möchte selbstständig machen und suche etwas beratu

guten tag,

ich möchte mich im gartenbau selbstsändig machen.

nun fallen dazu einige fragen an.

1)wäre es sinnvoll von anfang an eine ICH-AG zu gründen.
2)wofür muss ich montatlich oder jährlich einzahlen z. b. Krankenkasse und Rente ist klar, aber wie läuft das mit der handwerkskammer was wollen die z. b. von mir bzw. wofür und dann wäre auch die berufsgenossenschaft.
3) gibt es noch andere förderungen für jungunternehmer außer das mit der „ich-ag“ ?
4) sollte/kann ich mich auch gleichzeitig als geschäftsführer angeben, damit der umsatz singt um steuern zu sparen?
5) welche laufenden kosten monatlich oder auch jährlich habe ich da noch ???

vielen dank

hoffe auf antwort.

An deiner Stelle würde ich erst mal ein Existenzgrüdungsseminar, z.B. von der von dir erwähnten HWK besuchen.

Deine Fragen klingen reichlich unstrukturiert, so dass mir das ein Schnellschuss zu sein scheint.

Meiner Meinung nach ist die Ich AG völlig ungeeignet weil völlig unterfinanziert. (BT: sollte die nicht abgeschafft werden?)

Gruss Ivo

es ist kein schnellschuss. ich habe nicht vor mir eine große firma aufzubauen. hab gemerkt dass ich die chance habe einige aufträge zu finden in zukunft und um zu profitieren möchte ich mir halt eben ein gewerbe anmelden. deswegen diese frage. hab zwar ungefähr vorstellungen wie das gehen sollte usw. aber fragen kostet ja nichts deswegen dieser thread von mir.

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Servus,

1)wäre es sinnvoll von anfang an eine ICH-AG zu gründen.

Die gibts seit Juli 2006 nicht mehr. Die derzeitige einheitliche Förderung für Gründungen durch Arbeitslose geht anders: (1) eingehende Prüfung, u.a. auch der persönlichen Eignung - neu -. (2) Neun Monate lang Förderung in Höhe des ALG, das zur Antragstellung bezogen wird, plus 300 € obendrauf und (3) Nach neun Monaten Nachweis der Tragfähigkeit, dann Verlängerung um sechs Monate möglich.

2)Wie läuft das mit der
handwerkskammer was wollen die z. b. von mir bzw. wofür und
dann wäre auch die berufsgenossenschaft.

Beides sind jährliche Beiträge. Der Handwerkskammerbeitrag hängt vom Ertrag ab, die Mindestbeiträge bewegen sich - wenn ich mich nicht täusche - in der Gegend unterhalb 200 €, also Hintergrundrauschen. Berufsgenossenschaft ist die Gartenbau-BG, an die ich wegen der Beiträge weiterverweisen darf:

http://www.lsv.de/gartenbau/010_gartenbau/index.html

  1. gibt es noch andere förderungen für jungunternehmer?

Unter Umständen hilft die KfW beim Finanzieren von Investitionen:

http://www.kfw-mittelstandsbank.de/DE_Home/Kredite/D…

  1. sollte/kann ich mich auch gleichzeitig als geschäftsführer
    angeben, damit der umsatz sinkt um steuern zu sparen?

Diese Frage verstehe ich nicht. Der Umsatz ist so hoch wie er ist; wenn er wegen eines Geschäftsführers sinkt, muss man den Geschäftsführer ablösen. Das Modell „Einmann-GmbH“ zur Senkung des Gewerbeertrags, das Du vielleicht meinst, ist aus den 1990er Jahren, heute nur in seltenen Fällen nützlich. Von einer Gründung unter der Rechtsform der GmbH ist dringend abzuraten, das gibt in der Regel Huddel ohne Ende. Sinnvoll ist, zuerst erste kaufmännische Erfahrungen zu sammeln, und dann zu überlegen, was man mit der Rechtsform machen kann.

  1. welche laufenden kosten monatlich oder auch jährlich habe
    ich da noch?

Das kommt drauf an.

Wareneinsatz, Material, Maschinenkosten (fixe und variable), Fahrzeuge, Raumkosten für Lager etc., Büro und alles was dran hängt (Telefon, PC etc.), Personal, Werbung, Fortbildung, Fachliteratur (z.B. zum Thema Verdingungsordnungen), Buchhaltung/Lohnabrechnung, Erstellung der Steuererklärungen, Finanzierungskosten sind so die ersten, die mir einfallen.

Wenn Du den Geschäftsplan zusammenschraubst, den Du nicht bloß für jede Art der Förderung brauchst, sondern auch für Dich selber, wirst Du nach und nach auf die einzelnen Kosten stoßen, wenn Du die Vorausschau für den Gesamtbetrieb aus der Kalkulation einzelner Aufträge aufbaust. Wichtig ist da halt, dass Du nicht mit irgendwelchen „Faustregeln“ kalkulierst, sondern für jeden einzelnen Auftrag überlegst, was nötig ist, um ihn fixfertig durchzuziehen - d.h. von der Ausschreibung bis zum Geld auf dem Konto und auf dem der Finanzkasse.

Schöne Grüße

MM

Sagen wir es mal so, von Betriebsführung hast Du keine Ahnung. Halte ich in deinem Fall, solange Du alleine arbeitest für nicht all zu tragisch. Suche eben jemanden der dir den Papierkram abnimmt. Dafür gibt es freiberufliche Dienstleister, also keine Steuerberater, die für wenig Geld das übernehmen. Hatte selber so einen, der war besser als mein Steuerberater, und hat für weniger Geld mehr geleistet.

Für die Beratung vor der Existenzgründung gehe zu der zuständigen Handwerkskammer, die beraten dich speziell, sehen welche Voraussetzungen Du mitbringst. Können dir auch sagen, welche Versicherungen Du wirklich benötigst. Solange Du alleine arbeitest, kannst Du dich bei de Berufsgenossenschaft versichern, musst es aber nicht. Wissen, ob und welche Förderungsprogramme es gibt, und helfen dort dann auch. Ob Du noch besser ein Existenzgründungsseminar besuchen solltest damit wenigstens die Grundlagen vorhanden sind, werden sie dir auch sagen.

Eine weitere Alternative, die Handwerkskammern vermitteln auch schon bestehende Betriebe, wo z.B. der Betriebsinhaber in Rente gehen will, und keinen Nachfolger hat.

Ansonsten wünsche ich dir viel Erfolg wenn Du den Schritt wagst.

Gruß

hartmut

hast du denn auch aufträge zu erwarten oder schon welche an land gezogen?!

Hallo Martin,

Die gibts seit Juli 2006 nicht mehr. Die derzeitige
einheitliche Förderung für Gründungen durch Arbeitslose geht
anders: (1) eingehende Prüfung, u.a. auch der persönlichen
Eignung - neu -. (2) Neun Monate lang Förderung in Höhe des
ALG, das zur Antragstellung bezogen wird, plus 300 € obendrauf
und (3) Nach neun Monaten Nachweis der Tragfähigkeit, dann
Verlängerung um sechs Monate möglich.

Bei Verlängerung um 6 Monate werden aber nur noch die 300 Euro als Förderung gezahlt, der Zuschuß i.H. des ALG fällt dann weg.

Gruß,
Gerhard