Möchte mir Hühner anschaffen, brauche Hilfe!

Ich möchte mir nun endlich den Traum erfüllen und mir Hühner anschaffen. Ich habe also einen Stall, der ist ca. 25qm groß, davor befindet sich noch ein Aussengehege. Nun meine Fragen:

  • Wie muss der Stall „eingerichtet werden“?
  • Z.Zt. innen und aussen Sandboden, soll dieser bleiben?
  • Innen mit Stroh einstreuen?
  • Nur Körnerfutter?
  • Welche Hühnersorte könnt ihr mir empfehlen?
  • Wo kaufe ich die Hühner am besten? (Hätte sie gern so jung wie möglich)

Vielen Dank schon mal für Eure evtl. Antworten, Gruss Tanja

Nur ein kurzer Rat:
Schau Dir erst mal die gesstzlichen Vorschriften zur Hühnerhaltung an!
Sind ganz schön happig!

gruß, Nemo

Ich möchte mir nun endlich den Traum erfüllen und mir Hühner
anschaffen. Ich habe also einen Stall, der ist ca. 25qm groß,
davor befindet sich noch ein Aussengehege. Nun meine Fragen:

Hallo Tanja,

-ist der Stall gemauert, aus Holz, oder…??
-ist er absolut in Ordnung? Soll heißen: kein Schimmel, alles
trocken, Dach dicht, keine Zugluft-Gefahr und trotzdem genügend
Lüftungsmöglichkeit, ausreichend Fensterfläche? Sind die Wände
frisch gekalkt? Ist der Stall alt oder neu? Waren früher schon
einmal Hühner oder andere Tiere drin? Heißt Sandboden, daß der
Stall auf dem nackten Erdboden steht; oder liegt der Sand auf
einem Estrichboden?

  • Wie muss der Stall „eingerichtet werden“?

-Kommt sehr drauf an, welche Hühnerrasse drin wohnen soll,
wieviele es werden und wie der Stall gebaut und ‚geschnitten‘
ist. Und, ob sie nur mit Außengehege zurechtkommen müssen,
oder ganz ins Freie dürfen.

  • Z.Zt. innen und aussen Sandboden, soll dieser bleiben?

Innen nein. Für die Hühner selbst (Hygiene und Sicherheit)
und für Dich (Arbeitsaufwand) ist es optimal, wenn ein
Estrichboden vorhanden ist. Darauf kommt z.B. ca. 5 cm
Sägespäne und im Winter ein paar cm mehr. Zusätzlich im
Winter auch noch mal eine sehr dicke Lage Stoh. (So 20 cm).
In Ställe ohne Estrich brechen früher oder später die Ratten
ein. Mit Sicherheit!! Oder ein Marder, oder sogar Fuchs.
Ich habe sogar unter dem Estrich noch ne Lage Styropor. Ist
wichtig für’n Winter. Kalte Füße: ganz schlecht. Außerdem,
und nun kommt das Wichtigste noch zum Schluß: ein Hühnerstall
muß immer absolut trocken sein. Sonst kommt es irgendwo zu
Schimmelbildung und im Winter wird es eh schon so kalt, daß
zusätzliche Feuchtigkeit zu Krankheiten führen würde.

  • Innen mit Stroh einstreuen?

Ich bevorzuge Sägespäne, weil ich dann rumliegenden Kot mit
ner Katzenschaufel schnell mal einsammeln kann. Torf soll
das Optimale sein. Aber wer will sich schon mitschuldig machen
am Raubabbau der Moore…und somit am regionalen Artensterben.

  • Nur Körnerfutter?

Kommt wieder drauf an, ob die Mini-Dinos all die Kräuter und
Insekten, die sie für ein gesundes Leben brauchen, selbst
suchen und finden dürfen; oder per Ersatzstoffe verabreicht
bekommen müssen.

  • Welche Hühnersorte könnt ihr mir empfehlen?

Für den Anfang würde ich Dir unbedingt die robusten Bassetten
empfehlen. Es sind keine Zwerghühner; aber auch keine großen.
Sie sind nicht überzüchtet, noch sehr ursprünglich, klug, gute
Futtersucher, legen 1 Ei in 1 1/2 - 2 Tagen. Und sie sind sehr
gute Futterverwerter. (Das ist eine verschönte Beschreibung
für: sie scheißen Dir nicht gar so extrem die ganze Gegend
voll, wie es große Hühner nunmal tun.)
Aber es gibt auch noch andere sehr gut geeignete Rassen, für
Anfängerinnen.

  • Wo kaufe ich die Hühner am besten? (Hätte sie gern so jung
    wie möglich)

Ja, Du solltest, sobald die Rassefrage geklärt ist, (und
natürlich alles andere), einen Halter/Landwirt finden, der dazu
bereit ist, Dir ein paar seiner Hühner zu verkaufen. Den Hahn
solltest Du bei jemand anderem kaufen; aber nur, wenn sie sich
vermehren sollen/dürfen. Dann gibt’s wenigstens für den Anfang
keine Inzucht. Nach Möglichkeit solltest Du dort kaufen, wo
die Tiere richtig Freilauf haben und die Küken von einer Glucke
ausgebrütet wurden. Hühner, die ne echte Mama haben, lernen
alles was ein schönes Hühnerleben ausmacht. Dann sind sie mit
größter Wahrscheinlichkeit auch gesund!

Die Küken schlüpfen im Frühjahr und werden dann ca.6-8 Wochen
ununterbrochen von Mama geführt und betreut. Dann beginnt die
Zeit, wo sie langsam die Faxen dicke hat und schließt sich
wieder dem großen Trupp an. Sie hat ja auch während der
Brutzeit mächtig an Substanz verloren und dadurch einen
riesigen Mangel aufzuarbeiten. (Sonne, Kräuter, Insekten,
Freilauf, Freilauf, Freilauf, Unterhaltung mit den anderen,
rumzicken, etc.) Die herangewachsenen Küken müssen damit
erst einmal klarkommen; was aber schnell passiert. Denn
nun beginnen sie, alles selbständig zu entdecken und
kucken den großen Hühnern zu, wie die das alles
machen. Wenn Du erst einmal eine sichere Glucke hast,
kannst Du Dir für eine neue Rasse oder weil Du ‚frisches
Blut/Gene‘ reinkreuzen willst, die passenden Eier
besorgen und ausbrüten lassen. So sind die Neuen dann
gleich Zuhause. In Deinem Fall, das ist aber nur meine
persönliche Einstellung, ist der optimale Zeitpunkt so im
Dezember. Das Jahr ist rum, die Junghennen ünmittelbar
vor ihrer Reife, der Kreis beginnt sich zu schließen. Im
Januar legen sie oft ihr erstes Ei. Da sollten sie bereits
in ihrem neuen Zuhause sein. Das erste regelmäßige
Eierlegen beginnt erst Wochen später. Aber um Ostern rum
gibt’s dann ne Eierflut.

Das war jetzt erst mal nur der kleine Anfang. Ich möchte
Dir zwei Bücher empfehlen, in denen alles mit Zeichnungen,
Fotos und allem was man wissen muß und sollte, sehr gut
beschrieben ist. Ansonsten beantworte ich Dir gern alle
weiteren Fragen. Dann aber wohl besser per e-mail?

‚Hühnerzucht für jedermann‘ von Theodor Sperl,
ISBN 3-88627-226-5 Buch anschauen

‚Hühner halten‘ von Beate u. Leopold Peitz,
ISBN 3-80015-086-7 Buch anschauen

Dann gibt’s noch im Netz: ‚hühner-info.de

Viele Grüße, Yndigo

Vielen Dank schon mal für Eure evtl. Antworten, Gruss Tanja

GUten Morgen,
von mir auch nur ganz kurz…
an die Stallpflicht denken.
Ich hatte über 10 Jahre Gänse und Hühner , nicht zum schlachten, sondern echte Liebhabertiere ( heut hab ich neue Nachbarn) aber wenn ich dran denke, die einpferchen zu müssen, wegen der Vogelgrippe, das wäre furchtbar für mich…und natürlich die Tiere. Deshalb bin ich zur Zeit froh, das ich keine mehr habe.
Grüße
Margit

Hallo Margit

wär das denn wirklich so schlimm, wenn Du Deine neuen Nachbarn einpferchen müßtest? *g

Nur noch ganz kurz: Geflügelhaltung ist meldepflichtig. Hühner und Wassergeflügel dürfen nicht zusammen gehalten werden. Hühner müssen zweimal im Jahr vom Tierarzt geimpft werden (gegen Newcastle und noch was), dafür braucht man eine Bescheinigung vom Tierarzt. Das kostet! Bei ungewöhnlich hoher Todesrate muß man einen Pathologen hinzuziehen, das kostet noch mehr! Tierseuchenkasse kostet auch!
Dann das ganze Gedöns mit der Vogelgrippe: Die Stallpflicht! Und wenn im Umkreis von 3 km ein Fall von Vogelgrippe auftritt, bist Du Deine Hühner los. Und wer weiß, was die sich noch alles einfallen lassen.

Also, wenn ich die Wahl hätte, ich würde lieber Papageien an Stelle von Hühnern züchten, da muß man zwar eine Prüfung ablegen, um eine Zuchtgenehmigung zu bekommen, aber die hab ich längst. Und danach hat man so ziemlich seine Ruhe. Zumindestens vor Amts- Tierärzten und Behörden.

mfg Nemo

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ich möchte mir ca. 5 Hühner anschaffen, diese sollen nicht zu Zuchtzwecken und auch nicht zum Verzehr gedacht sein. Sie sollen bei mir ein schönes Leben haben und ich möchte mich dann an den Eiern erfreuen. Das mit den Impfkosten ist mir klar, habe Hunde, Katzen, Pferde etc. und diese müssen auch alle geimpft werden, von daher bin ich mit den TA kosten vertraut. Mir ist nur wichtig, daß ich alles so schön wie möglich für die Hühner gestalte, damit sie sich hier auch wohlfühlen. Freue mich über jede Art von weiteren Antworten!

Danke und Grüsse Tanja

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Tanja,

vielleicht liegt ja deinerseits ein Mißverständnis vor…?
Ich habe Dich richtig verstanden und ging auch davon aus, daß
Du Deinen zukünftigen Hühnern ein schönes Leben ermöglichen
möchtest. Aber es ist wirklich ziemlich unerheblich, ob Du
Hühner züchten wollen würdest, oder ‚nur‘ zum Eierlegen halten
möchtest; wie ich.

Man muß bei Hühnern zu Anfang wirklich sehr viel bedenken. Hat
man erst einmal alles zusammen und korrekt eingerichtet, wird
alles fast zum Selbstläufer. Aber die erste Hürde, mit allem
Drum und Dran, will und muß genommen werden! Jedenfalls wenn,
wie Du ja auch schreibst, es die Tiere gut haben sollen bei
Dir und Du den großen Arbeitsaufwandt gen Null schrauben willst,
was zu empfehlen ist.

Die Fülle der NÖTIGEN Kenntnisse, scheinen zu Beginn uferlos.
Scheint aber eben nur so. Über andere ‚Haustiere‘ besteht ein
großes Allgemeinwissen; über Hühner nicht. Bei Hühnern kommt
es auf viele Details an, die einzuhalten sind. Aber wie gesagt,
dann läuft’s. Sehr viele Infos dienen auch dem Menschen, damit
weniger Arbeit anfällt.

Oder ist Dir bereits klar, daß der Wassernapf in einer ganz
bestimmten Weise aufgestellt werden muß, damit die Streu beim
Scharren nicht reinfliegt… und wie und wo macht man das?
Scheint alles kein Problem zu sein. Praktisch ist es das aber!
Dafür gibt’s gute Bücher. Es ist mir wirklich nicht möglich,
Dir ALLES nötige für den Anfang mitzuteilen. Es ist einfach
zu viel. Nur mal zwei Beispiele: die Hühnerstangen sollen je
nach Größe der Hühner, einen bestimmten Durchmesser haben, mit
abgerundeten Kanten. Sonst entstehen unter den Füßen Beulen
und Verkrümmungen. (Dem x-beliebigen Landwirt ist das egal.
Aber schau Dir auf den Höfen mal die Hühner genauer an… und
die Ställe… wenn Du überhaupt reinkommst und Dich der feine,
beißende Gestank in manchen Ställen nicht gleich rückwärts
wieder…) Außerdem leben die bäuerlichen Hühner auch nicht
lang genug, um Krankheiten zu entwickeln. Schedderich sehen
viele trotzdem aus.
Oder weißt Du, daß die empfohlene Buttermilch, die man seinen
Hühnern hin und wieder verabreicht, nur in Plastik- oder
Keramikschüsseln gegeben werden darf? Gern wird dafür der alte,
ausgediente Metalltopf oder Metallschüssel genommen. Ist nur
leider tödlich für die lieben Hühner; zumindest giftig. Kommt
drauf an, wie lange das Gefäß steht.

Es ist wirklich sinnvoll, besser gesagt unverzichtbar, daß Du
Dir wenigstens ein gutes Buch über Hühnerhaltung besorgst.

Was die teuren Impfungen betrifft: melde Dich beim nächsten
Geflügelverein. Du brauchst dort nicht Mitglied zu werden.
Aber Du kannst dort fragen, ob Du nicht mit auf die Impfliste
kommen kannst. Dann bezahlst Du statt der Unsummen für jedes
Mal impfen nur 3 Euronen, für alle Hühner zusammen. Ich mache
das auch so.
Dort triffst Du ja ev. auch jemanden, der Dich mal direkt vor
Ort beraten kann. Würde es gern tun, wenn Du um die Ecke
wohnen würdest.

Zur ‚Aufklärung des Themas‘ würde ich gern schon mal einige
Fragen stellen: wie groß ist der umzäunte Auslauf? Müssen die
Hühner mit dem zurechtkommen; oder können sie auch frei laufen?
Ist wichtig für die Wahl der Rasse. Um Dir weiterhelfen zu
können, wäre es ganz gut, wenn auch Du Fragen beantworten
würdest :wink:)

Grüße, Yndigo, sich in Geduld übend…:frowning:

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

[ca. 5 km Vollzitat entfernt, MOD]

Hallo Yndigo,

vielen Dank für deine Beiträge!!! Also, ich versuch mal so einiges zu beantworten:

  • es handelt sich um einene neu gebauten Zugfreien hellen quadratischen Stall.
    Der Boden im Stall ist aus Beton, der Boden im Auslauf ist Sandboden.
  • Die Hühner können leider nur Ihren Stall und Ihren Auslauf (Stall ca. 25qm,
    Auslauf ca. 25qm) nutzen.
  • Die Wände des Stalles sind Wärmeisoliert.
  • Dachte so mir ca. 5 Hühner dort zu halten
  • Der Stall ist Innen noch komplett „nackt“.
  • Auslauf ebenfalls, habe hier aber alle Möglichkeiten offen, diesen zu gestalten
  • Wir wohnen hier sehr ländlich und nicht in der Nähe von Gewässern.

Ich hoffe, ich habe nichts wesentliches vergessen und du kannst mit meinen Aussagen etwas anfangen.

Habe übrigens zwei Bücher über die Hühnerhaltung (muss sie nur noch aus den Umzugskartons befreien :wink: ). Habe auch schon ganz viel darin gelesen, wollte nur lieber noch mal persönliche Ratschläge von bereits erfahrenen Hühnerhaltern bekommen, da ich denke, da sie bereits viel aus der Praxis an Erfahrungen weitergeben können.

Vielen Dank schon mal für deine Beiträge, sind ja schon etliche nützliche Tips für mich dabei, hab mich wirklich gefreut und freue mich natürlich auch noch über weitere :wink:, werde die Sache mit dem Geflügelverein sofort mal in Angriff nehmen.

LG Tanja

[ca. 200m Vollzitat entfernt, MOD]

Hallo Tanja,

ja, toll, hört sich doch schon mal recht gut an. Stallgröße
für 5 Hühner, super! Auslaufgröße nicht so toll. Aber mit
der richtigen Rassewahl und optimaler Auslaufgestaltung…
man sagt immer so ca. 10qm Mindestausl. pro Huhn…und
eigentlich ist bei Auslaufhaltung auch ein 1-2 wöchiger
Wechsel fällig. D.h., daß den Hühnern ein Teil versperrt
bleibt, damit sich der Boden (Kot), Gras, etc. wieder erholen
kann. Läßt man sie permanent auf so eine kleine Fläche, ist
der Boden in kürzester Zeit ruiniert; und zwar gänzlich. Muß
dann wieder neu angelegt werden. Ist ein echtes Problem. Vor
allem verfallen sie dann recht bald in Letargie. Am besten,
Du holst Dir wirklich ein paar Leute aus dem Verein. Die
finden sicher eine Lösung mit Dir zusammen. Es wird wohl
darauf hinauslaufen, daß Du regelmäßig den Auslauf säubern
und täglich Grünfutter in Raufen anbieten mußt.

Stallisolierung/Wände, gar nicht unbedingt nötig; aber schön.
Betonboden, absolut wunderbar. Wände und Decke sollten mit
frischem Kalkanstrich versehen sein und, je nach
Verschmutzungsgrad, alle 2-3 Jahre neu gekalkt werden.
Geht recht fix. Habe es auch grad diesen Sommer wieder
gemacht. Erstens hält es das Ungeziefer in Schach,
zweitens saugt die Kalkschicht plötzlich auftretende
Feuchtigkeit schnellstens auf und gibt sie nach und nach
langsam an die Luft wieder ab. Feine Sache das!

Und eventuelle Unebenheiten, kleinste Löchlis in den Wänden,
Risse, etc., werden gefüllt und bleiben Milbenfrei. Ich habe
in all den Jahren noch nie den Stall mit irgendwelchen Giften
desinfizieren müssen, was bei Nut und Feder unumgänglich wird.
Darum sind meine Dinos auch sehr gesund und widerstandsfähig.
Der ‚sterile Stall‘ ist keineswegs zu empfehlen! Im Gegenteil.
Strenge Desinfektion nur bei schweren Krankheiten, Seuchen.
Und freue Dich über jede Spinne im Stall und Käfer und dergl.

Oh, ganz wichtig: beim kalken unbedingt Schutzbrille aufsetzen!!!
Ansonsten das Auge schnellstens ausspülen. Ich nehme immer
meine Taucherbrille :wink:

Auslauf:
Eine Sand-Erde-Holzasche-Kuhle anlegen. Mit Dach vor Regen
schützen. Gut ist durchsichtige Kunststoffwelle, weil die
Sonne durchscheinen kann. Der Sandanteil ist sogar gänzlich
zu vernachlässigen. Wichtig ist, daß es staubtrocken ist.
So ein Staubbad ist sehr wichtig für das Gefieder, gegen
Milben, Flöhe, Zecken und was weiß ich noch. Sie liiieben es!
Und einem Huhn beim genüßlichen staubbaden zuschauen - ist
göttlich! Echt filmreif. Schätze 1 1/2 - 2 qm könnten reichen.
20 cm tief ca. Erde gut auflockern und 2 Doppelhände Holzasche
druntermischen. Es braucht keine neue Erde. Einfach das kleine
Dach bauen, Erde umgraben, Asche rein und die Hühner sorgen
für den Rest. Unterm Dach trocknet es schnell durch. Sollte
nur Sand da sein, dann rausschaufeln und Erde rein.

Ideal wäre ein Tränkeeimer. Das sind die verzinkten 10-ltr.
Eimer, die man füllt und auf die Seite legt. Keine Ahnung
wo es die gibt. Man braucht dann nicht ständig für neues
Wasser zu sorgen. Ne Trinkglocke tuts aber auch. Muß nur die
Trinkrinne jeden Tag gesäubert werden. (Tränke soll im
Schatten stehen.)
Naja, der ganze Kleinkram steht ja in Deinen Büchern.
Falls Du sie nicht findest, aber sowieso, geh unbedingt mal
bei ‚huehner-info.de‘ rein!!!
Gleich auf der ersten Seite wirst Du genau dahin geleitet,
wo Du erfährst, was Du wissen mußt für Dein Vorhaben. Und wenn
sich daraus dann neue Fragen ergeben sollten… bin ich ganz
Ohr; oder Du nutzt deren Forum und die Vereinsheinis.

Als Raufe im Auslauf… entweder ein altes Einkaufsnetz, oder
was sich sonst noch eignet. Vielleicht aus Hühnerdraht sowas
bauen und an den Zaun hängen. Für’s Grünzeug. Löwenzahn, Gräser,
junge Brennesseln, usw. Du kannst, da die Zeit jetzt vorbei ist,
Löwenzahn-Samen kaufen und die überall am Rand/Zaun vom Auslauf
in die Erde quetschen. Dann haben sie im Frühjahr was davon.
Und zur nächsten Blüte sammelst Du die Löwenz.-Wolle im Gelände
und buddelst sie wieder in die Ecken und Kanten des Auslaufs.
Brennesseln kommen wohl von allein.
Und dann noch zwei Holunderstrünke in die Erde. Wächst wie blöd
und spendet Abwechslung. In späteren Jahren müssen die jährlich
mit ner Gartenschere gestutzt werden. Im Herbst.

Bau Deinen Hühnern was, wo sie auch im Auslauf erhöht sitzen
können. Äste von gefällten Bäumen sind ideal. Bau ihnen eine
Schaukel aus 5 mm Schiffs-/Campingleine,(Baumarkt) und binde
unten einen Knüppel ein. Wunderbar ist, wenn sie sich drum
streiten. Das bringt die Lebensgeister auf Trapp.

Stall:
Kalken. Gut, muß aber nicht sein: Boden mit Spezialfarbe
streichen. Kotbrett: dafür habe ich einfache Tische gebaut,
ca. 85 cm hoch, Presspanplatten für Innen, die ich mit
Flüssigwachs behandelt habe. Aber da frag mal lieber noch
mal woanders nach. Das ist bei mir grad ein Probelauf seit ca.
zwei Wochen. Aber was auch immer… Tiefe der Bretter ca.
75-80 cm. Gesamtbreite richtet sich nach den Stallmaßen.
Für jedes Huhn rechnet man so 25 cm. Macht bei fünf Hühnern
also 1,25 + …Ich würde sagen ca. 2m. Um die Platte besser
händeln zu können, teilst Du sie wohl besser in drei Teile.
Entweder Holzspäne drauf, oder Kaff (Hanfhäxel). Wirst Du
mit der Zeit selbst sehen, was Du für das Beste hälst.
60-80 cm über dem Kotbrett dann die Sitzstange. Je nach
Rasse fallen die Maße und Abstände different aus.

Das Futter-Thema ist später dran. Ich empfehle natürlich
möglichst viel Naturfutter. Aber für Hühner ohne Freilauf
muß man Kompromisse machen.
Stelle ihnen immer Vitaminkalk zur freien Verfügung und nen
anderen Napf mit Holzkohle. (Normale Grillkohle ohne Zusätze).
Einfach die ganzen Brocken; das picken sie sich bei Bedarf
selbst zurecht. Und haben sie mal Durchfall, reibst Du die
Kohle ins Weichfutter. Und wenn Du Deine Hühner liebst, dann
bekommen sie jeden Tag alle zusammen ein Glas voll gekeimten
Nackthafer.

Du siehst, ich reiße alles nur kurz an und trotzdem wills
kein Ende nehmen…

Wähle lieber eine mittlere, ruhige Rasse. Die können so einen
Auslauf besser wegstecken!! Bassetten sind zu sehr noch Urform.
Es müssen ja keine Zwerghühner sein; wär aber nicht schlecht.
Es gibt aber auch Ver-zwergte. Schau sie Dir bei ‚h.-info.de‘
alle mal an.

Viel Glück, vielleicht bis bald, lG Yndigo

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[ca. 200m Vollzitat entfernt, MOD]

Hi Yndigo,

vielen lieben Dank für diese hammer vielen Info´s, du hast mir wahnsinnig geholfen!!!

LG Tanja