Servus,
1)wäre es sinnvoll von anfang an eine ICH-AG zu gründen.
Die gibts seit Juli 2006 nicht mehr. Die derzeitige einheitliche Förderung für Gründungen durch Arbeitslose geht anders: (1) eingehende Prüfung, u.a. auch der persönlichen Eignung - neu -. (2) Neun Monate lang Förderung in Höhe des ALG, das zur Antragstellung bezogen wird, plus 300 € obendrauf und (3) Nach neun Monaten Nachweis der Tragfähigkeit, dann Verlängerung um sechs Monate möglich.
2)Wie läuft das mit der
handwerkskammer was wollen die z. b. von mir bzw. wofür und
dann wäre auch die berufsgenossenschaft.
Beides sind jährliche Beiträge. Der Handwerkskammerbeitrag hängt vom Ertrag ab, die Mindestbeiträge bewegen sich - wenn ich mich nicht täusche - in der Gegend unterhalb 200 €, also Hintergrundrauschen. Berufsgenossenschaft ist die Gartenbau-BG, an die ich wegen der Beiträge weiterverweisen darf:
http://www.lsv.de/gartenbau/010_gartenbau/index.html
- gibt es noch andere förderungen für jungunternehmer?
Unter Umständen hilft die KfW beim Finanzieren von Investitionen:
http://www.kfw-mittelstandsbank.de/DE_Home/Kredite/D…
- sollte/kann ich mich auch gleichzeitig als geschäftsführer
angeben, damit der umsatz sinkt um steuern zu sparen?
Diese Frage verstehe ich nicht. Der Umsatz ist so hoch wie er ist; wenn er wegen eines Geschäftsführers sinkt, muss man den Geschäftsführer ablösen. Das Modell „Einmann-GmbH“ zur Senkung des Gewerbeertrags, das Du vielleicht meinst, ist aus den 1990er Jahren, heute nur in seltenen Fällen nützlich. Von einer Gründung unter der Rechtsform der GmbH ist dringend abzuraten, das gibt in der Regel Huddel ohne Ende. Sinnvoll ist, zuerst erste kaufmännische Erfahrungen zu sammeln, und dann zu überlegen, was man mit der Rechtsform machen kann.
- welche laufenden kosten monatlich oder auch jährlich habe
ich da noch?
Das kommt drauf an.
Wareneinsatz, Material, Maschinenkosten (fixe und variable), Fahrzeuge, Raumkosten für Lager etc., Büro und alles was dran hängt (Telefon, PC etc.), Personal, Werbung, Fortbildung, Fachliteratur (z.B. zum Thema Verdingungsordnungen), Buchhaltung/Lohnabrechnung, Erstellung der Steuererklärungen, Finanzierungskosten sind so die ersten, die mir einfallen.
Wenn Du den Geschäftsplan zusammenschraubst, den Du nicht bloß für jede Art der Förderung brauchst, sondern auch für Dich selber, wirst Du nach und nach auf die einzelnen Kosten stoßen, wenn Du die Vorausschau für den Gesamtbetrieb aus der Kalkulation einzelner Aufträge aufbaust. Wichtig ist da halt, dass Du nicht mit irgendwelchen „Faustregeln“ kalkulierst, sondern für jeden einzelnen Auftrag überlegst, was nötig ist, um ihn fixfertig durchzuziehen - d.h. von der Ausschreibung bis zum Geld auf dem Konto und auf dem der Finanzkasse.
Schöne Grüße
MM