Monomode Glasfaser, elektrische Bandbreite

Guten Tag,
Wir betreiben auf unseren Mono(single)mode Glasfaserkabel Übertraungseinrichtungen mit einer Bandbreite von derzeit 622Mbit. Die Übertragungsgeräte sollen erneuert werden ud eine Bandbreite von 2,5-10 Gbit haben.
Meine Frage ist die elektrische Bandbreite abhängig
von der Dämpfung der Faser bzw. stehen sie in Relation zueinnder?
Meines wissens nicht.Da nach meinem Dafürhalten die Laserdiode der Übertragungsgeräte die Dämfung der Faser ausgleichen muss. Die zu Übertragende elektrische Bandbreite ist dabei unerheblich. Bin aber nicht sicher ob dem so ist. Für eine kurze fundierte Antwort wäre ich dankbar. Weitere detailinfos meinerseits können gerne geben werden.
MFG
B.Käser

Hallo,

Licht hat rund 500 THz, also kann die übertragene Bandbreite im THz-Bereich liegen, was derzeit nicht ausgenutzt werden kann - m.a.W. die Übertragungsbandbreite hängt ausschliesslich von den verfügbaren elektro-optischen Wandlern ab. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Kapazität zu erhöhen, z.B. Frequenzmultiplex, also weitere Übertragungskanäle anderer Frequenz über die gleiche Faser. Diese arbeiten völlig unabhängig voneinander. Man könnte also mit 10 Laserfrequenzen jederzeit die 10fache Datenmenge übertragen.

Natürlich hört mit zunehmender Dämpfung irgendwann der Empfänger auf korrekt zu arbeiten, aber es ist möglich, die Signale unterwegs verlustfrei aufzufrischen, daher gibt es eigentlich keine obere Grenze der Kabellänge, jedenfalls nicht auf unserem Planeten.

Gruss Reinhard

Hallo B.Käser,

ist mit der „elektrischen Bandbreite“ die Bandbreite gemeint, mit der das gesendete Licht (wie immer es erzeugt wurde und empfangen wird) bezüglich der Bandbreite limitiert ist? Wenn ja:

Zufällig fällt mir gerade mein Buch „Infrarottechnik“ in die Hände. Dort steht, dass auch bei Monomode-Übertragung die Bandbreite prinzipiell wegen der optischen Bandbreite der Sender begrenzt ist (-> frequenzabhängige Laufzeit des Lichts). Mit einer LED ist wegen deren hoher Bandbreite wesentlich weniger als mit einer Laserdiode und mit der wiederum wesentlich weniger als mit einem „richtigen“ Laser erreichbar. Zahlen und Berechnungsbeispiele gibt’s wohl auch im Buch.

Nebenbei: Man kann hohe Informationsmengen auch mit niederiger Bandbreite übertragen, braucht dafür aber bessere S/N-Verhältnisse.

Grüße

Uwe