Module kaputt gemacht

Hallo !

Ich (L-Anfaenger) habe mir auf Euren vielfachen Rat die SuSE 6.3 Distribution gekauft und installiert. Das hat auch ganz gut geklappt, bis auf das Yast2 nicht richtig geht (hab dann yast genommen).
Dann war ich der Meinung mir einen neuen Kernel compilieren zu muessen. Ich habe make xconfig aufgerufen und alle gewuenschten Einstellungen vorgenommen. Bevor ich den neuen Kernel erstellt habe, habe ich mir ein Backup vom alten Kernel gemacht.
Dann ist mir ein folgenschwerer Fehler unterlaufen. Ich habe make modules ausgefuehrt ohne !!! vorher alle vorhandenen Module zu sichern. Der neue Kernel meldete Fehler bei ISDN und Soundkarte. Hab den alten Kernel wieder eingesetzt -> jetzt krieg ich Fehler von HiSax.o und irgendeinem Soundmodul. Bin nun der Meinung, dass ich die durch make modules kaputtgespielt haben.
Gibt es eine Möglichkeit die beiden Orig. Module wieder einzuspielen, ohne (wie bei Windows) gleich das ganze System neu zu installieren ???

Dann noch eine Frage:
Habe einen Scanner UMAX 1220S. Der mitgelieferte SCSI Controller (wahrscheinlich Spezialanfertigung) ist nicht bei xconfig aufgefuehrt. Was mach ich da ???

Vielen Dank im voraus !

Andreas

Ich habe make modules
ausgefuehrt ohne !!! vorher alle
vorhandenen Module zu sichern.

Alles halb so schlimm. Hast Du auch „make modules config“ gemacht? Erst dann werden die compilierten Module auch installiert.

Dann noch eine Frage:
Habe einen Scanner UMAX 1220S. Der
mitgelieferte SCSI Controller
(wahrscheinlich Spezialanfertigung) ist
nicht bei xconfig aufgefuehrt. Was mach
ich da ???

Auf die Karte gucken. Chipsatz erkennen, Daten aufschreiben. Dann schaust Du, ob er von Linux unterstuetzt wird. Wenn ja, entsprechenden Treiber einbinden. Wenn nein: billigen aber unterstuetzten SCSI Adapter kaufen (Adaptec 2904CD laeuft bei mir ganz prima mit CD-Writer und Scanner).

Gruss

Jens

Hallo !

Dann scheinen es wohl nicht die Module zu sein, weil ich tatsaechlich nicht make modules config aufgerufen habe. Aber warum kriege ich jetzt diese komischen Meldungen.
Ist vielleicht doch ein kaputter Kernel schuld. Ich habe nach dem compilieren make bzlilo aufgerufen. Angeblich wird dann eine Sicherungskopie des Kernels erstellt. Als die Fehlermeldungen kamen habe ich die Datei /boot/vmlinuz wegkopiert und die Datei vmlinuz.old nach vmlinuz umbenannt. Dann habe ich lilo aufgerufen. Beim naechsten Start waren immer noch Fehlermeldungen von Soundkarte und HiSax da. Vielleicht ist vmlinuz.old irgendwie doch nicht mehr der Originalkernel (vielleicht zweimal ueberschrieben oder so). Dann sollte ich sicher mal den Originalkernel wieder einsetzen. Wo kriege ich den her ???
Wie gesagt Neuinstallation waere kein Problem, aber mit dieser Windows- Unsitte wollte ich eigentlich ein fuer alle mal aufhoeren.

Gruss

Andreas

… immer locker bleiben :smile:

Hallo !

Hallo auch!

Dann scheinen es wohl nicht die Module zu
sein, weil ich tatsaechlich nicht make
modules config aufgerufen habe.

Hast Du das denn jetzt mal nachgeholt? Das ist sehr wichtig, wenn man die Module verwenden will …

[…]

Wie gesagt Neuinstallation waere kein
Problem, aber mit dieser Windows- Unsitte
wollte ich eigentlich ein fuer alle mal
aufhoeren.

Ganz recht. Darum werden wir uns das Problem noch mal ganz in Ruhe anschauen. Ich schlage vor, Du gehst noch einmal die Konfigurationsdatei mit „make menuconfig“ oder „make xconfig“ sehr genau durch. Insbesondere die Fehlermeldungs-Kandidaten (ISDN und was war es noch?) solltest Du Dir noche einmal genau ansehen. Hast Du alle notwendigen Module und Optionen angegeben?

Dann die Konfiguration speichern und folgende Befehle ausfuehren:

make dep
make clean
make bzImage
make modules
make modules config
make bzlilo

Danach sollte eigentlich Dein neuer Kernel gebootet werden und funktionieren. Eventuell kannst Du vorher noch von Hand in Deiner „/etc/lilo.conf“ eine weitere boot-option einfuegen (alt oder so) und dort entsprechend Deinen Originalkernel, den Du ja irgendwo als vmlinuz.alt abgelegt hast, einbinden. So hast Du im Falle eines Totalausfalls des neuen Kernel stets die Moeglichkeit, den alten zu booten und neu zu konfigurieren. Bei einem erneuten compilieren kannst Du Dir dann das „make clean“ sparen. Sonst dauert es jedesmal ewig, bis die Kompilation durch ist.

So … das ganze kannst Du uebrigens auch sehr schoen im Kernel-Howto unter /usr/doc/howto nachlesen. Ein sehr gut geschriebenes Howto, reingucken lohnt sich also.

Gruss

Jens

OK !

Werde ich dann mal machen. Wahrscheinlich erst einmal HOWTO lesen.
Mir ist nur eins noch nicht richtig klar geworden:
Welchen Einfluss haben die ISDN- Einstellungen von YAST auf den Kernel oder die Module. Ist es nicht doppelt gemoppelt, wenn ich ISDN in YAST konfiguriere und dann die selben Einstellungen nochmal beim Kernelcompilieren angebe. Mir kommt der Verdacht das der Kernel ISDN behandelt, und spaeter wenn das Modul HISAX.o dynamisch geladen wird eine Kollision passiert. In der Fehlermeldung steht so was wie Device busy.
Wenn ich wieder zu Hause bin, probier ich das ganze nochmal von vorn. Kann sein ich verwechsel da irgenwas, aber ich kenne die Zusammenhaenge zwischen Kernel, Modulen und Yast noch nicht so richtig.

Bis dann !

Andreas

modules config = modules_install
Hallo Leute,

mein Fehler. Anstatt „make modules config“ muss natuerlich „make modules_install“ aufgerufen werden. Macht ja sonst keinen Sinn :smile:

Gruss

Jens