Hallo Sebastian,
Ein Kombinatorischer Automat erzeugt die Ausgabefolge einzig
aus der Eingabefolge und zwar streng kausal und egal zu
welcher Zeit, und auch eindeutig, also deterministisch.
Das stimmt soweit.
Bei einem Sequentiellen Automaten basiert die Ausgabefolge
zusätzlich noch auf den inneren Zustand des Automaten
richtig, also sind Moore und Mealy beides sequentielle Automaten.
Ein Beispiel: Du hast eine Folge 01 am Eingang. Jetzt hängt die Ausgabe nicht nur davon ab, ob da diese Folge kommt, sondern auch davon, was vorher gewesen ist. Das ist mit Zustand gemeint.
Also sagen wir durch die Folge 01 am Eingang soll abwechselnd ne 1 und dann ne 0 ausgegeben werden. sozusagen: 01010101 ergibt 1010.
Die Ausgabe ist nun nicht nur vom Eingang abhängig, sondern auch von den Zuständen des Automaten.
(Speicher.),(also nichtderterministisch(?))
Jein. Also wenn du den Automaten vollständig und widerspruchsfrei beschreibst, dann ist er sehr wohl deterministisch. (vgl. http://wcms1.rz.tu-ilmenau.de/fakia/fileadmin/templa… ab S. 30)
(Das war Lehrveranstaltung Systemtheorie.)
Echt? Systemtheorie war bei mir etwas komplizierter. Da ging es um Signale im Zeit und Frequenzbereich, um theoretische Datenübertragung, Fouriertransformation usw. Komisch wie das so verschieden benannt wird.
Moore: Die Ausgabe hängt nur vom Zustand des Automaten ab. Der
Zustand wird direkt aus der Eingabe abgeleitet. Die Ausgabe
kann deswegen auch direkt an den Zustand mit rangeschrieben
werden. Pro Zustand existiert genau eine Ausgabe
Der Ausgang kann nicht nur, er MUSS in den Zustand geschrieben werden. Das ist ja das Wesen des Moore.
Deswegen ist mein Bild auch ein Mealy Automat. Als Moore kann
er so erstmal nicht dargestellt werden, da ja je nach EINGABE
im Zustand 1 entweder 0 oder 1 ausgegeben wird. Diesen Zustand
müßte ich also in zwei Ersatzzustände aufsplitten, um einen
Moore zu bekommen.
Das stimmt schon, aber nur das Aufsplitten der zweifelhaften Zustände reicht nicht. Moore und Mealy haben grundlegend verschiedene Eigenschaften. Willst du z.B. nur ganz kurz eine 1 am Ausgang erzeugen, so nimmst du in deinem Mealy die Kante her, machst dort den Ausgang zu 1 und machst im folgenden Zustand eine Eigenschleife mit Ausgang 0.
Bei Moore musst du einen zusätzlichen Zustand einfügen, der diese 1 realisiert und aus dem du bedingungslos sofort in den nächsten gehst, der dann keine 1 ausgibt.
Solche Sachen musst du unbedingt bedenken.
Bleibt die Frage, bezgl. kombinatorisch und sequentiell.
Offensichtlich kann ein Mealy auch kombinatorisch sein, aber
ein Moore nicht sequentiell. (richtig?)
Beide automaten sind sequentiell. Zur Realisierung beider Automaten brauchst du FlipFlops um die Zustände zu speichern. Wie das geht ist auch auf diesen Arbeitsblättern beschrieben. Die Zustandsvariablen sind hierbei nur wieder Signale, die du in deiner Schaltung benutzen wirst.
Ein Erklärungsversuch:
Kombinatorisch bedeutet, daß die Ausgabe einzig von der
jetzigen Eingabe beeinflußt wird, sequentiell bedeutet, daß
die Ausgabe von der jetzigen und zusätzlich von den vorherigen
Eingangsbelegungen abhängig ist, so und jetzt steig ich aus.
Das ist völlig richtig.
Die vorherigen Eingangsbelegungen spiegeln sich doch im
jetzigen Zustand des Automaten wieder, oder?
Jein, hängt auch am Startzustand des Automaten und an der Anzahl der Durchläufe usw.
Aber beim Moore Automaten hängt doch ebenfalls ab, in welchen
Zustand ich gelange, wo ich mich gerade befinde.
Beim Mealy aber auch, vgl oben.
Wenn ich in
einen Moore Automaten ein v1 eingebe, muß dann quasi IMMER ein
w1 rauskommen, aber in anderen Zuständen darf ich mich
befinden? oder ist das nur die Anforderung des
kombinatorischen Automaten?
Die Frage habe ich jetzt nicht verstanden.
Ich weiß, das war jetzt ganz schön viel und dann auch noch
ungeordnet, verzeih bitte. Es würde mir schon reichen, wenn Du
an die jeweiligen Aussagen ein richtig oder falsch ranmachst
und die falschen leicht kommentierst. Vielen, vielen Dank und
Grüße aus Dresden
Klaro. Aber was ist denn nun deine Aufgabe? Also was hast du vor mit den Automaten?
Bis bald,
der Günther