Hi, wer kann mir mal folgendes kurz erklären:
Bei elektrischen Geräten stellt man die verschiedensten Werte mittels eines Drehknopfes ein (z.B. Lautstärke am Radio, Temperatur am Heizkessel). Früher war das Prinzip durchschaubar: Der Drehknopf betätigte ein Potentiometer, dessen veränderbare Spannung die Stellgröße beeinflußte.
Bei modernen Geräten ist das anders. Hier kann man das mit dem Drehknopf verbundene Gerät unendlich nach links wie nach rechts drehen (beim Poti gabs beiderseits einen Anschlag). Mich würde interessieren, welches Gerät jetzt mit dem Drehknopf verbunden ist und wie im Prinzip die Einstellung jetzt erfolgt. Es muß kein langer Vortrag werden, das Aufzeigen des Prinzips genügt bzw. der Hinweis auf einigermaßen zugängliche Fachliteratur (Quelle und Textstelle).
Hintergrund meiner Frage: Eben diese Einstellung ist bei meinem Steuergerät der HiFi Stereoanlage defekt, trotz Rechtsdrehens am Knopf wird der Ton immer leiser statt lauter. Eine Werkstatt veranschlagte eine Reparatur mit etwa 100,-- €. Das ist schwer einzusehen, ein Poti aus- und wieder einzulöten war früher mal mit 20,-- DM zu haben. Was macht also den Spaß so teuer?
Und gleich noch eins drauf: Beim Verbinden dieser Anlage mit dem Netz (also Übergang zu Stand-by) erscheint auf dem Display eine Folge bunter Bildchen, die offenbar Käufer anlocken soll wenn das Gerät im Schaufenster steht. Für den Hausgebrauch nervt diese Vorstellung eher. Man kann sie zwar manuell wegdrücken, beim nächsten Schaltvorgang aber ist sie wieder da. Die gleiche Werkstatt wie oben erklärte, dieses „Mäusekino“ lasse sich nicht oder nur mit erheblichen Aufwand für immer abschalten. Auch das will ich nicht so recht glauben.
Hat jemand andere Erfahrungen?
Schon mal Dank und freundliche Grüße Horst
Hi, wer kann mir mal folgendes kurz erklären:
Bei elektrischen Geräten stellt man die verschiedensten Werte
mittels eines Drehknopfes ein (z.B. Lautstärke am Radio,
Temperatur am Heizkessel). Früher war das Prinzip
durchschaubar: Der Drehknopf betätigte ein Potentiometer,
dessen veränderbare Spannung die Stellgröße beeinflußte.
Bei modernen Geräten ist das anders. Hier kann man das mit dem
Drehknopf verbundene Gerät unendlich nach links wie nach
rechts drehen (beim Poti gabs beiderseits einen Anschlag).
Mich würde interessieren, welches Gerät jetzt mit dem
Drehknopf verbunden ist und wie im Prinzip die Einstellung
jetzt erfolgt.
Moin,
das ist nix anderes als ein Impulsgeber. Die Impulse, die du durch das Drehen erzeugst, werden in einem Mikrorechner gezählt, ausgewertet und die entsprechende Reaktion auslöst.
Es muß kein langer Vortrag werden, das
Aufzeigen des Prinzips genügt bzw. der Hinweis auf
einigermaßen zugängliche Fachliteratur (Quelle und
Textstelle).
Hintergrund meiner Frage: Eben diese Einstellung ist bei
meinem Steuergerät der HiFi Stereoanlage defekt, trotz
Rechtsdrehens am Knopf wird der Ton immer leiser statt lauter.
Eine Werkstatt veranschlagte eine Reparatur mit etwa 100,-- €.
Das ist schwer einzusehen, ein Poti aus- und wieder einzulöten
war früher mal mit 20,-- DM zu haben. Was macht also den Spaß
so teuer?
Deinen Schilderungen entnehme ich, dass du so ´ne Plaste-1000-Megawatt - Kinderhifianlage (Aiwa oder Philips 299 EUR o. sowas) hast.
Für diese Geräte sind die ET´s sehr teuer. Zweitens sind 100,00 EUR noch viel zu billig für das Gepopel, die Anlage auseinanderzunehmen, um an die Frontplatine zu gelangen, diese auszubauen den Regler zu erneuern und wieder zusammenzubauen.
Und gleich noch eins drauf: Beim Verbinden dieser Anlage mit
dem Netz (also Übergang zu Stand-by) erscheint auf dem Display
eine Folge bunter Bildchen, die offenbar Käufer anlocken soll
wenn das Gerät im Schaufenster steht. Für den Hausgebrauch
nervt diese Vorstellung eher. Man kann sie zwar manuell
wegdrücken, beim nächsten Schaltvorgang aber ist sie wieder
da. Die gleiche Werkstatt wie oben erklärte, dieses
„Mäusekino“ lasse sich nicht oder nur mit erheblichen Aufwand
für immer abschalten. Auch das will ich nicht so recht
glauben.
Das ist aber so.
Du kannst natürlich auch einen vereidigten Sachverständigen (nennt die zust. Kammer) einschalten, der den Reparaturpreis und die Aussagen auf Plausibilität überprüft.
Potiwechsel für 20 Mark ( 10,23 EUR ) halte ich für wesentlich unwahrscheinlich.
Hat jemand andere Erfahrungen?
Schon mal Dank und freundliche Grüße Horst
Salü
HM
Hallo Horst!
Hier kann man das mit dem Drehknopf verbundene Gerät unendlich nach links wie nach rechts drehen (beim
oti gabs beiderseits einen Anschlag). Mich würde interessieren, welches Gerät jetzt mit dem Drehknopf :verbunden ist und wie im Prinzip die Einstellung jetzt erfolgt.
Durch Drehen des Knopfes werden Impulse erzeugt, die Impulse werden gezählt und gespeichert und jedem Zählergebnis ist eine bestimmte Lautstärke zugeordnet. Dafür wird wie beim früheren, mechanisch betätigten Poti letztlich ebenfalls ein Widerstandsverhältnis verändert, aber es gibt keine Widerstandsbahn mit Schleifer mehr. Statt dessen dienen Halbleiterbauelemente als elektrisch veränderbare Widerstände. Die zur Verstellung z. B. der Lautstärke verwendeten Bauelemente sind im Radio nicht mehr als solche zu erkennen, sondern Bestandteil irgendeines Chips, in dem ganze Funktionsgruppen des Radios untergebracht sind.
Das ist schwer einzusehen, ein Poti aus- und wieder einzulöten war früher mal mit 20,-- DM zu haben.
Ja, solche Zeiten gab es. Aber die sind nun doch schon eine Weile her. Das Poti für ein Stereoradio besaß 2 x 3 Anschlüsse und war als Tandempoti mit logarithmischem Widerstandsverlauf aufgebaut. Auf Lager hatte sowas keine Werkstatt. Das alte Teil mußte ausgebaut und eine Ersatzteilbestellung geschrieben werden. Es ging nur mit der gelben Post, denn Fax und Mail waren noch nicht erfunden. Mit Glück traf nach ein paar Tagen das neue Poti in der Werkstatt ein, wurde eingeschraubt, angeschlossen, das Gerät ausprobiert, wieder zusammengesetzt, die Rechnung geschrieben. Insgesamt kamen reichlich 2 Arbeitsstunden zusammen und Material war gemessen an heutigen Verhältnissen sündhaft teuer. Rechnen wir also zurück: Ein Tandempoti für unter 10 DM gabs im Fachhandel noch nie. Bleiben 10 DM für die Arbeit. Bei 2 Stunden also 5 DM pro Stunde. Ich kenne die Preise seit 1966, als ich nämlich eine Lehre als Radio-und Fernsehtechniker begann. Eine Werkstattstunde für 5 DM gabs 1966 schon lange nicht mehr, muß also früher gewesen sein, vielleicht Mitte der 50er Jahre oder kurz nach der Währungsreform? 
Die gleiche Werkstatt wie oben erklärte, dieses „Mäusekino“ lasse sich nicht oder nur mit erheblichen Aufwand :für immer abschalten. Auch das will ich nicht so recht glauben.
Beim Einschalten des Radios sorgt eine Software für das Abarbeiten einer festgelegten Routine. So werden Speicherinhalte abgerufen, die z. B. den zuletzt eingestellten Sender bis zur zuletzt gewählten Lautstärke alle möglichen Betriebszustände wieder herstellen. In dieser festgelegten Routine ist eben auch der Abruf des Mäusekinos enthalten. Das steuernde Programm ist vermutlich so gespeichert, daß weder Kunde noch Händler daran manipulieren können.
Gruß
Wolfgang
eine
Lehre als Radio-und Fernsehtechniker begann. Eine
Werkstattstunde für 5 DM gabs 1966 schon lange nicht mehr, muß
also früher gewesen sein, vielleicht Mitte der 50er Jahre oder
kurz nach der Währungsreform?
Wahrscheinlich, als der Standort Gleiwitz noch in Deutsch sendete.
Hm,
habe bei meinen grossen Uher 23 Euro für Potti austauschen bezahlt.
Inkl. den Potis.
Das ist da in 5-10 Minuten passiert. Heute das einzigste Problem die Postis zu bekommen.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Horst,
Bei modernen Geräten ist das anders. Hier kann man das mit dem
Drehknopf verbundene Gerät unendlich nach links wie nach
rechts drehen (beim Poti gabs beiderseits einen Anschlag).
Mich würde interessieren, welches Gerät jetzt mit dem
Drehknopf verbunden ist und wie im Prinzip die Einstellung
jetzt erfolgt.
Das Ding hat zwei Impulsausgänge. Die Impulse sind um 90° phasenverschoben, wodurch die Drehrichtung erkannt wird. Bei deinem scheint der eine Ausgang defekt zu sein.
http://www.elma.com//Admin/ProductionFiles/ProductTy…
Unten auf der letzten Seite siehst du das mit den Impulsen.
Billige Geber benutzen mechanische Kontakte, welche verschleissein. Teurere Ausführungen tasten eine Schlitzscheibe optisch oder magnetisch ab. Bei diesen geht meist die Rasterung als erstes defekt.
Der Rest des Aufbaus wurde ja schon erklärt.
Eine Werkstatt veranschlagte eine Reparatur mit etwa 100,-- €.
Das ist schwer einzusehen, ein Poti aus- und wieder einzulöten
war früher mal mit 20,-- DM zu haben. Was macht also den Spaß
so teuer?
Hast du mal ein Röhrenradio zerlegt ??
6 Schrauben für die Rückwand rausschrauben, vorne die Knöpfe entfernen und unten noch 4 Schrauben lösen und man konnte das ganze Chassis rausziehen. Dadurch war auch schon der Weg frei um das Poti zu ersetzen. Die Potibefestigungen waren recht einheitlich und es gab viel Luft umd das Poti herum, sodass ein etwas grösseres, kleineres oder längeres auch problemlos eingebaut werden konnte. Verbunden war das Poti mit Drähten mit der restlichen Schaltung, da spielte es auch keine Rollewen die Anschlüsse am Poti andere Abstände hatten.
Heutige Geräte sind für den Zusammenbau optimiert, ans zerlegen denkt bei der Konstruktion keiner. Desweiteren sind die Bauteile direkt auf die Leiterplatten montiert und es giebt heute unzählige Ausführungen der Bauteile. Wenn die Anschlüsse schon 1mm anders sind, kann man das Bauteil nicht auf der Leiterplatte montieren. Man ist also gezwungen ein Originalteil beim Hersteller zu ordern. Mit Porto, Verpackung, Mindermengenzuschlag usw. zahlst du für ein einzelnes Bauteil alleine schon 20€ bis es bei dir ist.
Und gleich noch eins drauf: Beim Verbinden dieser Anlage mit
dem Netz (also Übergang zu Stand-by) erscheint auf dem Display
eine Folge bunter Bildchen, die offenbar Käufer anlocken soll
wenn das Gerät im Schaufenster steht. Für den Hausgebrauch
nervt diese Vorstellung eher. Man kann sie zwar manuell
wegdrücken, beim nächsten Schaltvorgang aber ist sie wieder
da. Die gleiche Werkstatt wie oben erklärte, dieses
„Mäusekino“ lasse sich nicht oder nur mit erheblichen Aufwand
für immer abschalten. Auch das will ich nicht so recht
glauben.
Wie schon beschrieben wurde, befindet sich da ein kleiner Computer drin, der das Kino abspielt und der ist halt so programmiert. Für den Gerätehersteller ist es am günstigsten Maskenprogrammierte Chips zu verwenden, welche nicht umprogrammiert werden können. Möglicherweise hat der Hersteller das Programm einmal verändert. Dann müsste man einne 100 Beinigen Chip, mit einem Beinchenabstand von grob 0.5mm auslöten und mit einem neueren ersetzen … schon mal versucht ???
MfG Peter(TOO)
So hatte ich mirs vorgestellt
Hi! Bin erfreut über die ausführliche und lehrreiche Diskussion, die meine Frage ausgelöst hat. Möchte allen danken,die geholfen haben, meinen Horizont auf diesem Gebiet etwas zu erweitern. Kann nun leider nicht jedem ein Sternchen geben, daher möchte ich hiermit noch einmal allen danken. Horst
habe bei meinen grossen Uher 23 Euro für Potti austauschen
bezahlt.
Inkl. den Potis.
Das ist da in 5-10 Minuten passiert. Heute das einzigste
Problem die Postis zu bekommen.
Ja,…aber … 23 EUR sind ungefähr 45 Mark, und nicht 20 
Und in 5-10 Minuten ist bei Bunte-Lichter-Flacker-Supersourround-Kunststoff-Hifi noch nicht einmal der Deckel runter.
Salü
oti gabs beiderseits einen Anschlag). Mich würde interessieren, welches Gerät jetzt mit dem Drehknopf :verbunden ist und wie im Prinzip die Einstellung jetzt erfolgt.