Hallo,
lassen sich anhand der wenigen Daten Aussagen treffen mit
wieviel Umsatz man rechnen kann?
Du willst Kaufmann sein, also mußt Du Dir über solche Dinge auch Gedanken machen. Wieviele Kunden wirst Du haben, wieviel und was werden die bei Dir einkaufen? Oder brich es weiter herunter: wieviele der 600 Leute kaufen täglich ein und wieviele davon täglich bei Dir? welche Produktgruppen werden bei Dir eigekauft?
Will sagen: Fahren die meisten lieber wöchentlich zu einem (günstigerem) Supermarkt und kaufen sie bei Dir nur ein, wenn sie etwas vergessen haben? Oder willst Du so günstig sein, daß man bei Dir alles einkaufen kann (wird allein schon aufgrund des Platzes nicht funktionieren)? Wieviele sind so faul/alt/gebrechlich/krank, daß sie lieber mehr bezahlen als bis zum nächsten großen Supermarkt zu fahren? Wie ist die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr? Würde es sich lohnen, einen Lieferdienst anzubieten? Welche Öffnungszeiten wären opportun (rechnest Du mit mehr Früh-, Spät oder Nachtkunden?)?
Für den Gewinn geht es dann weiter: welche Marge wirst Du erzielen, was kostet Dich der Einkauf darüber hinaus noch (Arbeitszeit/nicht zur Verfügungs stehende Öffnungszeit, Fahrtkosten bzw. Kosten für Lieferung)?
Wie Du siehst, reicht es nicht, einen Laden aufzumachen, Waren reinzustellen und auf diesen beliebige Preise zu vermerken. Kaufmännisches Geschick ist bei einem Kaufmann ein nicht unwesentlicher Faktor und der manifestiert sich auch darin, daß ein Kaufmann sich die richtige Zielgruppe aussucht, daran die Warenauswahl und den Preis anpaßt und am Ende sogar noch soviel verdient, daß er nach Abzug von Steuern, Vorsorge und Nebenkosten davon noch leben kann.
Ich würde von einer Kühltruhe mit Brotbelag, Butter, Erfrischungsgetränken, Fleisch unter Schutzgas (haltbarer und kannst Du im Notfall noch selber essen), ggfs. ein paar Milchprodukten, Eiern und etwas Gemüse und Obst ausgehen und dazu haltbares Zeug anbieten wie Nudeln, Reis, Mehl, Zucker, Salz- und Süßkram, Dosen und Gläser sowie Reinigungs-/Waschmittel und Kosmetik-/Hygieneprodukte (Zahnpasta, Seife, Schampoo, Windeln, Toilettenpapier usw.).
Die Frage ist halt, ob man sich im Dorf nicht mit so etwas untereinander aushilft und ob nicht zusätzliche die größere Mobilität der Menschen, die erweiterten Öffnungszeiten sowie die zunehmende Zahl der Versandhäuser und Lieferdienste nicht eher ein Grund dafür waren, daß das ältere Ehepaar den Laden aufgegeben hat.
Gruß
Christian