Molekülorbitale

Guten Tag liebe Experten.

Ihr kennt doch alle die Zeichnung für MO-Theorie. Also wenn sich O und O oder F und F verbinden, dann ist da ein bindendes und antibindendes Orbital und die Elektronen besetzen sie eins nach dem anderen.

http://www.chemgapedia.de/vsengine/media/vsc/de/ch/2…

Nun die Frage:

Wenn wir ein HF Molekül oder SO4 haben, woher weiss man auf welcher Energie die jeweiligen Orbitale stehen, also welcher Orbital dann am wahrscheinlichsten mit welchen wechselwirken wird? In den Büchern sind ja nie Werte, nur ein E-Pfeil ( Energie) nach oben.
(Hier hat Physik der Chemie etwas voraus, sie ist eine genauere Wissenschaft)

Danke im Voraus.

woher weiss man auf

welcher Energie die jeweiligen Orbitale stehen, also welcher
Orbital dann am wahrscheinlichsten mit welchen wechselwirken
wird?

Also soweit ich weiß, hängt doch die Energie mit der zu erreichenden Bindungslänge zusammen - Pi-Bindungen, Sigmabindungen, Bindungen mit Hybrid-Orbitale usw. jede Bindung hat eine unterschiedliche Länge und damit auch Energie.

In den Büchern sind ja nie Werte, nur ein E-Pfeil (

Energie) nach oben.

Die Pfeilrichtung macht doch eigentlich eine Aussage über die Spinrichtung - dass zum Beispiel auf einer „Orbital-Bahn“ nicht 2 Elektronen mit gleichem Spin existieren --> damit sie nicht in allen Quantenzahlen übereinstimmen.

Sorry bin nur Nebenfächlerin…

LG Anika

Hallo Michail: Die Energieniveau’s auf dem sich die Elektronen eines chemischen Elementes befinden werden durch die Buchstaben s, p, d, f signalisiert. Siehe www.chemgapedia… 1s, 2s, …p, Damit ist auch festgelegt welche Orbitale zweier Elemente bei einer chemischen Reaktion miteinander wechselwirken. Gruss. Paul

Guten Tag liebe Experten.
Ihr kennt doch alle die Zeichnung für MO-Theorie.
http://www.chemgapedia.de/vsengine/media/vsc/de/ch/2…
Nun die Frage:
Wenn wir ein HF Molekül oder SO4 haben, woher weiss man auf
welcher Energie die jeweiligen Orbitale stehen, also welcher
Orbital dann am wahrscheinlichsten mit welchen wechselwirken
wird? In den Büchern sind ja nie Werte, nur ein E-Pfeil (
Energie) nach oben.
Danke im Voraus.

MO sind „nur“ ein Modell. Generell überlappen und wechselwirken alle Atomorbitale miteinander. MO sind nur eine Krücke, die aber sehr gut funktioniert.
Auch sind absolute Werte nur bedingt möglich, so wird der Bezugswert nur in einem System festgelegt. D.h. in eine Atom für dessen Atomorbital und in einem Molekül für die Molekülorbitale. Die Möglichkeit die Ionisationsenergien zu nehmen, würde nur eine Objektivität vortäuschen.
Praktisch nimmt man die AO der Valenzschalen und lässt gleichartige AO zu MO überlappen. (Höchstes Überlappungsintegral)
Puh. Quantenmechanik im Schnelldurchgang.

Guido

PS: Das ist übrigens Physik und nicht Chemie. Halt angewante Physik in der Chemie

woher weiss man auf

welcher Energie die jeweiligen Orbitale stehen, also welcher
Orbital dann am wahrscheinlichsten mit welchen wechselwirken
wird?

Also soweit ich weiß, hängt doch die Energie mit der zu
erreichenden Bindungslänge zusammen - Pi-Bindungen,
Sigmabindungen, Bindungen mit Hybrid-Orbitale usw. jede
Bindung hat eine unterschiedliche Länge und damit auch
Energie.

Leider ist es nicht so einfach. Diese FAustregel gilt nur beim Vergleich von 2 Bindungen mit gleichen Partnern. Und dann ist auch nur die gesamte Bindungsenthalpie gemeint. Hat also nichts mit MO zu tun.

In den Büchern sind ja nie Werte, nur ein E-Pfeil (

Energie) nach oben.

Die Pfeilrichtung macht doch eigentlich eine Aussage über die
Spinrichtung - dass zum Beispiel auf einer „Orbital-Bahn“
nicht 2 Elektronen mit gleichem Spin existieren --> damit
sie nicht in allen Quantenzahlen übereinstimmen.

Es war die y-Achse gemeint.

Sorry bin nur Nebenfächlerin…

LG Anika

Hallo,

Wenn wir ein HF Molekül oder SO4 haben, woher weiss man auf
welcher Energie die jeweiligen Orbitale stehen, also welcher
Orbital dann am wahrscheinlichsten mit welchen wechselwirken
wird? In den Büchern sind ja nie Werte, nur ein E-Pfeil (
Energie) nach oben.

Die absoluten Werte muss man natürlich berechnen, man findet sie in speziellen Fachzeitschriften, aber auch längst nicht für alle Moleküle!

Allgemein gibt es aber Faustregeln:

  1. Die Energie liegt niedriger, je elektronegativer das Element ist,
    dh. zB das 1s Orbital von Kohlenstoff liegt energetisch höher als
    das von Sauerstoff (welcher eine höhere EN hat).
  2. Je ähnlicher die Orbitale, desto besser überlappen sie. Dies
    bezieht sich sowohl auf die Art der Orbitale (s, p, d…) als auch
    auf ihre Größe.
  3. Besetzte Orbitale haben eine geringere Energie als unbesetzte
    Orbitale.

Hoffe ich konnte dir weiterhelfen.