Hallo Gesetzewälzer,
Ein Gesetzewälzer bin ich nicht, aber ich wage es mal, zu behaupten, dass es mit dem mobbing so ähnlich wie mit date rape ist:
It’s usually a ‚grey area‘, dh, wo und wie hast Du ‚Beweise‘?
Wo und wie hast Du, selbst wenn Du Beweise hast, handfeste Beweise, dass das Verhalten nicht irgendwie durch Dich selbst verursacht wurde?
Ich will nicht sagen, dass es unmöglich ist, gegen mobbing anzugehen, oder mobbing eben zu beweisen. Aber einfach ist es sicherlich nicht.
Wenn Dir jemand unfairerweise kündigt, oder irgendwie sonst nicht rechtens handelt, lässt sich das schon irgendwie feststellen.
Aber beim mobbing - nicht ganz so leicht.
Was das ‚typische mobbing Opfer‘ angeht - einerseits hab ich da keine Ahnung, andererseits würde ich annehmen, von dem, was ich von der Psychologie weiss, dass der Unterschied zwischen Gemobbtem und Mobber manchmal nicht allzu gross ist - soll heissen, ich würde annehmen, dass gerade Menschen mit einem nicht allzu grossen Selbstbewusstsein zu Mobbern werden können, und vielleicht selbiges gar nicht mitbekommen, da sie aus Minderwertigkeitsgefühlen so reagieren, wie sie es tun. Nicht, dass dies immer oder häufig der Fall ist. Aber in diesem Fall wäre es vielleicht auch vorstellbar, dass der Mobber in einer anderen Situation genauso gut der Gemobbte sein könnte.
Ich glaube, dass Ausschlaggebene ist nicht ein ‚typisches Opfer‘, sondern vielleicht eher eine ‚typische Konstellation‘ zwischen Mensch A und Mensch B. Wenn also Mensch A und Mensch B aufeinandertreffen, wird daraus häufig ein Mobber und ein Gemobbter. Während Mensch B nie zum Gemobbten geworden wäre, wenn er mit Menschen vom Typ C,D,E etc zusammengearbeitet hätte. Oder wo Mensch A nie zum Mobber geworden wäre, hätte er nur mit Menschen vom Typ C,D etc zusammengearbeitet.
Was natürlich erstens nur ne Theorie, und zweitens auf keinen Fall eine allgemeingültige Theorie ist.
Gruss, Isabel