Molekülstruktur?

Guten Tag,

ich habe eine Frage zur Struktur verschiedener Moleküle. Aus welchen Angaben kann ich die Struktur, d.h. linear oder gewinkelt herleiten? Haben die freien Elektronenpaare bei einer Bindung damit etwas zu tun?

Ich bedanke mich jetzt schon für die Antworten.
MfG

ich habe eine Frage zur Struktur verschiedener Moleküle. Aus
welchen Angaben kann ich die Struktur, d.h. linear oder
gewinkelt herleiten?

Hi

Das ist kein leichtes Thema :wink: Das hat was mit den Orbitalen zu tun (Google das mal) Ich wüsst jetz nicht wie man das „mal eben“ erklären könnte.

Ich sags mal so, meistens, also für die Standard-Sachen in der Chemie, kann man sich die Strukturen ungefähr denken, wenn man die Atome betrachtet. Für die verschiedenen Bindungspartner gibt es dann eine in den meisten Fällen zutreffende Form.

Als Beispiel, Kohlenstoff hat vier Bindungsarme und die stehen, wenn alle Arme mit einem einzelnen Partner verbunden sind, tetraedisch ab.
So wie hier beim Methanmodell:

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Metano.jpg

Doppelbindungen sind im 180°-Winkel und drehen sich auch nicht um die eigene Achse.

Grüße

Laralinda

Elektronen wollen Päärchen sein. Jedes Elektron aus dem äussersten Orbital sucht sich ausserhalb des Atoms ein zweites Elektron, mit dem es ein Päärchen bilden kann. Und die Bindungen verteilen sich dann mit grösstmöglichem Abstand im Raum, z.B. bei Kohlenstoff im Tetraeder - Stichwort ‚Valenzelektronen‘, ‚Elektronenpaarbindung‘. Allerdings

  • gibt es Atome, bei denen es zur Inzucht kommt:wink: Bei Sauerstoff bilden (im allgemeinen) 4 der 6 Elektronen zwei Päärchen, weshalb nur noch zwei Elektronen für Bindungen zur Verfügung stehen. Da die atom-eigenen Päärchen ebenfalls Raum beanspruchen, ordnen sich die 2 Bindungen und die 2 vorgefertigten Elektronenpaare (zusammen 4) auch im Tetraeder an (ungefähr) - Stichwort ‚freies Elektronenpaar‘,
  • sind die subatomaren Teilchen von sehr grossen Atomen so weit voneinander entfernt, dass diese ‚strikten‘ Regeln für sie nicht mehr wirklich gelten,
  • gibt es ganz erstaunliche Eigenschaften des Raumes, die dafür sorgen, dass sich Atome nach bestimmten Regeln verhalten, die sich zwar für einige gebräuchliche Anwendungen auf brauchbare Regeln reduzieren lassen, im allgemeinen aber ohne viel mathematisches Spezialwissen nicht zu verstehen sind (‚Symmetrielehre‘).
  • ist das alles so kompliziert, dass kein Computer (oder Computernetz) der Welt es berechnen könnte - wir sind im rumpröbeln-bis-es-passt-Stadium … :wink: Und Deine Frage deshalb nicht zu beantworten!

Punkte eins ist Gegenstand jedes Lehrbuches über Chemie (muss auswendig gelernt werden), Punkte zwei und drei werden in guten Uni-Büchern erklärt - und Punkt vier, sowie die Details zu Punkt drei gehören in die ‚100 Euro für 50 Seiten‘-Speizalliteratur :wink: