Hallo liebe Experten!
Wir sind frisch verheiratat und grübeln im Moment, was wir so für unsere Zukunft
tun sollten. Mein Mann ist 39, Angestellter mit ca. 50.000 Euro Brutto,
gesetzlich krankenversichert, und ich bin Freiberuflerin, 31, mit ca. 30.000 Euro
Einkommen (schwankend), Künstlersozialkasse. Wir möchten in den nächsten Jahren
irgendwann Kinder haben und Eigentum erwerben.
Wir haben einen sehr netten und engagierten MLP-Berater, aber wir sind etwas
skeptisch, weil er eine Art „Rundumschlag“ plant. Er rät:
-
Wechsel von GKV in PKV sowohl bei meinem Mann also auch bei mir(seine
Argumente: Leistungen besser, ich könnte meine Zusatzversicherungen private KV
2Bett und Chefart bei Victoria für 40 Euro monatlich und meine
Krankentagegeldvers. ab 22. Tag für 42 Euro sparen, weil im Tarif enthalten, die
Künstlersozialkasse KSK bezahlt die Hälfte, egal ob PKV oder GKV, insgesamt zwar
teurer, aber besser, und in Zukunft bleibt die Familienversicherung in der GKV eh
nicht mehr bestehen, weil das System nicht mehr funktionieren wird bei der
demographischen Entwicklung.) Bei meinem Mann würde dieser Wechsel im Moment
finanziell sogar günstiger sein, und die Beiträge in der GKV steigen nach Info
des MLP-Beraters in Zukunft steiler als die der privaten, jedenfalls wenn sich
das so weiterentwickelt wie in der Vergangenheit. Da ich nur in den ersten 5
Jahren nach Existenzgründung in die PKV wechseln kann, hab ich nur noch 1 Jahr
Zeit, mir das zu überlegen. Wird das wiklich so sein, dass die
Familienversicherung in der GKV den Bach runter geht? Was würdet Ihr uns
empfehlen??? -
Eigentum erwerben mit Endgetilgtem Darlehen
Soll so funktionieren, dass wir uns auf eine lange Zeit (15-20 Jahre) auf die
niedrigen Zinsen festlegen, und die Kohle für die Tilgung in 2 KLV anlegen
sollen, die fällig sind am Ende der Dahrlehenslaufzeit. Es soll eine KLV zu 50 %
auf Rentenfonds basieren mit garantiertem Zins von 3,25 (daher noch dieses Jahr
abschließen, weil ab nächstem Jahr nur noch 2,75 garantiert werden)und zu 50 %
auf wahrscheinlich lukrativeren Aktienfonds. Dann sollen die Zinsen mit
Zinseszinsen das Kapital anwachsen lassen, so dass man wesentlich mehr Geld
anspart, als man für die Tilgung benötigt. Uns erscheint das doch sehr riskant…
hier im Formum liest man immer wieder, dass Versicherungen von
„Strukturbetrieben“ besonders hohe Provisionen und Verwaltungsbgebühren nehmen -
wenn mir 3,25 % garantierter Zins angeboten wird, wo gehen denn dann diese 8%
Provision für den Makler noch ab??? Oder sind die 3,25 dann doch nicht
garantiert? Der MLP-Berater meint, dass der Rentenfond sogar in der
Vergangenheit, auch in den letzen 2-3 besch… Jahren 5,5 % gebracht hat, und
zeigt uns dann seine schönen Kurven auf seinem Monitor - kann man das glauben??? -
Riester-Rente
Mein Mann hat schon eine letztes Jahr abgeschlossen. Mir ist eine angeboten
worden: bis 65 einzahlen, mit 65 Renbtenbeginn, Anlage in Fonds (MLP balanced
invest Rente), Höchstbeiträge (die gefördert werden) einzahlen (2002/3 525 Euro,
2004/5 1050 Euro, 2006/7 1.575 Euro und ab 2008 2.100 Euro jährlich,
Rentengarantiezeit 15 Jahre. Der Berater meint, dass man auf jeen Fall die
staatlichen Förderungen mitnehmen sollte und vor allem dass ja der Betrag vom
Brutto abgezogen wird, wie bei der Gehaltsumwandlung/ Direktversicherung, und
dass das Produkt „Riester“ zu unrecht so oft kritiseirt wird. man kriegt die 3,25
% Garantieverzinsung, und das ist doch wirklich alles gut, oder? ich kann das als
Freiberuflerin auch voll absetzen. Was haben alos immer alle gegen Riester?? Wenn
wir dann mal Kinder haben kann ich den Riester „stilllegen“ oder mein Mann zahlt
ihn weiter und kriegt meine Förderung noch obendrauf, oder ich mache nur einen
„Ehegatten-Riester“ aus dem ich angeblich nur Förderung bekomme, ohne was
einzuzahlen (kommt mir auch etwas spanisch vor, gibts das wirklich?) -
Gehaltsumwandlung/ Direktversicherung für meinen Mann
Scheint uns ne gute Sache: Beitrag wird wie Riester direkt vom Brutto abgezogen,
und daher ist es doch schon sehr interessant, oder? Der gezahlte Beitrag soll
auch hier der höchstmöglich geförderte sein. -
MLP-Balance-Konto
Für Rücklagen (für mich als Selbständige wichtig wegen Steuernachzahlungen,
Investitionen etc.) sollten wir das einrichten, denn es gibt 2,5% Zinsen (nicht
auf dem Papier garantiert, aber da dieses Konto nur aus Papieren mit garantierten
Renditen im Bereich 2-3 % besteht, ist es laut Berater sicher, diese Rendite zu
kriegen. man kann trotzdem in nerhalb von 2-3 Tagen an das Geld, und jetzt das
beste: die Rendeite ist in den letzen jahren über 5% gewesen (wieder hübsche
Kurve auf dem Monitor - kann man das echt glauben oder irgendwo nachlesesn???)
So, dass ist das „Komplett-Programm“, das der MLP-Berater für uns vorgesehen hat.
Da wir beide wirklich nicht viel Ahnung haben von Finanzen, Versicherungen und
vor allem Finanzierung, hoffe ich, dass Ihr mir sagen könnt, ob wir mit den
MLP-Vorsorgekonzepten und Vorschlägen gut bedient sind, oder nicht. Uns würde zum
Beispiel mal interessieren, wo sich der Berater seine Provision (die ja angeblich
bis zu 8% sein soll) abzieht, wo können wir das nachlesen? Insgesamt schein mir
das alles ganz schön viel, was der MLP-Berater mit uns vor hat…
Vielen herzlichen Dank für Eure Hilfe!!!
Andrea Laube
( scheinbar eine