Ich habe vor eindreiviertel Jahren wegen Mobbings den Job gewechselt.
Die letzten zwei Jahre in meinem alten Job waren die Hölle. Ich war insgesamt über 10 Jahre in meinem alten Job. Es war in einem katholischen Krankenhaus. Zu diesem Zeitpunkt fing ein neuer Arzt bei uns an. Bereits vom ersten Tag an stellte er mich bloß, verleumdete mich, machte mich vor Patienten schlecht, behauptete Dinge, die ich getan oder gesagt hätte, die ich wirklich niemals gemacht hatte!
Am Anfang dachte ich, zumal es noch nicht ganz so schlimm war, dass hier eine bloße Antipathie vorläge…zumal ich eine „hervorragende leitende Mitarbeiterin mit allerbesten Ruf und Qualifikationen“ war. Dachte ich…
Bis er mir das innerhalb eines Jahres systematisch kaputt gemacht hat. Er hat mich in anderen Abteilungen denunziert, behauptet, ich würde Lebensmittel aus dem Kühlschrank von anderen Mitarbeitern mitnehmen, Blau machen ( als ich arbeitsunfähig war ), mir Arbeitsmängel vorwerfen ( gerade bei schwierigen Arbeitsvorgängen, die ich sonst neuen Kollegen beibringe etc.), vor Patienten niedermachen, etc.
Beschwerden vor meinem direkten Vorgesetzen liefen am Anfang in der Form ab, dass wir gebeten wurden, unsere persönlichen Querelen doch bitte sein zu lassen / und: es müsse doch möglich sein, dass zwei Erwachsene sich arrangieren könnten. Beim Betriebsrat musste ich mich bei Ihm entschuldigen, weil ich mich einmal lautstark vor Patienten gewehrt habe. Das macht man nicht! Bei der Pflegedienstleitung wurde mir - natürlich nicht wörtlich - nahegelegt, die Stelle zu wechseln. Meiner Bitte auf Versetzung wurde widersprochen!
Ich habe, nachdem ich gesundheitlich immer angeschlagener wurde, und es absehbar war, dass er die längerfristig bleiben würde, die Stelle gewechselt. Habe jetzt einen hervorragenden Job
( bei dem meine Qualifikationen wieder gewürdigt werden *g ).
ABER: jedesmal wenn ich meine ehemaligen Kolleginnen besuche, ist eine andere total am Boden zerstört und ewig eine am Heulen. Er macht systematisch mit anderen Kolleginnen weiter. Verleumdungen, Beleidigungen. Ihm passiert -wie zu meinen Zeiten - nichts. Er wurde sogar noch befördert. Jeder, der irgendwann ausflippt, oder sich versucht zu wehren, wird nach „oben“ zitiert und zurechtgewiesen. In der Regel läuft das so ab, dass er die Sache verdreht darstellt, und weil er Arzt ist, ihm jeder glaubt und meine Ex-Kolleginnen sich offiziell entschuldigen müssen! Beschwerden verlaufen im Sand.
Seinetwegen sind schon enorme Fehlzeiten entstanden! Keiner unternimmt was.
Kann ich jetzt im Nachhinein noch rechtliche Hilfe in Anspruch nehmen. Würde es was ändern, wenn ich z.B. eine eidestattliche Erklärung abgebe bezüglich Mobbings? Was ist mit dem neuen Gesetz, dass wenn der Arbeitgeber Kenntnis hat vom Mobbing-Fall, er was unternehmen muss? Weiß einer was??
Mir ist meine heutiger Besuch in meiner alten Arbeitsstätte sehr nah gegangen, zumal sein jetziges „Opfer“ meine älteste (ehemalige ) Kollegin ist - mit 63 Jahren!! Sie hat noch eineinhalb Jahre bis zur Rente und weiß nicht, wie Sie das schaffen soll?!?
Vielen Dank im voraus für Eure Antworten.
whitewaters