ich bin auf der Suche nach einem guten, aber dennoch
preiswerten Monitor, 19’’ sollten es schon sein, weil ich die
momentan auch als Röhre (CRT) habe.
Als Größe wird bei einem CRT die Diagonale des Gerätes, bei TFTs die sichtbare Bild-Diagonale angegeben. Die Bild-Diagonale eines 19"-CRTs beträgt ca. 18".
Wichtig ist beim TFT aber auch die relative Auflösung, also die Größe der Bildpunkte. Bei einem CRT kann man die Auflösung beliebig verändern und damit die Darstellungsgröße anpassen. Ein TFT-Monitor hat eine feste („native“) Auflösung, man kann also weder für aufwendige Games oder eine größere Textdarstellung die Auflösung reduzieren, noch kann man sie erhöhen, um mehr Inhalt auf den Bildschirm zu bekommen.
Ein Standard-19"er mit einer Auflösung von 1280x1024 Pixeln hat mit 0,29 mm Pixelgröße eine relativ grobe Darstellung, also eher augenfreundlich.
Bei der Suche nach guten Testergebnissen wurde ich in perfekte
Verwirrung gestürzt (bitte bemitleiden!!!).
Du bist soooo arm. 
Gibt es einen
relativ einheitlichen Code bei der Typenbezeichnung? Steht ein
P z.B. immer für Pivot-Funktion (und ist die nicht auch
grafikkartenabhängig?)).
Nein, aus dem Namen lässt sich nur selten auf irgendwelche Funktionen des Gerätes schließen.
Spiele manchmal Adventures, gucke seltenst DVD, benützte den Monitor
hauptsächlich für Standardanwendungen (aber auch
Grafikbearbeitung). Worauf muss ich sonst achten?
Bis auf die Grafikbearbeitung sind das keine hohen Ansprüche.
Grafikbearbeitung ist ein Problem für die meisten TFT-Monitore. Gegenüber analogen CRT-Monitoren haben TFTs immer Probleme, Farben korrekt darzustellen. Während TFTs mit guten Panels (MVA, PVA, S-IPS, S-PVA) das noch ganz gut hinkriegen, hauen TFTs mit TN-Panels besonders bei hellen Farbtönen oft kräftig daneben. Da kann es schon mal sein, dass ein helles grau als pastellgrün angezeigt wird oder ein gedeckter Hautton schweinchenrosa. Ist natürlich nicht so toll, wenn man Retuschen für den Druck vornimmt.
Reichen 8ms Zugriffszeit?
Dat Ding heißt Reaktionszeit. ^^ 8 ms für den schwarz-weiss-Wechsel reichen bei aktuellen Monitoren erfahrungsgemäß mehr als aus. Niedrigere Angaben sind eh meist nur hingetrickst.
Die die Herstellerangaben für die Reaktionszeit sich leider nur auf einen Punkt beziehen, sind sie ohnehin nicht besonders aussagekräftig. Wichtig ist die Reaktionszzeit, davon abgesehen, nur beim Spielen oder in sehr schnellen Videoszenen. Und da - zumindest bei 19" - wohl alle aktuellen TFT-Monitore schnell genug sind, sollte man diese Angabe nicht überbewerten!
Was ist ein vernünftiges Kontrastverhältnis?
700:1 ist ja wohl mittelpreisiger Standard, oder?
Beim Kontrast muss man sehr vorsichtig sein, da der Wert allein eigentlich keine Aussagekraft hat. Der Kontrast bezeichnet die Differenz zwischen hellstem und dunkelstem darstellbaren Bildwert. Für den Anwender ist es wichtig, bei einer zum arbeiten geeigneten Helligkeit (ca. 150 - 200 cd/m²) einen guten Kontrast zu haben. Ein hoher Kontrast von 700:1 bei 200 cd/m² würde aussagen, dass der Monitor die Hintergrundbeleuchtung bei schwarzem Bild gut absperren kann (geringer Schwarzwert) und auch im dunklen Bereich noch feine Helligkeitsunterschiede darstellen kann.
Billige Monitore mit TN-Panels können aber genau das meist eben nicht! Die Hersteller greifen dann in die Trickkiste, bauen eine irre starke Hintergrundbeleuchtung ein und messen bei sehr hohen Helligkeitswerten, wo man nurmehr mit Sonnenbrille arbeiten könnte. Je höher man die Helligkeit aufdreht, desto höher wird auch der Kontrast. Man erreicht ein hohes Kontrastverhältnis, was aber nur einen Marketingwert hat. Der Kunde arbeitet nicht bei 500 cd/m³, sondern vielleicht bei 200 cd/m², wo der tatsächliche Kontrast dann vielleicht noch 1/3 des vollmundig verkündeten Wertes von 700:1 beträgt.
Etwas weiter unten findet sich ja eine lange Diskussion um
Wide/Normal, die hat mir schon etwas geholfen, aber ich habe
auch noch den Wunsch, den Monitor für max. 200 EUR incl.
Versand zu bekommen, integrierte Lautsprecher sollten dabei
sein.
Dafür bekommst du keinen hochwertigen Monitor. Für 200 EUR sind nur TN-Panel zu haben und zwar überwiegend solche mit minderwertigen Komponenten und einer mäßigen Fertigungsqualität. Abgesehen von diversen Geheimtips kannst du dich in diesem Preissegment auf sehr schlechte Farbtreue, einen schlechten Schwarzwert, geringen Kontrast und geringes Auflösungsvermögen bei moderater Helligkeit (vergiss die Werbeangaben), stark beschränkte Einblickwinkel (besonders vertikal) und eine ungleichmäßige Bildausleuchtung (helle Lichthöfe in den Ecken) einstellen. Auch Verarbeitung und Funktionsumfang sind in dem Preissegment meist nicht so toll.
Ganz wichtig ist, dass es nicht zu sehr „flackern“ darf,
weil ich es an den Knöpfen habe und sehr viel vor dem Monitor
hocke, auch berufsbedingt (–> Kopfschmerzgefahr!).
Flackern kann ein TFT-Monitor bauartbedingt nicht. Das Bild ist statisch, „bleibt also immer stehen“, während es bei einem Röhrenmonitor 60 - 100 mal pro Sekunde neu aufgebaut (regelrecht auf den Schirm gezeichnet) wird.
Wenn ein TFT flackert, ist stets was kaputt. Meist ist dies die Hintergrundbeleuchtung, welche aus einem Inverter und Leuchtstoffröhren (CCFL) besteht und bei Billigmonitoren gern zeitig aus dem Leben scheidet.
Ach, dat hört ja nieee auf! Aber wirklich letzte Frage: Ist
evtl. ein Rückschritt zu einem 17-Zoller TFT nicht dramtisch,
weil ein 19’’ CRT keine signifikant größere Ansicht hat?
Eventuell nicht, das musst du ausprobieren. Aber da ein 17"-TFT dieselbe Absolutauflösung hat, wie ein 19"-TFT (mämlich 1280x1024 Bildpunkte), ist die Darstellungsgröße natürlich viel geringer, der Text kleiner etc. Andererseits bekommt man den gleichen Bildinhalt auf den Schirm.
Standard-P.S.: Ja, es gab wahrscheinlich schon ähnliche
Postings hier, aber Themen sollten doch auch mal neu aufgelegt
werden dürfen, gelle… 
Na klar. Solange noch jemand antwortet… *g*
Gehört vielleicht wirklich mal ne ordentliche FAQ geschrieben zum Thema Monitore, das kommt wirklich ständig.
LG Jesse