Möchte weniger arbeiten - und darf nicht

Ich bin seit 3 Jahren in einem (freien) Unternehmen in Teilzeit angestellt. Leider ist es so, dass ich von diesen 30 Stunden gerade mal die Hälfte wirklich beschäftigt bin und auch in der restlichen Zeit meine Anwesenheit gar nicht erforderlich ist. Ich drehe also für gutes Geld jede Menge Däumchen.

Für manche(n) vielleicht der ideale Job, für mich nicht. Deswegen möchte ich gerne auf 20 Stunden runter. Mein Chef lehnt das aber ab. Nun könnte ich ihm mit Kündigung drohen, dann hätte ich sofort meinen 20-Stunden-Vertrag. Das will ich aber nicht, ich möchte lieber wissen:

Was für (wirtschaftliche) Gründe kann es geben, warum mir die Teilzeit-Reduzierung versagt wird?

Hallo

Was für (wirtschaftliche) Gründe kann es geben, warum mir die
Teilzeit-Reduzierung versagt wird?

Auszug aus dem TzBfG:

„Ein betrieblicher Grund liegt insbesondere vor, wenn die Verringerung der Arbeitszeit die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit im Betrieb wesentlich beeinträchtigt oder unverhältnismäßige Kosten verursacht.“

Hast Du dein Teilzeitverlangen mal schriftlich genau fixiert und dem AG zukommen lassen?

Gruß,
LeoLo

Hast Du dein Teilzeitverlangen mal schriftlich genau fixiert
und dem AG zukommen lassen?

Hallo LeoLo,

das Ganze schriftlich zu fixieren hätte in etwa die selben Auswirkungen wie ein mündliches „Ich habe aber das Recht dazu“ oder „Dann muss ich eben ganz zuhause bleiben“ - ich bekäme den Vertrag. Denn wenn er mir nicht sagen will, warum er die Reduzierung ablehnt, wird er es mir auch kaum schreiben :wink:

Die von dir gennanten Gründe treffen sicher nicht zu, denn ob ich nun da bin oder nicht, spielt weder für den Arbeitsablauf noch für die Sicherheit eine Rolle. Und die Kosten würden ja eher sinken.

Wenn ich frage, ob wir die Stundenzahl nicht endlich reduzieren können, höre ich immer nur „Ach, nöööö“. Manchmal glaube ich, er ist einfach nur zu faul, einen neuen Vertrag aufzusetzen :wink:

Gruß, cassandra

Hallo

Manchmal
glaube ich, er ist einfach nur zu faul, einen neuen Vertrag
aufzusetzen :wink:

Was ist dann eigentlich Deine Frage? Ich sehe Deiner Schilderung nach nichts, womit wir Dir hier weiterhelfen können?

Gruß,
LeoLo

Was ist dann eigentlich Deine Frage? Ich sehe Deiner
Schilderung nach nichts, womit wir Dir hier weiterhelfen
können?

Was für (wirtschaftliche) Gründe kann es geben…

Hallo LeoLO,

für mich ist eine Teilzeitkraft eine Teilzeitkraft, ob sie nun 30 oder 20 Stunden in der Woche arbeitet. Aber vielleicht ändert sich ja doch am Status irgendetwas? Ich weiß eben nicht, ob sich für Zuschüsse, Abgaben, Aufträge oder sonstiges (allgemein) irgendetwas ändert, wenn aus einer 3/4-Kraft nur noch eine halbe wird. Von Wirtschaft und Recht habe ich in dieser Hinsicht null Ahnung. Und ich möchte meinem Chef eben nicht die Pistole auf die Brust drücken, wenn ich ihm damit auch gleichzeitig noch ein Bein stelle.

Gruß, cassandra

Was ist dann eigentlich Deine Frage? Ich sehe Deiner
Schilderung nach nichts, womit wir Dir hier weiterhelfen
können?

Was für (wirtschaftliche) Gründe kann es geben…

Hallo LeoLO,

für mich ist eine Teilzeitkraft eine Teilzeitkraft, ob sie nun
30 oder 20 Stunden in der Woche arbeitet. Aber vielleicht
ändert sich ja doch am Status irgendetwas?

Also eigentlich ist das alles schnurz. Ein finanzieller Grund kann da ja nicht ausschlaggebend sein, denn Deiner Aussage nach, soll Deine Arbeitszeit ja nicht anderweitig vergeben werden, sondern gestrichen. Das wird in allen denkbaren Konstellationen nicht zu Mehrausgaben seitens des AG führen. Seine Untätigkeit erscheint also betriebswirtschaftlich gänzlich unverständlich. Sollte es nicht einfach nur Faulheit, einen Ergänzungsvertrag aufzusetzen, sein, dann muß da ein anderer Grund ausschlaggebend sein, den hier von außen ganz sicher niemand erkennen kann. Zumindest lieferst Du keinerlei Ansatz, der einen in irgendeine „sinnvolle“ Richtung führen könnte. Ganz im Gegenteil hältst Du deine Anwesenheit für „nicht erforderlich“. Vielleicht hat die Firma ja Hardliner-Stammkunden, die Ihre Aufträge ausschließlich Dir mitteilen wollen? Vielleicht hat der AG sich ja in Dich verliebt :o)) und mag Deine Abwesenheit nicht ertragen?

Ich weiß eben
nicht, ob sich für Zuschüsse, Abgaben, Aufträge oder sonstiges
(allgemein) irgendetwas ändert, wenn aus einer
3/4-Kraft nur noch eine halbe wird.

Ich wüßte erst mal nichts. Was Zuschüsse angeht, so erwähnst Du dies zum ersten mal. Sind denn irgendwelche Zuwendungen/Zahlungen an den Betrieb an Deine Person gebunden?

Und ich möchte meinem
Chef eben nicht die Pistole auf die Brust drücken, wenn ich
ihm damit auch gleichzeitig noch ein Bein stelle.

Das kannst Du eigentlich gar nicht. Wenn der Arbeitgeber ein berechtigtes betriebliches Interesse daran hat, Deiner Reduzierung zu widersprechen, dann kann er das sicherlich plausibel Dir gegenüber darlegen.

Ansonsten sieht es mir bei Dir ein wenig so aus, als würdest Du nach dem Motto handeln wollen: Wasch mich, aber mach mich nicht nass.
Das geht aber nicht. Wenn der AG von sich aus störrisch unkooperativ bleibt, wirst Du die Daumenschrauben anziehen oder den jetzigen Umstand weiter hinnehmen müssen.

Gruß,
LeoLo

Vielleicht hat die Firma ja
Hardliner-Stammkunden, die Ihre Aufträge ausschließlich Dir
mitteilen wollen?

Die kennen mich gar nicht :wink:

Vielleicht hat der AG sich ja in Dich
verliebt :o)) und mag Deine Abwesenheit nicht ertragen?

Na, der sieht mich ohnehin nur 2 oder 3 Stunden in der Woche :wink:

Was Zuschüsse angeht, so erwähnst
Du dies zum ersten mal. Sind denn irgendwelche
Zuwendungen/Zahlungen an den Betrieb an Deine Person gebunden?

Wenn es überhaupt Zuschüsse oder ähnliches gibt, sind die garantiert nicht an meine Person gebunden.

Und ich möchte meinem
Chef eben nicht die Pistole auf die Brust drücken, wenn ich
ihm damit auch gleichzeitig noch ein Bein stelle.

Ansonsten sieht es mir bei Dir ein wenig so aus, als würdest
Du nach dem Motto handeln wollen: Wasch mich, aber mach mich
nicht nass.
Das geht aber nicht. Wenn der AG von sich aus störrisch
unkooperativ bleibt, wirst Du die Daumenschrauben anziehen
oder den jetzigen Umstand weiter hinnehmen müssen.

Wenn es reine Faulheit ist, bekommt er die Pistole auf die Brust. Hätte die Sache einen Haken, würde ich den Platz frei machen für jemanden, der sich gerne langweilt. Das ist der Unterschied.

Vielen Dank für deine Antwort(en).
Gruß, cassandra

Nun könnte ich ihm mit Kündigung drohen, dann hätte
ich sofort meinen 20-Stunden-Vertrag.

Oder einen 0-Stunden Vertrag. Genausogut kann es sein, daß sich Dein Chef nicht erpressen lässt. Solch Kündigungsdrohungen können ziemlich schnell ein Eigentor werden, egal welchen Eindruck Du vorher hattest.

Was für (wirtschaftliche) Gründe kann es geben, warum mir die
Teilzeit-Reduzierung versagt wird?

Vielleicht soll schlicht das Büro besetzt sein.

Hallo Pirate4711,

Nun könnte ich ihm mit Kündigung drohen, dann hätte
ich sofort meinen 20-Stunden-Vertrag.

Oder einen 0-Stunden Vertrag. Genausogut kann es sein, daß
sich Dein Chef nicht erpressen lässt. Solch
Kündigungsdrohungen können ziemlich schnell ein Eigentor
werden, egal welchen Eindruck Du vorher hattest.

Per se ist dieser „Einwand“ sicher berechtigt. Ich gehöre aber zu den Glücklichen, die nicht arbeiten müssen, sondern es einfach nur wollen. Der Verlust dieser Un-Tätigkeit schmerzt daher bei weitem nicht so wie bei anderen.
Abgesehen davon schrieb ich ja, dass ich das nicht möchte.

Was für (wirtschaftliche) Gründe kann es geben, warum mir die
Teilzeit-Reduzierung versagt wird?

Vielleicht soll schlicht das Büro besetzt sein.

Es handelt sich um ein Hinterzimmer ohne Publikumsverkehr, ohne Telefon und ohne Anschluss für das Internet (um z.B. Emails abzurufen). Und Arbeit, die heute reinkommt, kann auch morgen, übermorgen oder nächste Woche erledigt werden. Ich mache sie nur eben immer gleich - und schneller als vorgesehen.

Gruß, cassandra