Nachtrag
Hallo Webbe,
zunächst einmal habe ich nicht unbedingt ein Verkäufer-
Mentalität.
Die Du aber unbedingt benötigst, denn zum Überleben mußt Du auch Produkte verkaufen, zu denen Du nicht unbedingt stehen kannst (ich hatte mir selbst mal so einen Laden angesehen, weiss also wovon ich spreche). Wie schon weiter unten erwähnt: vom Verkauf von Privathaftpflichtversicherungen kann man nicht leben. Man muß nicht die für den Kunden optimalen Produkte verkaufen, sondern vielmehr die für den Arbeitgeber interessanten (auf die der AG auch am meisten Provision bezahlt).
Und zum anderen ist es mir (noch) fremd, als SELBSTÄNDIGER
tätig zu sein.
Daher rate ich hier mal zum Besuch eines Seminars, insbesondere in Bezug auf Kalkulation. Die meisten Finanzberater leben nämlich am Existenzminimum, es sind nur wenige, die sich nach oben arbeiten können. Hast Du Familie ? Dann stelle Dich mal auf Zeiten ohne Geld ein (kann bei Selbstständigen mal vorkommen).
Aufgrund dieser Bedenken: was meinst du? Lohnt es sich für
mich hierbei einzusteigen? Oder ist es besser, noch weiter
nach etwas Angemessenerem für mich zu suchen?
Wie Raimund schon sagte: wenn, dann unbedingt vorher mal nebenberuflich anschauen (vor der Kündigung als Beamter !), unbedingt mit den Produkten beschäftigen (sowohl mit Grundlagen der Versicherungen, als auch mit den MLP-Produkten, hierbei natürlich nicht mit der besonders günstigen Haftpflichtversicherung, sondern mit KLV, FLV, Rentenvers. usw.)
Ach ja, und nicht von 5-stelligen Monatseinkommen, wie sie immer so gern angepriesen werden, blenden lassen.
Lass Dir mal durch den Kopf gehen, was Du dafür alles verkaufen mußt, überlege Dir, welchen potentiellen Kundenkreis Du hast und bedenke dabei, dass der Aufbau eines eigenen Kundenkreises mehrere Jahre dauern kann. Bei der Übernahme eines Kundenkreises von einem anderen Berater ist Dir dieser Kundenkreis übrigens nicht sicher, da Finanzprodukte i.A. über persönliche Beziehungen verkauft werden und die Kunden mit Ihrem Berater zum nächsten AG wechseln.
Grüsse
Sven