Stimmt…
…nirgendwo ist belegt, daß die Mobiletelefonie Tote produziert. Auch wird keiner behaupten, sie seien der Gesundheit zuträglich. Es weiß einfach keiner. Aber Studien und Abhandlungen und Experimente gibt es massenhaft. Die einen sagen dieses aus, andere jenes.
Daraus einen zwingenden Sachverhalt herzuleiten, spricht nicht für seriöse Wissenschaft. Diese basiert nämlich auf Reproduzierbarkeit.
Da zitiere ich doch gerne nochmal einen Text aus dem Archiv. Daß ich ihn selbst geschrieben habe, ist nicht wichtig. Eher die Tatsache, daß seitdem keine relevanten Daten dazugekommen sind.
_"Nieder- und hochfrequenten Feldern konnte bislang nicht eine einzige Erkrankung zugeschrieben werden, also auch nicht den Handys. Beschwerden dürften in das Fachgebiet der Psychologie gehören, jedenfalls ist es eine schlüssige Erklärung.
Unter elektromagnetischen Gesichtspunkten ist das mobile Telefonieren keine Frage der Gesprächsdauer; die Strahlendosis wird nicht akkumuliert. Es gilt also nicht: „Je länger ich telefoniere, desto höher ist die gesammelte Strahlendosis.“ Im Gegensatz zu Körpergiften wie Blei oder zu Belastungen wie Radioaktivität können sich elektromagnetische Felder im Körper nicht anreichern.
Menschliches Gewebe absorbiert von Handys abgegebene Strahlung und erwärmt sich dabei. Die spezifische Absorptionsrate (SAR) kennzeichnet die tatsächlich vom gewebe absorbierte Leistung. Der SAR-wert ist gerätespezifisch; Das heißt, verschiedene Geräte haben verschiedene SAR-Werte. Zur SAR-Bestimmung wird die Feldstärke an der Nachbildung eines menschliches Kopfes gemessen. Die Werte müssen unterhalb der international festgelegten Grenzwerte liegen: Wenn ein Handy im Dauerbetrieb mit maximaler Leistung sendet, darf sich die Temperatur des Gewebes höchstens um ein zehntel Grad Celsius erhöhen. Nach heutigem Erkenntnisstand ist selbst eine Temperaturänderung von einem Grad Celsius auf der sicheren Seite; so die Auffassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Die Leistung regeln die Geräte in Abhängigkeit von der Güte des Empfangs. Sie laufen also nicht permanent unter voller Last. Bei gutem Empfang sind es etwa 40-50 Prozent der Maximalleistung.
Damit gelten Handys insgesamt als unbedenklich. Die Bemühungen um immer niedrigere SAR-Werte kommen damit vor allem den Stand-by-Zeiten zugute.
Es gibt bestimmt tausende wissenschaftlicher Studien. Die einen beantworten die Frage nach der Gesundheitsschädlichkeit mit „ja“, die anderen mit „nein“. Es ist eine Frage der Interpretation, was man finden will. Epidemiologische Studien, die nach Zusammenhängen zwischen dem Auftreten von Krankheitsbildern und elektromagnetischen Studien suchen, halte ich für statistische Korrelationen. Es wurde noch kein ursächlicher Zusammenhang zwischen Erkrankung und bestimmtem Verhalten festgestellt; auch experimentelle Studien erbrachten keinen Nachweis.
Eine wissenschaftliche Untersuchung ist immer eine Hypothese. Sie besagt, daß unter besimmten Bedingungen dieses oder jenes Ergebnis erzielt wurde. Ein naturwissenschaftliches Grundprinzip ist Reproduzierbarkeit. Die Bestätigung eines Ergebnisses trägt zur Wahrscheinlichkeit bei. Das Ergebnis einer einzelnen Studie kann stimmen oder auch nicht. Die Wahrscheinlichkeit dürfte allerdings sehr klein sein. Man darf in der Wissenschaft nicht hingehen und sagen: „Es gibt eine einzelne Aussage, und dementsprechend ist es so richtig.“ Es könnte auch mit einer gewissen wWahrscheinlichkeit anders sein.
Es macht keinen Sinn, zum x-ten Mal eine EEG-Studie über Gehirnströme zu machen. Vielmehr muß man einige Etagen tiefer gehen, in den bereich Unterhalb der Körperzellen. Noch niemand weiß, was hochfrequenter Elektromagnetismus auf dieser Ebene bewirkt; das Gebiet der Absorption vom Gewebe ist praktisch unerforscht, die Funktion der elektromolekularen Kopplung ebenfalls.
Die Diskussionen werden vorerst wohl kein Ende nehmen. Es ist - und bleibt - eine Vertrauensfrage, die jeder für sich selbst beantworten muß."_
Gruß!
Tino