Hallo!
Unser Keller ist quasi das Erdgeschoss unseres Hauses, ist also nicht ins Erdreich gebaut. Kürzlich haben wir die Decken und Teile der Innenwände des ältesten Kelleraums (ca. 1890er Jahre) in Eigenarbeit mit OSB- und Styrodurplatten gedämmt; die Ritzen wurden mit einem Bauschaum ausgesprüht. Auch ein neues Kellerfenster wurde eingebaut. Und jetzt riecht es in diesem Raum ganz modrig (nach Keller halt). Ich habe auch den Eindruck, dass die OSB-Platten oberflächlich leicht feucht sind. - War es falsch, die Decke zu dämmen?
Kann Feuchtigkeit in den darüber liegenden Wohnraum dringen? Geruch ist dort nicht zu bemerken.
In einem weiteren Raum (ehemaliger Stall, jetzt Heizungsraum) bildet sich Salz/Salpeter? Dieser Raum ist aber nicht gedämmt, nur einfach verputzt.
Lässt sich das beheben? Wie?
Das Mauerwerk des EG ist außen nicht gedämmt, nur verputzt.
Der Modergeruch kommt wahrscheinlich von Holz - vielleicht auch den feuchten OSB-Platten. Man sollte ich solch feuchten Räumen versuchen auf organische Baustoffe zu verzichten. Salzausblühungen bei feuchten Mauern sind die Regel.
Die Lösung ist entweder das komplette Trockenlegen des geschosses oder ein aufbringen eines Sanierputzes nach erfolgter Salzanalyse. Dieser Putz hält dann ca. 10 jahre und ist dann verschlissen und muss erneuert werden.
Die Dämmung der Geschossdecke ist OK, sollte aber nicht mit Holz erfolgen, also entweder Faserzement als bekleidung oder nur Styrodur.
Guten Abend!
Unser Keller ist quasi das Erdgeschoss unseres Hauses, ist
also nicht ins Erdreich gebaut. Kürzlich haben wir die Decken
und Teile der Innenwände des ältesten Kelleraums (ca. 1890er
Jahre) in Eigenarbeit mit OSB- und Styrodurplatten gedämmt;
die Ritzen wurden mit einem Bauschaum ausgesprüht. Auch ein
neues Kellerfenster wurde eingebaut. Und jetzt riecht es in
diesem Raum ganz modrig (nach Keller halt). Ich habe auch den
Eindruck, dass die OSB-Platten oberflächlich leicht feucht
sind. - War es falsch, die Decke zu dämmen?
Herzlichen Glückwünsch zur erfolgreichen Gründung einer Schimmelpilzzucht! Dieser Geniestreich gelang mit Innendämmung und ungeeignetem Material.
Was auf die raumseitigen Flächen der Innenwände montiert wurde, muss wieder 'raus. Zur Demontage gibt es keine Alternative.
Wenn du dein Haus dämmen möchtest, muss erste Wahl immer eine Außendämmung sein. Ist eine Außendämmung etwa aus Gründen des Denkmalschutzes nicht möglich - aber nur dann - kann man an eine Innendämmung denken. Eine Innendämmung hat aber einige Nachteile:
- Sie reduziert das Raumvolumen, bzw. die Nutzfläche
- sie ist vergleichsweise kostspielig
- es gibt Problembereiche bei Wand- und Deckenanschlüssen
- sie ist mit irgend vertretbarem Aufwand nicht ansatzweise so wirksam wie eine Außendämmung. Will man den gleichen Effekt wie bei einer guten Außendämmung erzielen, läuft eine Innendämmung auf „Haus im Haus“ hinaus, d. h. das Haus wird innerhalb der alten Außenmauern noch einmal gebaut - natürlich etwas kleiner.
Ist man „mit ein bisschen schwanger“ zufrieden, also ein bisschen Dämmung, nimmt Schwachstellen bei Wand- und Deckenanschlüssen sowie ziemlich stolze Preise in Kauf, sind für Innendämmung Kalziumsilikatplatten http://www.daemmen-und-sanieren.de/daemmung/daemmsto… geeignet.
Erste Tat muss sein, die OSB-Platten wieder zu demontieren und zu entsorgen. Nächste Tat sollte aber nicht der Gang zum Baumarkt sein, sondern ein Griff zu den Gelben Seiten, um einen Architekten oder besser noch Statiker zu beauftragen, sich das Haus anzusehen und ein Konzept für die Dämmung des Hauses zu erstellen. Ohne solche sachkundige Planung ist davon auszugehen, dass teure und die Dämmwirkung beeinträchtigende Fehler fabriziert werden.
Gruß
Wolfgang
Hallo Perseus,
auch wenn Du es nicht hören möchtest, aber Wolfgang hat Dir die richtige Antwort gegeben, der ich (leider) nichts hinzuzufügen habe.
Gandalf
Dann wäre die Dämmung OK, wenn die OSB-Platten demontiert werden?
Nochmals genaue Beschreibung der Dämmung:
das Gewölbe wurde mit Steinwolle ausgekleidet, dann Syrodur, dann OSB-Platte.
Danke für Ihre Ihre Antwort.
Wäre die Dämmung OK, wenn die OSB-Platten demontiert werden?
Nochmals genaue Beschreibung der Dämmung:
das Gewölbe wurde mit Steinwolle ausgekleidet, dann Syrodur, dann OSB-Platte.
Hall Perseu999!
Deiner Beschreibung nach, handelt es sich aufsteigende Feuchtig. Ist nur eine Ferndiagnose laut deiner Aissage. Am besten Du holst dir einen Fachmann, welcher Dir nach Begutachtung Deines Objektes ein klare Auskunft geben kann.
Sollte Dein Objekt von aufsteigender Feuchtigkeit betroffen sein kann Dir geholfen werden. Es gibt ein System, welches Aussenwände, Zwischenwände und Böden abtrocknet. Bezahlt wird erst bei Funktionsnachweis.
mfg
erfinder und gründer