Mobbing

Hallo Gesetzewälzer,

gibt es in der Rechtssprechung eigentlich so etwas wie verbindliche Gesetze zum Thema Mobbing?
Und kann mir jemand sagen,ob sich so etwas wie das typische Mobbingopfer gibt oder ob es grundsätzlich jeden Treffen kann?
Kennt ihr in dieser Richtung etwas an das man sich halten kann?
Etwas aufklärerisches?

Vielen Dank und tschüs

Hallo Gesetzewälzer,

Ein Gesetzewälzer bin ich nicht, aber ich wage es mal, zu behaupten, dass es mit dem mobbing so ähnlich wie mit date rape ist:
It’s usually a ‚grey area‘, dh, wo und wie hast Du ‚Beweise‘?
Wo und wie hast Du, selbst wenn Du Beweise hast, handfeste Beweise, dass das Verhalten nicht irgendwie durch Dich selbst verursacht wurde?

Ich will nicht sagen, dass es unmöglich ist, gegen mobbing anzugehen, oder mobbing eben zu beweisen. Aber einfach ist es sicherlich nicht.
Wenn Dir jemand unfairerweise kündigt, oder irgendwie sonst nicht rechtens handelt, lässt sich das schon irgendwie feststellen.
Aber beim mobbing - nicht ganz so leicht.

Was das ‚typische mobbing Opfer‘ angeht - einerseits hab ich da keine Ahnung, andererseits würde ich annehmen, von dem, was ich von der Psychologie weiss, dass der Unterschied zwischen Gemobbtem und Mobber manchmal nicht allzu gross ist - soll heissen, ich würde annehmen, dass gerade Menschen mit einem nicht allzu grossen Selbstbewusstsein zu Mobbern werden können, und vielleicht selbiges gar nicht mitbekommen, da sie aus Minderwertigkeitsgefühlen so reagieren, wie sie es tun. Nicht, dass dies immer oder häufig der Fall ist. Aber in diesem Fall wäre es vielleicht auch vorstellbar, dass der Mobber in einer anderen Situation genauso gut der Gemobbte sein könnte.

Ich glaube, dass Ausschlaggebene ist nicht ein ‚typisches Opfer‘, sondern vielleicht eher eine ‚typische Konstellation‘ zwischen Mensch A und Mensch B. Wenn also Mensch A und Mensch B aufeinandertreffen, wird daraus häufig ein Mobber und ein Gemobbter. Während Mensch B nie zum Gemobbten geworden wäre, wenn er mit Menschen vom Typ C,D,E etc zusammengearbeitet hätte. Oder wo Mensch A nie zum Mobber geworden wäre, hätte er nur mit Menschen vom Typ C,D etc zusammengearbeitet.
Was natürlich erstens nur ne Theorie, und zweitens auf keinen Fall eine allgemeingültige Theorie ist.

Gruss, Isabel

Hallo Matthew,

rechtliche Hinweise zu dem Thema Mobbing findest du hier:

http://www.bmwi.de/Navigation/Arbeit/Arbeitsrecht/mo…

Ach ja … das typische Mobbingopfer:

Patient: Herr Doktor, ich leide furchtbar unter Mobbing!
Arzt: …und was hat man gegen Sie?
Patient: Das sollen Sie doch rausfinden, sie selten dämlicher Beutelschneider!

Gruss
BM

Hi,

Und kann mir jemand sagen,ob sich so etwas wie das typische
Mobbingopfer gibt oder ob es grundsätzlich jeden Treffen kann?

Hier ein Artikel zu dem Thema von einer Kollegin:
http://www.philocon.de/pdf/Mobbing.pdf

Sonnige Grüsse,
Gabi

Hi!

gibt es in der Rechtssprechung eigentlich so etwas wie
verbindliche Gesetze zum Thema Mobbing?

Hier hast Du es schon selbst gesagt: Rechtsprechung! Nicht Gesetze!

Und kann mir jemand sagen,ob sich so etwas wie das typische
Mobbingopfer gibt oder ob es grundsätzlich jeden Treffen kann?
Kennt ihr in dieser Richtung etwas an das man sich halten
kann?
Etwas aufklärerisches?

Die üblichen Links wurden schon genannt!
Im Gesetz ist dazu direkt nichts verankert, da es immer sehr individuell ist! Du könntest mal auf die Homepage des Bundesarbeitsgericht gehen und dort nach Urteilen zum Thema Mobbing suchen - da stehen mit Sicherheit einige drin!!!

Zum Thema Mobbingopfer:
Selbiges sollte über einen längeren Zeitraum ein „Mobbingtagebuch“ führen (hast Du Rainman gesehen? So in der Form, wie Dustin Hoffmann es gemacht hat…).
Die Beweisbarkeit ist dann aber das eigentliche Problem! Ein ärztliches Gutachten ist in der Regel auch nicht von Nachteil.

Ich will nicht abstreiten, dass es Mobbingopfer gibt, aber alle Ex-Kollegen, die meinten, dass sie von allen gemobbt wurden, haben sich folgende Frage nie gestellt: Kann es vielleicht an mir selbst liegen, dass alle gegen mich sind?

Liebe Grüße
Guido