[Mod]Medienfirmen sind meist falsch versichert!

Über Jahre hinweg habe ich mich beruflich mit dem Versicherungsschutz für Medienfirmen (Fernsehen, Rundfunk, Übertragung, Be- und Verarbeitung usw.) beschäftigt. Und war entsetzt, über den vollkommen falschen Versicherungsschutz, den selbst sehr große Unternehmen in dieser Branche hatten.

In fast jedem Fall mußte ich feststellen, daß der genommene Versicherungsschutz zu teuer war. Weil er einfach falsch war. In solchem Fall ist jede aufgewendete Mark zu viel.

Zwei Dinge führ(t)en dazu:

  1. Der betreuende „Mensch“ der Versicherungswirtschaft (= Versicherer oder Makler/Vermittler) hat sich nicht ausreichend mit dem Medienunternehmen auseinandergesetzt. Weil die Probleme nicht erkannt wurden, konnten sie auch nicht optimal gelöst werden. Verantwortlich dafür sind i. d. R. Unwissenheit, manchmal aber auch Faulheit (= „Abarbeiten“ eines vorgegebenen Standards) oder Gleichgültigkeit.

Die Problematik des Versicherungsschutzes für Medienfirmen liegt in deren unwahrscheinlich individueller Vielfalt. Praktisch jede dieser Firmen hat ihre eigenen Spezialitäten und damit auch eine absolut spezielle Risikostruktur. Dies zu erkennen bedarf einer großen Fachkenntnis und nachfolgender sorgfältigster Risikoanalyse. Nur dann kann der „richtige“ Rat erteilt werden.
Wobei auch der „richtige“ Rat nur einen Kompromiß darstellen kann.

  1. Das Medienunternehmen unterschätzt(e) die Wichtigkeit der „Risikoabwälzung“ als wichtiger Bestandteil der Finanzierung. Meist liegt es nicht nur an Unkenntnis, sondern der in dieser Branche typischen Zugewandtheit zur praktischen Arbeit: alles was mit Verwaltung oder Finanzierung zu tun hat, wird nur als Ballast angesehen und erfährt darum nicht die erforderliche Aufmerksamkeit.

Wieviele Unternehmen statt Konkurs zu gehen, hätten erfolgreich sein können, wenn sie sich mit den „richtigen“ Problemen rechtzeitig (auch) beschäftigt hätten, kann natürlich nur spekulatív beantwortet werden.

Natürlich muß auch die richtig gewählte Risikoabsicherung (= Risikoabwälzung) den Geldgebern deutlich „vor Augen“ geführt werden. Weil damit auch deren Kapital sicherer angelegt ist. Damit können auch die Kapitalkosten u. U. gesenkt werden. Oder eine Finanzierung erst möglich sein.

Nicht für oder gegen alles muß Versicherungsschutz genommen werden. Häufig sind für viele Probleme Lösungen mit den Geschäftspartnern (Lieferanten, Dienstleistern, Kunden) möglich. Vielfach sogar kostengünstiger.

Eine weitere Problematik wird häufig ebenfalls unterschätzt: Es gibt praktisch keine „allgemeingültigen“ Bedingungen, Klauseln und Vereinbarungen mehr. Jeder Versicherer kann heute für jeden Kunden bzw. Kundenkreis ein eigenes Bedingungswerk schaffen. Weil diese Bedingungen in weiten Bereichen nicht mehr der Genehmigung durch eine Aufsichtsbehörde bedürfen. Dadurch sind auch sehr häufig die Angebote der verschiedenen Versicherer nicht mehr unmittelbar miteinander vergleichbar. Zumindest nicht ohne einen sehr hohen Grad an Fachwissen.-

Norbert Blazytko

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MOD-Stellungnahme:

Nach Beratung habe ich diesen Artikel gekürzt, da er gegen die AGB von www verstoßen hat. Selbst wenn nur eine ehrenamtliche Tätigkeit angeboten wurde, so ist dennoch fragwürdig, ob diese letztendlich auch eingehalten wird. Diese Entscheidung beruht nicht auf mir alleine…

Marco

Sie hörten soeben eine Werbesendung der Firma ??? (na wie heißt sie nun?)
Was ist denn jetzt die Frage dabei?
Andreas

hallo, Blazytko,
Du bist noch neu hier… also, dies ist keine offizielle Seite für Werbung.
Hier fragen Unwissende (entschuldigt bitte das Wort) die Wissenden um Rat. Der Rat sollte nicht so aussehen: „meine Firma kann Ihnen hier helfen. Schreiben…“ Hier wird für jeden ersichtlich Rat gegeben, möglichst neutral. So dass der Ratsuchende sich an den Makler um die Ecke wenden kann. Wenn der Ratsuchende sich direkt an Dich wendet, brauchst Du natürlich nicht abzulehnen.
Doch Werbung, siehe oben!
Ich weiß, der Grad zwischen Werbung und erklärende Hilfe ist schmal… aber fast immer einhaltbar.
Grüße
Raimund

MOD-Stellungnahme:

Nach Beratung habe ich diesen Artikel gekürzt, da er gegen die
AGB von www verstoßen hat. :Marco

Schade schade schade , ich habe mir den Text nämlich grade kopiert und werde ihn gleich Montag meinem Chef vorlegen. Da brauchen wir ja nur jeweils die Branche ersetzen und schon haben wir nette neue Rundbriefe für unsere Kunden.
Nun fehlt mir aber der passende Schluß! Dumm gelaufen!

amüsierte Grüße
Heike