Mobbing in der Schule

Hallo.

Folgende erfundene Geschichte:

Ein Junge wird gemobbt und kommt schon die dritte Woche weinend nach Hause. Die Eltern reden schon das dritte mal in diesem Jahr mit den Tutoren wegen dieser Situation, weil das nicht das erstemal passiert. Einer der beiden Tutoren geht zu dem Mobber hin und stellt ihn zur Rede. Der sagt es ist ihm egal wie sich das gemobbte Kind fühlt. Das Kind ist schon mehrfach auffällig geworden und die Tutoren äußerten sich dahingehend, dass der Mobber wohl eine Störung des Sozialverhaltens hätte. Auch anderen Schülern gegenüber wäre das Kind agressiv. Der Tutor will nun mit seiner Kollegin überlegen was man wegen dem Mobber tun kann. Man überlegt zuerst das gemobbte Kind in eine andere Klasse zu stecken. Das möchten die Eltern nicht, da das Kind seine Freunde in dieser Klasse hat und man denkt das dann das gemobbte Kind bestraft wird und nicht der eigentliche Täter, also das mobbende Kind.

Wie können die Eltern vorgehen? Wie können die Eltern ihrem Kind helfen? Wäre es sinnvoll einen Anwalt zu Rate zu ziehen?

Danke für eure Antworten.

Lg

Hallo,

Wie können die Eltern vorgehen? Wie können die Eltern ihrem
Kind helfen? Wäre es sinnvoll einen Anwalt zu Rate zu ziehen?

Die Eltern sollten (sich und das Kind) mal nachfragen, warum das Kind weint, nur weil ein Vollidiot sich aufspielt. „Mobbing“ ist ein ganz normales Phänomen, das zum Heranwachsen dazugehört.

Also: Einfach dem Kind den Rücken stärken, es muss damit alleine klarkommen - dazu gehört auch, sich eine geeignete Strategie zu überlegen, wie man dem Mobber am besten beikommt (ignorieren, zurückmobben, etc.). Natürlich sollte man das Kind bei diesem Prozess unterstützen.

Gruß

Anwar

tutoren, sowas gab’s zu meiner zeit nicht… damals gab es kein „mobbing“, weil die lehrer noch andere methoden hatten… aber die zeiten sind ja vorbei.

bevor ich zu lange in erinnerungen schwelge:

wie wäre es denn, wenn man mit den eltern des mobbers redet ? man kann dabei auch einfließen lassen, dass -je nach art des „mobbing“ und alter des mobbers- strafrechtliche möglichkeiten ausgeschöpft werden. das reicht von den beleidigungsdleikten (§§ 185ff. stgb) über die nötigung (§ 240 stgb) bis zur körperverletzung ( 223 stgb) in extremfällen.
außerdem gibt es natürlich noch zivilrechtliche ansprüche wie schmerzensgeld ( §§ 823, 253 bgb) in besonderen fällen, um den mobber mürbe zu klopfen (wortspiel :wink:

alternativ/kumulativ kann man mit der schulleitung reden und darauf einwirken, dass der mobber die klasse wechselt (wer kommt denn auf die schnapsidee, dass das gemobbte kind die klasse wechseln soll, wenn das mobbing nur von einer person ausgeht…).

zurückmobben, etc.). Natürlich sollte man das
Kind bei diesem Prozess unterstützen.

für diese auge-um-auge/zahn-um-zahn-mentalität bekommst du von mir einen stern.

Hallo

Das möchten die Eltern nicht, da das Kind seine Freunde in dieser Klasse hat

Kann man nicht eine Strategie zusammen mit den Freunden überlegen? Der Mobber hat doch wahrscheinlich nicht so viele Freunde, oder doch? Da muesste sich doch was machen lassen. Kann man die nicht mal alle einladen und mit denen drüber reden? - Das könnte theoretisch auch der Klassenlehrer machen.

Wie können die Eltern vorgehen? Wie können die Eltern ihrem Kind helfen? Wäre es sinnvoll einen Anwalt zu Rate zu ziehen?

Was macht denn der Mobber? Wird er auch tätlich?

Wenn es nur um dumme Sprüche geht, würde ich auch in erster Linie versuchen, das eigene Kind zu stärken, und dass es nicht an ihm liegt, usw.

Was geht denn da ab? Und um welche Klasse und welches Alter ca. geht es?

Viele Grüße

zurückmobben, etc.). Natürlich sollte man das
Kind bei diesem Prozess unterstützen.

für diese auge-um-auge/zahn-um-zahn-mentalität bekommst du von
mir einen stern.

Es gibt genügend Idioten da draußen - jeder muss selbst sehen, wie er am besten mit denen klarkommt. Angriff kann die beste Verteidigung sein.

Gruß

Anwar

PS: Möchtest du auch einen Stern für das falsch eingesetzte „Auge um Auge“-Bild?

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Hallo,

also von Mobbing spricht die Fachwelt, wenn es min. 6 Monate läuft und das hat seinen Grund. Ebenfalls eine wichtiges Indiz dass es sich nicht um Mobbing handelt, dass da nur von einem „Mobber“ geschrieben wird.

Ob es sich lohnt einzeln Straftaten anzuzeigen, ist bei solchen kleineren Delikten fragwürdig.

Ist es nicht eher sinnvoll das Kind zu stärken? Da leider nicht geschrieben worden ist, ob das Kind verbal und oder körperlich angegriffen worden ist, gehe ich mal vom verbalen aus.
Gerade da muss man sich, leider, an vieles gewöhnen. Je früher man damit lernt da Weg zu hören, umso einfacher. Auch wenn es ungerecht ist.
Öfters werden Kinder auch aufgezogen, wenn sie sich leicht aufziehen lassen.

Für die Schulsituation würde ich euch vorschlagen, euer Kind stärken, seine Freunde mit einzuziehen, Kontakt mit den Lehrern halten und trotzdem alles zu protokolieren ohne der Sache gegenüber eurem Kind zuviel Wirbel darum zu machen.
Wenn es um Erziehungsmaßnahmen gegenüber dem anderen Jungen geht, dann immer von der einzelnen Tat sprechen. Hat den Vorteil ihr landet nicht bei Adam und Eva. Ebenfalls werden Mobbing Debatten immer mit demn klassischen Bild Täter Opfer geführt. Und Opfer zu sein, kann zu Rolle werden.

Etwas was ich beim Arbeiten häufiger erlebe ist ein 5. Klässer, der sich immer Probleme macht bzw gemacht werden weil er petzt oder alle verbessert. Er mag zwar Recht haben, aber trotzdem gesellschaftlich ungklug. Manchmal lohnt es sich zu überlegen, ob es Dinge gibt, die man an einem selbst ändern will.

Ich wünsche euch, dass es eurem Kind bald wieder besser geht und es sich in der Schule wohlfühlt!

LG

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Hallo,

also von Mobbing spricht die Fachwelt, wenn es min. 6 Monate
läuft und das hat seinen Grund. Ebenfalls eine wichtiges Indiz
dass es sich nicht um Mobbing handelt, dass da nur von einem
„Mobber“ geschrieben wird.

dann möchte ich dir erklären, was unter „mobbing“ im rechtssinne verstanden wird: nichts, da es kein rechtsbegriff ist. anders als im französischen Code du travail (seit '02) gibt es kein mobbing-gesetz o.ä.
es ist unerheblich, ob das „mobbing“ 6 monate oder eine woche läuft. es ist ein schikanöses verhalten, das das persönlichkeitsrecht des opfers betrifft und -je nach ausprägung- strafrechtliche und zivilrechtliche tatbestände verwirklicht.

p.s. dass es nur einen „mobber“ gibt ist überhaupt kein indiz gegen das mobbing, siehe die ausgiebige rechtsprechung des BAG zu dem thema…

Ob es sich lohnt einzeln Straftaten anzuzeigen, ist bei
solchen kleineren Delikten fragwürdig.

das ist kompletter unsinn. mobbing verwirklicht nicht per se „kleinere“ delikte (was soll das sein?). und was heißt „sich lohnen“ ? im strafrecht geht es neben der pönalisierung begangener taten um die abschreckungswirkung.

Hallo,

ich habe von Mobbing im pädagogischen Kontext gesprochen! Da ist die zumeist genutzte Definition so!

Des weiteren habe ich mich bei kleineren Delikten darauf bezogen, was in dem Beitrag ging, da ich mir kaum vorstellen kann, dass eine Schule nicht auf größere Aktionen reagiert.

Bei anzeigen von Kleinigkeiten, wie zum Beispiel: Beleidigung, falschen Behauptungen, meinte ich auch eher Folgen innerhalb der Schule.
Strafrechtlich wird das, wenn überhaupt in einer Diversion enden,…
In der Schule sind die Folgen für den, der anzeigt meistens unschön, da die Mitschüler meistens auf der anderen Seite stehen und die Aktion übertrieben finden. Wenn man Pech hat auch die Lehrer,…
Des weiteren kann es, dann auch zu Daueranzeig-Stimmung kommen,…
Aber das stand beim Fragesteller ja auch nicht in der Frageliste,…

LG

ich habe von Mobbing im pädagogischen Kontext gesprochen! Da
ist die zumeist genutzte Definition so!

gut zu wissen. da wir aber im rechtsforum sind, ist das eher nebensächlich.

Des weiteren habe ich mich bei kleineren Delikten darauf
bezogen, was in dem Beitrag ging, da ich mir kaum vorstellen
kann, dass eine Schule nicht auf größere Aktionen reagiert.

das setzt voraus, die schule kennt das ausmaß der aktionen…

Bei anzeigen von Kleinigkeiten, wie zum Beispiel: Beleidigung,
falschen Behauptungen, meinte ich auch eher Folgen innerhalb
der Schule.
Strafrechtlich wird das, wenn überhaupt in einer Diversion
enden,…

wie kannst du eine strafechtliche prognose abgeben, wenn du das ausmaß im fall gar nicht kennst. selbst wenn das verfahren eingestellt oder von der strafverfolgung abgesehen wird, wird das im regelfall gegen die verhängung erzieherischer maßnahmen erfolgen.

Hallo,

die Mutter hat gefragt, wie sie helfen kann. Deswegen habe ich ihr von der Rechtkeule abgeraten und ihr meien pädagogische Sicht der Dinge mitgeteilt und auch auch, dass man so wie hier dargestellt nicht von Mobbing spricht.

Da die Mutter mit den Lehrern über die Aktionen geredet hat, gehe ich davon aus, dass die Lehrer wisse, was abgeht.

Die Prognosen habe ich für die genannten Delikte gegeben. Die Auswahl erfolgte aus der Erfahrung, was sich Kinder schikanieren.

Wie eine rechtliche Stellung hier liegt, kann nicht beurteilt werden, da hast du Recht und es dürfte hier ja auch nicht beantwortet wäre wegen FAQ.

LG

Hallo,

Er mag zwar Recht haben, aber
trotzdem gesellschaftlich ungklug. Manchmal lohnt es sich zu
überlegen, ob es Dinge gibt, die man an einem selbst ändern
will.

Also wenn das die Meinung unserer Pädagogen ist, dann „Gute Nacht“.

  • Anwar

OWT
Hallo,

es wäre schön, wenn ich nicht zusammenhangslos Zitate herausgerissen würde,…

Ich wünsche auch eine gute Nacht
LG

Hi

Könntest du, wenn du keine Ahnung hast, auch einfach mal die Klappe halten?

Mobbing gehört nicht zum Heranwachsen dazu!
Mobbing und „Hänseleien“ sind NICHT das selbe.

Es ist echt unmöglich und zeugt von der sinkenden Qualität des Forums dass solch ein haarsträubender Unsinn immer noch verbreitet wird.

Informier dich doch lieber, bevor du dich das nächste mal so äußerst und so jemanden vielleicht die Chance nimmst, Hilfe zu erhalten und ernst genommen zu werden.

gruß,
Kate

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Mobbing gehört nicht zum Heranwachsen dazu!

„Mobbing“ gehört genau so zum Heranwachsen dazu, wie Krieg zur Politik, Scheidungen zur Ehe, Verkehrsunfälle zum Autofahren - es ist nicht schön, keiner wünscht es sich, optimalerweise bleibt man davon verschont, aber man sollte davor nicht die Augen verschließen, denn sonst trifft es einen unerwartet.

Was die Qualität des Forums angeht, die leidet unter anderem am Umgangston, wie du sehr schön dargestellt hast.

Ohne Gruß,

Anwar

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Gute Morgen,

es wäre schön, wenn ich nicht zusammenhangslos Zitate
herausgerissen würde,…

Wo ist denn da was zusammenhanglos herausgerissen? Vor dem zitierten Satz stand genau ein anderer zu dem Thema - und der hat nur aufgelistet, was der arme Junge in deinen Augen falsch macht.

Gruß

Anwar

Wie eine rechtliche Stellung hier liegt, kann nicht beurteilt
werden, da hast du Recht und es dürfte hier ja auch nicht
beantwortet wäre wegen FAQ.

Ach echt? Und ich dachte es handelt sich um eine erfundene Geschichte, so wie es die Fragestellerin ja auch geschrieben hat!

Gruß

Anwar

Jetzt musste ich glatt seit Ewigkeiten das erste Mal meine Logindaten von www wieder raussuchen, um auf diese Äußerung antworten zu können.

  1. Wenn Mobbing zum Heranwachsen gehört, dann bin ich mit meinen über 40 Jahren immer noch Kind - ich wurde nicht gemobbt und habe nicht gemobbt. Und 95% aller mir bekannten Personen dürfte es ähnlich gehen.

  2. Zum Zurückmobben (und ja, das ist „Auge um Auge“ - auch Rache genannt) muss man eine entsprechend kranke Persönlichkeit haben. Ich bin froh, dass meine Kinder eine solche nicht haben - und auch nicht die Freunde meine Kinder.

  3. Ja, es ist ein Unterschied, ob man mobbt oder hänselt. Mobbing ist Psychoterror - es gibt Personen, die aufgrund Gemobbtwerden sich ihr Leben nahmen.

Bitte erzähle nicht so einen Schwachsinn (auch eine Premiere bei mir - so einen Kraftausdruck habe ich bei WWW noch nie verwendet).

Viele Grüße

Bombadil2

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Hallo.

Zur erfundenen Geschichte kann ich noch hinzufügen dass sich dieses Theater seit ca. 5 Monaten (mit kleinen Pausen) hinzieht. Körperlich wurde das Kind „noch“ nicht angegriffen, dafür aber ein anderes. Das Kind um das es geht wird erheblich verbal gemobbt und wurde schon nach der Sportstunde im Geräteschuppen eingesperrt, im dunklen und hätten das andere Kinder nicht mitbekommen, wäre das Kind erst nach einer Suchaktion gefunden worden. Das Kind war voller Panik und war danach den ganzen Tag so fertig mit den Nerven, dass man schon überlegt hatte, den Arzt aufzusuchen. Die Sportlehrerin wurde nach der „Befreiung“ vom eingesperrten Kind informiert. Sie sagte: Klärt das im Klassenrat. Die Eltern beschwerten sich bei der Schulleiterin und beim Stufenleiter. Es fand dann ein Gespräch statt. Danach war kurzzeitig Ruhe.

Die Lehrer wissen also davon, sagen aber das man das alles langsam angehen muss, da das Kind ja auffällig ist. Man solle auch die Seite des anderen Kindes sehen. Was den Eltern des gemobbten Kindes aber egal ist. Selbst wenn das Kind so auffällig ist ODER ein schlimmes Elternhaus hat, kann es seinen Frust nicht an einem anderen auslassen. Strafen bekommt der Mobber keine. Der sagt ja auch schon zum Lehrer: Das ist mir egal, wie der sich fühlt. Und WAS wollen Sie jetzt tun? Ich spreche hier von einem 12 Jahre alten Kind.

Die Eltern des gemobbten Kindes stärken dem Kind den Rücken, aber das Kind sagt: „Es kann nicht mehr“. Als Ausgleich geht das Kind in den Kampfkunstunterricht. Das haben die Tutoren erfahren und haben nun Angst das der gemobbte nun zum Täter wird. Das gemobbte Kind weiß aber das es mit Gewalt nicht weiter kommt. Aber wie lange wird das Kind noch so denken? Am Ende wird das gemobbte Kind durch eine unüberlegte Handlung mehr bestraft als der eigentliche Täter.

Hi

Deine Antwort hatte aber nichts damit zu tun, die Augen zu verschließen - DU hast ja gerade zum „Ignorieren“ geraten, was übrigens ein völlig nutzloser Ratschlag ist - denn wenn es sich um Mobbing und nicht um allgemeine Hänseleien handelt, nutzt Ignorieren überhaupt nichts.

Mobbing ist nicht normal und ein Kind gehört damit NICHT allgelassen.

Traurig, dass du erst falsche Informationen zu einem Thema, mit dem du dich nicht auskennst, abgibst und dann auch noch frech wirst.
Wer hat denn zum Thema „Umgangston“ „Ohne Gruß“ geschrieben? Sind wir hier im Kindergarten?

gruß,
Kate

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