Hallo,
ich habe einen autistischen Sohn (Asperger), 12 Jahre alt, der hier im Dorf (2000 Einw.) gnadenlos gemobbt wird. Das Mobbing durch den Dorfpöbel (fast die gesamte Dorfjugend mittlerweile) droht jetzt auch auf die Familie überzugreifen. Vorreiter dieses Mobbings ist ein einziger, kriminell veranlagtes Junge, der ein ehemaliger Klassenkamerad ist, und schon einmal ein Jahr im Erziehungsheim verbracht hat. Seit er da wieder rausgekommen ist, ist er noch hinterfotziger und hinterhältiger geworden. Gespräche mit seinen Eltern sind sinnlos (Zitat vom Vater: Wenn ich seinen Sohn einmal anlange, dann bricht er mir sämtliche Arme und Beine und pisst mir danach in den Hals…). Der Apfel fällt da nicht weit vom Stamm…
Wenn ich im Dorf mit jemanden darüber reden will, stoße ich eigentlich nur auf Unverständnis. Da mein Sohn schon einmal ein Klasse übersprungen hat und das Gymnasium besucht, sehen die Leute das Problem nicht und wollen auch nicht hinschauen. Nun ist die Behinderung nicht sichtbar, und den Ratschlag, den ich immer bekomme ist: Das sollen die Jugendlichen unter sich selber ausmachen, als Erwachsener soll man sich da nicht einmischen. Das wäre aber so, als würden die Jugendlichen einen Rollstuhlfahrer immer aus dem Rollstuhl kippen, liegenlassen und die Erwachsenen sagen dann, das sollen die selber unter sich ausmachen. Das kann ja wohl die Lösung nicht sein.
Meine Frage: hat jemand da Erfahrung, oder kann mir eine Beratungsstelle im südbayerischen Raum (oder auch woanders) nennen. Meine eigenen Recherchen im Internet waren da leider nicht besonders ergiebig.
Gruß
Michael
