lösung bieten

Um sich ein eigenes Bild zu mache sind dies gute Möglichkeiten.

MfG

Jürgen

Hallo erstmal,
tja… es heißt bei vielem Kunden „Es ist einfacher einen 6 er im Lotto zu haben als einen guten Versicherungsberater??“ So schlimm sehe ich jetzt nicht aber irgendwo ist da schon ein Kern der Wahrheit. Letztendlich ist es die Frage, was du von deinem Berater erwartest. Welche Kriterien legst du an? Beste Leistung, beste Preis, beste Information, beste…, etc. Ich bin immer dafür, das der Kunde erstmal sagt, auf was er Wert legt und dann soll der Berater schauen, ob er dem Kunden wirklich das bieten kann. Wenn ein Kunde bei mir sagt, er verlange immer den günstigsten Preis am Markt schicke ich den nach Hause (oder zu einerm renomierten Makler), denn als Einfirmenvertreter kann ich Ihm das nicht bieten. Meine Stärken liegen in anderen Bereichen. So ähnlich wird es sich auch bei deinem Berater verhalten. Jeder hat seine Stärken und Schwächen. Also wichtig ist, das der Berater weiß, was der Kunde von Ihm verlangt und die Ehrlichkeit des Beraters dies erfüllen zu können oder abzulehnen.

Zu den Produkten kann ich nicht so viel sagen, da du dann schon mitteilen müßtes, welche er dir angeboten hat, dann müßte ich deine Gesamtsituation kennen und natürlich dein Zielplanung. Erst wenn alle relevanten Faktoren aufgenommen sind, kann eine umfassende Planung bzw. Angebotserstellung erfolgen.

Das Angebot testen??? Auch so ne Sache. Wenn das Angebot genau das ist was du wolltest, also keine Änderungen mehr gemacht werden müssen, kann ein Berater dir schon einen Vergleich erstellen. Dazu ist es nicht notwendig nochmal 10 Termine zu vereinbaren. Hauptsache ist, das die Parameter und Zahlen feststehen. Solltest du dich dann für ein anderes Angebot entscheiden, sollte der „neue“ Berater aber auf jedenfall die Analyse nochmal machen, auch wenns wieder arbeit für Ihn ist. Denn dadurch hat er eine höhere Gewähr, das sein Angebot auch bedarfsorientiert ist.

Bei Fragen einfach melden

Gruß

Martin

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Finanzberatung: der Klient muss die Beratung verst
Ich will im wesentlichen Martin beipflichten. Nun bin ich selbst Berater in Sachen Altersversorgung und beobachte, dass viele vor lauter Vorbehalte keine vernünftige Entscheidung treffen und sich so für die schlechteste Sache entscheiden: das nichts-tun.
Nun ist Finanzierungsberatung wohl auch eine Vertrauenssache. Aber es gilt: den Gegenstand der Beratung muss man verstehen, es muss plausibel sein und der eigene Bauch muss ja sagen.
Ferner ist es richtig, dass eine RV oder KLV beachtliche Provisionen bringen. Nur ist das nicht die Frage, sondern ich überlege als Kunde, was mir etas bringt. Und eine KLV bzw. RV, die bis zum Vertragsende gehalten wird, bringt nun mal eine ordentliche Rendite. Diese ist für Verträge, die vor 2005 abgeschlossen sind, steuerfrei. Ordentlich heißt, versprochene 5%.
Und wenn man das mit einer Immobilie gegen Inflation absichern kann, dann bringt das richtig Einkommen im Alter (falls es hier darum geht).
Die Fallstricke sind beachtlich, wie man oft liest. Also muss man hier einen Partner haben, der langfristige gute Referenzen hat.
Nur mal so zum Vergleich. Herr Durchschnitt verdient heute 2500, das bringt nach 45 Einzahljahren eine Rente von 1000. Könnte man die Rentenbeiträge in eine RV einzahlen, ergibt sich eine Rente von 4000. bedenke: 4000 sind dann aber weniger Wert. Sichert man das ganze über einen Anlageimmobilie ab, so steigt der Geldbetrag mit der Inflation mit und man bekommt das, was heute 4000 EUR kostet. Und der Sachwert erlischt nicht mit dem Tod, was die Kinder freuen wird.
Das funktioniert nur, wenn die Anlageimmobilie funktioniert, also mieterorientiert ist.
Ein guter Berater vertritt also die Interessen des Kunden und erklärt den Sachverhalt so, dass die individuellen Gegebenheiten Basis für die Beratung sind und der Kunde die Beratung vollständig versteht. Ferner betreut er ihn während der gesamten Investitionsmassnahme.

MLP ist eine sehr gute Gesellschaft. Sie zahlen sehr hohe Provisionen… den „Beratern“! Frage doch einfach mal nach den Abschlußkosten. Wenn der Berater sie kennen sollte und sie dir offen mitteilt, geschehen noch Zeichen und Wunder.
Lt. EU-Recht müssen die deutschen Versicherer ihre Abschlußkosten offen legen, wegen der Transparenz, Wettbewerb usw. Ich kenne keinen, der es bisher getan hat. Ausnahme „Riester-Verträge“.
Vom Bafin gibt es eine Tabelle, die alle Kosten aufzeigt. Es ist der helle Wahnsinn, was sich die Konzerne in die Tasche stecken! Ich war echt geschockt, zumal ich selbst in der Branche tätig bin.

Herzlichst, René

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Berater - egal von welcher Firma - verkaufen am liebsten Kapitallebensversicherungen (ggf.) mit Berufsunfähigkeitsversicherungen und sie verkaufen nur fürdie Firmen, die sie kennen.
Das Ganze selbst einzeln zusammenstellen ist billiger und flexibler.

  • Risikolebensversicherung (falls zur Zeit überhaupt nötig)
  • Konsequent monatlich sparen z.B. 2/3 in Fonds aus festverzinslichen Wertpapieren 1/3 in Aktienfonds
  • die Vermögenswirksamen Leistungen in einen Bausparvertrag und auch in einen Fonds
  • BU-Versicherung