Lukean, Cyrano de Bergerac, Domingo Gonsales, Daniel Defoe haben mehr oder weniger glaubhafte Artikel über Reisen zum Mond geschrieben. Lukean z.B. geriet mit seinem Schiff in einen Wirbelsturm und strandete auf dem Mond. Obwohl in Wirbelstürmen eine enorme Kraft steckt, scheint mir dieser Bericht nicht sehr glaubhaft zu sein, da er noch zusätzlich behauptet, alle Mondbewohner hätten lange Nasen. Diese Bemerkung entlarvt seine
Reisebeschreibung als pure Phantasterei, denn die These von Mondbewohnern ist durch die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Sowjets und der Amerikaner wohl kaum noch zu halten. Wer kennt noch andere Reisebeschreibungen?
einen Wirbelsturm und strandete auf dem Mond. Obwohl in
Wirbelstürmen eine enorme Kraft steckt, scheint mir dieser
Bericht nicht sehr glaubhaft zu sein, da er noch zusätzlich
behauptet, alle Mondbewohner hätten lange Nasen.
Hallo Alex,
ich denke eher mal, da hat Dein Lukean eher die Bewohner hinter dem Mond gemeint, denen er bei seinem Besuch lange Nasen gedreht hat.
Aber ganz im Ernst, schreibt Jules Verne nicht auch was von einer Reise zum Mond?
Relativ modern, da aus den 60ern: ‚Kaff, auch Mare Crisium‘ von Arno Schmidt, in dem die Reise zum Mond bzw. das Bewohnen des Mondes überlebensnotwendig ist, da die Erde durch den Krieg zerstört ist.
Die Beschreibungen der Mondkolonie sind als rein fiktive Erzählabschnitte in eine ‚normale‘, in den 60ern spielende Alltagsgeschichte eingebettet (der Erzähler, zugleich Hauptfigur des Romans, erzählt die Geschichte vom Mond seiner gelangweilten Freundin, um sie abzulenken und zu fesseln).
Wie immer bei Arno Schmidt gibt es viele mehr oder minder versteckte Verweise auf andere literarische Werke.
Lukians Mondbewohner
Lukian berichtet, dass auf dem Mond Pferdegeier leben
„Die Geier sind gross und meist dreikoepfig; und wie gross sie sein muessen, kann man daraus entnehmen, dass jede Feder ihrer Schwingen laenger und dicker ist als der Mast eines grossen Kornschiffes.“ Die Pferdegeier haben die Aufgabe, alle angetroffenen Fremde sofort zuverhaften und vor den König zu führen.
Gruß, Alexander
Aus der Abteilung „neuere Klassiker“ empfehle ich Dir Herbert George Wells, „Die ersten Menschen auf dem Mond“ (vor einiger Zeit bei dtv neu aufgelegt).
Aus der „Golden Era“ der SF empfehle ich Dir die Future History von Robert A. Heinlein, speziell den herrlichen Kurzroman „The Man Who Sold the Moon“. Ein Muß in der mondbezogenen SF!
…darf man natürlich Jules Verne nicht vergessen; ferner Isaac Asimov (Lunatico usw.) und Arthur C. Clarke (sein wohl berühmtestes Werk, 2001, spielt zum großen Teil auf dem Mond).
Hallo Alexander
Beim guten alten Poe finden sich die Phantasischen Fahrten, mit Protagonisten wie Hands Pfaall,
Arthur Gordon Pim und so. Mindestens einer davon war auf dem Mond.
Weiter gibt’s „Eine Mondgeschichte“ von Oskar Panizza (Cotta). Wenn’s nicht so recht das ist, was
Du suchst, hast Du immerhin Bekanntschaft mit Panizza gemacht, die leicht in eine Freundschaft
ausarten könnte.
PS: Die Geschichte von der literarischen Mondfahrt war doch schon mal ein Wer-weiss-was-Thema, nicht?
Gruss
Kurt Schindler
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PS: Die Geschichte von der literarischen Mondfahrt war doch
schon mal ein Wer-weiss-was-Thema, nicht?
Richtig aber es gab damals - wenn ich mich richtig erinnere - das Archiv noch nicht, so dass ich nicht mitteilen kann, welche Antworten ich damals bekommen hab. Die Aktuellen Antworten sind ohnehin umfangreicher als die von damals. Völlig neu und absolut Spitze ist der Tipp von Wallace und Gromit.