ich stelle mir seit längerem die Frage, wann endlich Mobile Prozessoren in normalen Stand-PCs erhältlich sind.
Stellt Euch vor: Ein wesenlich leiserer PC, mit wesentlich niedrigerem Energieverbrauch!
Und man könnte noch so viel mehr machen: Die Festplatte langsamer fahren (1000 Umdrehungen / min reicht doch locker, wenn man nicht massiv darauf zugreift), Temperaturgesteuerte Lüfter, Runtertaktung des gesamten Boards… Für Serveranwendungen wäre der Rechner dann immer noch schnell genug, und wenn er automatisch anfahren würde, wenn man ihn benutzt - das wäre ein Traum!
Mir ist das wichtig, denn ich möchte am liebsten meinen Rechner gar nicht mehr ausschalten, damit meine Mitbenutzer und ich immer von überall auf unsere Daten Zugriff haben. Problem dabei ist zur Zeit: Nachts möchte ich schlafen und nicht durch den Rechner genervt werden; und wenn ich zwei Tage weg bin, habe ich ungern den Rechner wegen des hohen Stromverbrauches an.
Habt Ihr vielleicht davon gehört, ob so etwas in Planung ist?
Gibt’s noch nicht fertig, musst du dir selber zusammen bauen.
Aber eigentlich Schwachsinn. Für nen P4 reicht auch ein gróér Kühlkörper und ein Papst mit 12db. Unhörbar. Festplatten mit 1000 UPM gibt es nicht und wären genauso Unsinn. Meine 120GB Samsung mit 5400 UPM ist unhörbar.
Bei den Athlon 64 Prozessoren hat AMD jetzt eine Technik namens Cool & Quiet integriert (gab’s schon als PowerNow bei ihren Mobile CPUs). Dadurch kann das Mainboard die CPU runtertakten und die Spannung absenken bei geringer Last. Allerdings ist die Unterstötzung der Mainboardhersteller dafür bisher recht gering. Das kann sich langfristig sogar auf der Stromrechnung bemerkbar machen, denn welche CPU läuft ständig auf 100% und aktuelle CPUs verbraten ca. 50-100Watt.
das gibts schon längst, das Stichwort ist mini-ITX.
Da gibt es lüfterlose Boards mit 600 Mhz, mit denen sich kleine, preiswerte
Server oder mp3 Player aufbauen lassen.
hier findest du mehr : http://www.epiacenter.de/
Was die Festplatte angeht gibt es bei den meisten Herstellern einen
Akustik - Manager mit dem du die Platte von schnell auf leise umstellen kannst.
Wenn dein Board das unterstützt, kannst du die Platte auch nach einigen Minuten
abschalten, sie läuft dann erst wieder an wenn Sie gebraucht wird.
Die meisten Boards unterstützen inzwischen auch den sog. S3-Modus, da wird der klompette rechner in „Tiefschlaf“ versetzt und kann nach Tastatureingabe oder
WOL (wake on lan) wieder aktiviert werden.
Habe über http://www.epiacenter.com/ auch schon ein Board mit Pentium M gesehen,
war aber recht teuer.
Spannender dürfte da die Einführung eines neuen Prozessors namens Efficeon werden, der soll leistunsfähiger als ein Pentium M sein und weniger Strom verbrauchen. Soll auch bald erhältlich sein.
Hoffe jetzt genug verwirrung gestiftet zu haben.
Gruß
mig
Hmm, Eure Antworten klingen interessant. Um sicherzugehen, ob ich Euch richtig verstanden habe, hier eine kurze Zusammenfassung:
Es sei Quatsch, einen stromsparenden Computer zu bauen, denn es gäbe auch /leise/ stromfressende Rechner
Der neue Athlon64 hat die Funktion Cool&Quiet integriert, was eine Weiterentwicklung der Mobile-Prozessoren ist
Es gibt z.B. Mini-ITX, die leiser und sparsamer sind als normale Rechner, und außerdem kommt bald ein Nachfolger vom Pentium M raus.
Hier kommt mein Beitrag:
zu 1) Es geht mir nicht nur um einen leisen Rechner, obwohl mir ein lautloser Rechner am liebsten wäre. Es geht mir auch um die Stromrechnung, vor allem, wenn mein Rechner im Serverbetrieb 24/7 läuft, um dann oft nur ein paar Minuten am Tag effektiv genutzt zu werden.
zu 2 und zu 3) Wird der Athlon64 mit integrierter Cool&Quiet-Funktion auch für das Desktop-Computer erscheinen? Das wäre schon mal ein wichtiger Fortschritt in die richtige Richtung. Wie der Autor des Artikels schon sagte, welcher Prozessor läuft schon ständig mit 100% Auslastung? Mein Palomino 1800+ z.B. hat, selbst wenn 3 Leute parallel was darauf machen, und ich mehrere graphische Applikationen laufenlasse, eine Durchschnittsauslastung von 2% bis 3%. In Firmen, in denen Word-Dokumente und Exceltabellen an jedem Computer bearbeitet werden, braucht man dort alleine für den Prozessor eine Leistung von 70 Watt und einen entsprechenden Kühler, der die Wärme abtransportiert? Ich denke, auch Unternehmen wären an stromsparenden Systemen interessiert.
Mein Fazit in der Sache ist es: Nicht die Prozessorhersteller sind gefragt, es sind in erster Linie die Mainboardhersteller. Denn meines Erachtens ist es oft sinnvoller, den ganzen Computer runtertakten zu können, nicht nur den Prozessor.Geht der Systemtakt runter, tut das auch automatisch der CPU-Takt. Nur dann hat man ein wirklich sparsames System. Denn - Auch die Graphikkarte, auch der Chipsatz, auch das ganze Board an sich verbraucht Leistung, nicht nur die CPU.
Und obwohl in dieser Richtung gearbeitet wird, ist noch keine Mainboardlösung in Sicht. Oder?
Was denkt ihr dazu?
Und obwohl in dieser Richtung gearbeitet wird, ist noch keine
Mainboardlösung in Sicht. Oder?
Der sog. S3(suspend3)-Modus macht genau das.
Er schaltet Teile des Rechners wie GraKa ganz oder teilweise ab.
Das Problem ist hier das Netzteil.
Auch wenn das System jetzt nur noch 10 oder 20 W aufnimmt, ein 300 W Netzteil
zieht auch im Leerlauf immer noch die hälfte an Strom.
Du musst dich also entscheiden, wenn du für das Netzteil nicht mehr bezahlen willst als für den Rechner
Der angesprochene Efficeon Proz. ist kein Nachfolger, sondern Konkurrenz vom
Hersteller Transmeta.
Gruß
mig