Monatsbudget eines Studenten

Hallo!

Ich bin bald Studentin und ziehe dann nach Erlangen. Mich interessiert, welches Monatsbudget ihr für einen Studenten, der alles
(außer die Miete) selbst zahlen muss und am Wochenende oft nach Hause
kommt, für angemessen haltet (ohne Auto).
Danke schonmal für eure Antworten!

Hallo Lauri!

Also, wenn man die Miete nicht selbst zahlen muss, ist der größte Teil der Fixkosten schonmal abgedeckt. Der Rest der Fixkosten kommt auf die jeweiligen Verhältnisse an: Ist man noch bei den Eltern mitversichert? Gibt es Handyverträge? Telefon und Internet? Sonstige monatliche Beiträge?

Wenn man kein Auto hat und mit Bus oder Bahn unterwegs ist, ist zumindest ein Teil der Strecke nach Hause im Allgemeinen durch das Studententicket abgedeckt, dass man in der Regel jedes Semester mit dem Semesterbeitrag mitbezahlt und erhält (da bin ich mir allerdings nicht ganz sicher, ob das in jedem Bundesland an jeder Uni so ist). Hier kommt es natürlich darauf an: Wenn du z.B. in NRW studierst (hier gilt das Studententicket für den jeweiligen Verkehrsbund, in dem die Uni liegt), gebürtig aber aus Hamburg kommst, ist die Fahrtstrecke entsprechend länger und die Fahrt teurer als z.B. nur innerhalb NRWs.

Wenn man dann mal alles andere, was man noch so braucht (Essen, ab und an mal neue Kleidung, neue Bücher(obwohl man sich das meiste besser an der Uni-Bibliothek ausleiht!), Bürobedarf etc…) dazurechnet, bist du mit einem Monatsbudget von ca. 500 € gut dabei. Davon kann man auch noch am Wochenende mal ausgehen.

Zumindest war das in meiner Studentenzeit in etwa mein eigenes Budget nach Abzug der Miete(mal mehr, mal weniger, jenachdem, ob ich noch zusätzlich mehr gearbeitet hab), und ich kann nicht behaupten, dass ich auf allzu viel verzichtet hätte. Das wiederum kommt allerdings auf den eigenen Lebensstandard an: wenn man jedes Wochenende kräftig feiern will in teuren Clubs…oder lieber essen geht statt selbst zu kochen…wenn man jede Woche drei neue paar Schuhe braucht…jeden Monat für 90€ zum Frisör geht…dann sollte man mit entsprechend mehr Budget rechnen…dann sollte man aber auch evtl. mal drüber nachdenken, was man WIRKLICH braucht.

Viel Glück beim Studienanfang, Gruß

Dine

P.S.: Verzeih, ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass du diese Frage stellst, weil du mit deinen Eltern um das monatliche Budget feilschen willst. Falls das nicht der Fall ist, lies nicht weiter…

Falls aber doch: Ich kann dir nur den guten Rat geben, dich bald als möglich zumindest teilweise finanziell unabhängig von deinen Eltern zu machen, ihnen zu Liebe, aber auch dir zu Liebe. Es ist okay, wenn sie dir einen Grundbetrag im Monat zahlen, der dir die Existenz sichert. Für den Rest, also die Annehmlichkeiten, solltest du selbst nebenbei jobben gehen. Erstens macht man in Nebenjobs schonmal so seine Erfahrungen (meine möchte ich wahrlich nicht missen), zweitens gewöhnst du dich daran, für deinen Unterhalt zumindest zum Teil selbst verantwortlich zu sein.
Ich hatte einige Kommilitonen, die ihr Studium von den Eltern finanziert bekamen. Die hatten nach dem Abschluss zum Teil wirklich Schwierigkeiten, sich plötzlich um sich selbst kümmern zu müssen…das nur als Tip am Rande.

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hallo

ich bin studentin und lebe mit meinem freund zusammen. jeder von uns bekommt im monat 400 euro von seinen eltern.
wir haben also etwa 800 euro zum wirtschaften.
davon gehen gut 400 für miete (warm) und fixkosten wie internet, festnetz, versicherung etc. ab.
bahnfahren kostet mich pro fahr 4,95 euro, ich fahre eigentlich jede woche heim und wieder zurück.
was wir fürs essen ausgeben, weiß ich nicht ausm kopf.
wir haben auch kein auto.
also man kann sagen, dass jeder von uns nach abzug der fixkosten etwa 200 euro im monat hat. ich hab noch nie wirklich kontrolliert, was davon am ende übrig bleibt, ich lebe so sparsam, wie ichs schon immer getan hab, aber nicht übertrieben knauserig, ich nehm nich das billigste mensa essen und dreh jeden pfennig zweimal um und trotzdem wächst mein konto eigentlich ständig. zwar nich explosionsartig, aber in geldnöten war ich mit meinem budget noch nie.

gruß
yvi

Hallo,

wie die anderen schon sagten: Kann man so nicht sagen, kommt drauf an, wie teuer dich die Heimfahrten kommen und was du sonst so an Ausgaben hast.

Zum Rest: Wenn ich von dem Geld, das ich von daheim bekomme, alle Fixkosten (Miete, Monatskarten für Nahverkehr (~45 €), Studiengebühren und Studentenwerksbeitrag (zusammen ca. 600€/ Semester)) abziehe, dann lande ich bei ca. 170 € /Monat.

Davon kann man leben, allerdings ist nicht viel drin mit weggehen oder Bücher kaufen (mein großes Laster :wink:) oder… Für mich sind 300€/Monat OK, ich versuche durch dazuverdienen auch auf ungefähr soviel zu kommen

Viele Grüße
Kati

Hallo,

Wenn man kein Auto hat und mit Bus oder Bahn unterwegs ist,
ist zumindest ein Teil der Strecke nach Hause im Allgemeinen
durch das Studententicket abgedeckt, dass man in der Regel
jedes Semester mit dem Semesterbeitrag mitbezahlt und erhält
(da bin ich mir allerdings nicht ganz sicher, ob das in jedem
Bundesland an jeder Uni so ist).

Bei uns leider nicht…

Wenn man dann mal alles andere, was man noch so braucht
(Essen, ab und an mal neue Kleidung, neue Bücher(obwohl man
sich das meiste besser an der Uni-Bibliothek ausleiht!),
Bürobedarf etc…) dazurechnet, bist du mit einem Monatsbudget
von ca. 500 € gut dabei. Davon kann man auch noch am
Wochenende mal ausgehen.

Wobei ich aber denke, dass die wenigsten Studenten nach Fixkostenabzug noch 500€ übrig haben (OK, kommt auf das Fach und Semester an, ob man neben dem Studium noch arbeiten kann).

Gruß
Kati

Hallo Lauri,

das kann man so nicht sagen. Was für ein Fach studierst du denn? Je nachdem werden die Kosten für Fachliteratur ganz unterschiedlich sein. Wirf am besten mal einen Blick auf die Literaturliste (falls bereits vorhanden) im Vorlesungsverzeichnis und schau dann z.B. bei amazon, was die Bücher kosten.

Ansonsten: Bist du noch bei den Eltern mitversichert? In der Krankenversicherung meine ich.

Essen: Für EUR 30,- pro Woche bist du bestens verpflegt und kannst sogar hauptsächlich Bioprodukte kaufen, z.B. bei Aldi, dm, auf dem Markt oder auch mal im „richtigen“ Bioladen.

Wie kommst du denn am Wochenende nach Hause? Mit der Bahn? Ist das weit?

Wie oft pro Woche möchtest du weggehen? Möchtest du in der Mensa essen?

Hast du ein Handy? Ein Telefon? Beides?
Für GEZ und Telefon gibt es, soviel ich weiß, einen Sozialtarif.

Mit anderen Worten: Die Frage nach dem Budget kannst du dir nur selbst beantworten.

Schöne Grüße

Petra

Hallo, Kati!

Wobei ich aber denke, dass die wenigsten Studenten nach
Fixkostenabzug noch 500€ übrig haben (OK, kommt auf das Fach
und Semester an, ob man neben dem Studium noch arbeiten kann).

Ich meinte eher, dass man nach Abzug der Miete noch so 500 € haben sollte, denn das war ja die eigentliche Frage im Ausgangsposting.
Davon muss man Nahrung, weitere Fixkosten wie Telefon etc., Kleidung und sonstige Ausgaben wie Bücher natürlich noch abziehen, dann bleiben wohl so ca. 100 € übrig, über die man frei verfügen kann. 500 € zur freien Verfügung für Annehmlichkeiten hielte ich im Studentenleben schon eher für Luxus als für den Normalzustand:wink:

Gruß
Kati

Gruß, Dine

Hallo Dine,

Ich meinte eher, dass man nach Abzug der Miete noch so
500 € haben sollte, denn das war ja die eigentliche
Frage im Ausgangsposting.

OK, ich meinte 500€ nach Abzug von Miete und Studentengebühren.

Unter Fixkosten habe ich Essen, Telefon etc. auch nicht einbezogen, so wie du auch nicht.

500 € zur freien Verfügung für
Annehmlichkeiten hielte ich im Studentenleben schon eher für
Luxus als für den Normalzustand:wink:

Aber schön wäre es trotzdem :wink:

Gruß Kati

Hi,

Essen: Für EUR 30,- pro Woche bist du bestens verpflegt und
kannst sogar hauptsächlich Bioprodukte kaufen, z.B. bei Aldi,
dm, auf dem Markt oder auch mal im „richtigen“ Bioladen.

also entweder bist du eine äußerst essensentwohnte Afrikanerin oder ich ernähre mich vollständig falsch. :wink:

30,- Euro pro Woche -> 6Euro pro Arbeitstag
Mittagessen Mensa ~3 Euro
Bleiben noch 3 Euro für Frühstück, Abendbrot, Kaffee …
Ich finde das äußerst knapp kalkuliert.

Hast du ein Handy? Ein Telefon? Beides?
Für GEZ und Telefon gibt es,

GEZ bekommen nur Bafög Empfänger erlassen. Alle anderen müssen soweit ich weiß Normaltarif zahlen. (Lasse mich da aber gern korrigieren)

Gruss
P.

Hi,

warum orientierst du dich denn nicht am Bafög-Satz? Der ist dafür ausgelegt, dass man damit vernünftig leben kann.

Ich bekomme ~580 Euro Bafög.
Abzüglich Miete, Krankenversicherung, (Internet ist bei mir in Miete enthalten) habe ich dann noch 280 Euro.
Damit kann man (zumindest in Karlsruhe) vernünftig leben, ohne aber allzu große Sprünge machen zu können.

Gruss
P.

Hi piquer!

GEZ bekommen nur Bafög Empfänger erlassen. Alle anderen müssen
soweit ich weiß Normaltarif zahlen. (Lasse mich da aber gern
korrigieren)

Das ist nicht ganz richtig: Bafög-Empfänger bekommen auf jeden Fall GEZ erlassen. Jeder andere, der ein entsprechend niedriges Einkommen hat, allerdings prinzipiell auch. Die Verdienstgrenze orientiert sich dabei in etwa am Bafög-Höchstsatz, sprich: wenn man so ca. 500-600 € im Monat verdient, kann man an entsprechender behördlicher Stelle nach Offenlegung seiner Verdienste einen Antrag stellen, der wahrscheinlich auch genehmigt wird.

Gruss
P.

Gruß
Dine

was ne Mensa…

Hallo,

also drei Euro in der Mensa finde ich schon viel…ich zahle regelmäßig 1,20 und wenn ich mal richtig über de Stränge schlage und einen Nachtisch dazu esse, dann sind es 2,20.
Und das für 1,20 ist schon Essen 2 für Vegetarier und Ökofreaks oder so; das ganz normale Standardessen kostet 85 Cent.

Also sofern man nicht jeden Tag das Wok- oder Grillessen mit Nachtsich und Getränk zu sich nimmt, kommt man in Düsseldorf kaum an die drei Euro. Allerdings hab ich schon von mehreren gehört, dass wir ziemlich billig sind - keine Ahnung.

Aber das kriegt man im ernstfall ja auf der Homepage der jeweiligen Uni raus.

Grüße
Sonja

Hi,

bei uns kostet ein Hauptgericht zwischen 1,50 Euro - 2,20 Euro wobei da häufig noch eine Beilage fehlt. (also Kartoffeln, Pommes, Reis oä +0,50 Euro)
Sind wir also bei 2,00 Euro - 2,70 Euro. Nimmt man noch einen Salat/Obst oder Dessert für ~0,50 Euro dazu, ist man also schon fast bei den 3 Euro oder vielleicht auch drüber, ohne besonders üppig gespeist zu haben.

Gruss
P.

Hallo,

boah…na dann freu ich mich, wenn ich demnächst wieder in die Mensa gehe. Allerding, was ich vergessen hatte, auch bei uns muss man manchmal Nudeln für 50 Cent dabei kaufen. Trotzdem, wenn man Glück hat, ist man dann auch erst bei 1,30 bis 1,70.

Nuja, vielleicht ist es bei euch leckerer (gut möglich).

Grüße

Sonja

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Huhu

Essen: Für EUR 30,- pro Woche bist du bestens verpflegt und
kannst sogar hauptsächlich Bioprodukte kaufen, z.B. bei Aldi,
dm, auf dem Markt oder auch mal im „richtigen“ Bioladen.

Also wie das funktionieren soll würd mich auch mal interessieren.

Gruß
diemaus

Also wie das funktionieren soll würd mich auch mal
interessieren.

Na ok, aber ich glaube, ich habe mich ein wenig verrechnet. Habe es erst nachher gemerkt. Es sind EUR 40,-.

EUR 15,- pro Woche bei Aldi
EUR 5,- beim Bäcker (also zweimal Brot kaufen)
EUR 5,- auf dem Markt (Bio-Stand)
EUR 15,- bei dm (Müsli, Milch, Brotaufstrich, Honig, Tee)

Ok? Oder ist es schlimm, dass ich mich verrechnet habe? Mensa und sowas habe ich jetzt nicht mitgerechnet. Aber man kann es sich von den oben aufgezählten Einkäufen eine Woche lang gut gehen lassen, ohne irgendwo anders essen zu gehen. Und man wird nicht dick dabei. :wink:

Schöne Grüße

Petra

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Hi

Ok? Oder ist es schlimm, dass ich mich verrechnet habe? Mensa
und sowas habe ich jetzt nicht mitgerechnet. Aber man kann es
sich von den oben aufgezählten Einkäufen eine Woche lang gut
gehen lassen, ohne irgendwo anders essen zu gehen.

Nöö, ist nicht schlimm, allerdings kann ich es mir nicht leisten, jede Woche auf dem Markt einzukaufen und schon gar nicht beim Biobauern, und das bei etwa gleichem Budget.

Gruß
diemaus

Hallo!

Vornweg: Erlangen ist ein teures Pflaster :wink: Aber da du die Miete bezahlt bekommst, ist der größte Batzen abgedeckt.

Ich habe nach Abzug der Miete 220 Euro, mit denen ich Leben muss. Davon leiste ich mir KEIN Festnetz, KEIN Internet, KEINE GEZ (weil ich keinen Fernseher habe). Das wäre nicht drin.

Von den 220 Euro im Monat muss ich 100 Euro beiseite legen, für die Studiengebühren.

Bleiben 120 Euro zum Erwerb von Essen, Fachliteratur, Kopiergeld, Handy (irgendwie muss man ja erreichbar sein, gibt es ja aber schon wahnsinnig günstig), Heimfahrten und kleine Annehmlichkeiten.

Punktum: Das geht nicht.

Also bin ich auf Zuschüsse von Verwandten angewiesen und auf ARBEIT.

Ersteres ist etwas, was ich nie fest in mein Budget einplane. Wenn Oma mir was zusteckt oder ich Geburtstag habe, dann sind das extra Kröten, die mir zufällig zufielen. Mit denen rechne ich nicht.
Die Arbeit plane ich ein. Ich gebe Nachhilfe, d.h. mein „Einkommen“ schwankt stark zwischen 0 Euro (in den Ferien) und 100 Euro (kurz vor den Prüfungen). Ich kann also nicht fest planen, aber ich weiß, dass ich etwa 50 Euro im Monat auf meine 120 Euro „Elterngeld“ draufrechnen kann.
Man kommt hin, aber man muss ein wenig rechnen.
Fachliteratur kaufe ich bspw. nicht. Man kann sie aber kopieren. So bekommt man ein 50 Euro teures Buch für 3 Euro.
Die Bahn ist für mich kein Thema. Entweder findet man direkt an der Uni Leute, die einen mitnehmen, oder man schaut unter www.mitfahrgelegenheit.de. Bei der Bahn würde ich 35 Euro pro Strecke bezahlen, so komme ich mit 10 Euro hin.
Internet bietet die Uni kostenlos und mittlerweile fast rund um die Uhr an. Man sollte sich überlegen, ob man es wirklich selbst braucht.
O2 bietet homezone ohne Grundgebühr. Viele haben mittlerweile eine Telefonflatrate. Meine Leute wissen, dass sie mich zurückrufen sollen, wenn ich sie anklingel.
Die Mensa ist teuer und (aber psst) wirklich nicht lecker. Ein Essen ohne Beilagen kostet mal eben 1,80 Euro plus 50 Cent für die Pommes. Da ist noch kein Gemüse dabei. Unter drei Euro geht man da selten raus. Das leiste ich mir relativ selten.
Tageszeitungen gibt es in der Unibibliothek täglich neu. Man kann in einem mehr oder weniger bequemen Sessel sitzen und sie kostenlos lesen.
Kinos, Kneipen, alles hat Studententage. Da ist es zwar voller, aber halt auch billiger.
Nur im Mai/Juni braucht man mal etwas mehr Geld, da ist Bergkirchweih. Da MUSS man hin :wink:)

So sieht es bei mir im Moment aus. Es war auch schon mal besser, da habe ich mehr gearbeitet und etwa 300 Euro im Monat extra gehabt, aber das ist zeitlich momentan nicht drin. In Erlangen findet übrigens jeder einen Job.

Orientiere dich vielleicht wirklich zuerst mal am Bafög-Satz (der bei mir auf 530 Euro festgelegt wurde, die ich aber leider nicht bekomme) und ziehe die Miete davon ab. Wirst ja sehen, wie du damit hinkommst. Man kann ja immer später nochmal nachverhandeln :smile:

LG und viel Erfolg in Erlangen,
die Lidscha