Morbus Bechterew ?

Liebe Profis!

Heuer im Frühahr wurde bei mir nach einer Blutuntersuchung HLAB27 positiv festgestellt, und man hat mich darüber informiert daß ich die Krankheit Morbuis Bechterew habe.
Zu meinem großen Glück habe ich jedoch absolut keine Schmerzen.
Vor 1 Woche war ich zu meiner jährlichen Vorsorgeuntersuchung beim Arzt, und aufgrund einer Blutuntersuchung wurde dann HLAB27 negativ festgestellt.
Als ich den Arzt fragte, was dies bedeutet, konnte er mir bedauerlicherweise keine Antwort geben.
Wißt ihr zufällig eine Antwort?

Vielen Dank und ein schönes Weihnachtsfest wünscht Euch
Karl

Hallo Karl,

jeder Mensch hat einen HLA-B ( laut Wiki: Human Leukocyte Antigen-B (HLA-B). HLA-B gehört zur Gruppe der MHC-Klasse-I-Proteinkomplexe, die sich auf der Oberfläche nahezu aller Zellen des Organismus befinden und wichtige Funktionen des Immunsystems regulieren. )
Mehr infos dazu bei Wikipedia.
Bei der Spondylitis ankylosans (morbus bechterew) haben ca. 90% der Diagnostizierten einen positiven HLA-B27 Marker.
Aber der Anteil in der Bevölkerung mit HLA-B27 positiv ist wesentlich höher. Im Klartext: Bei geiwissen Beschwerden erhöht der positive HLA-B27 Marker die Wahrscheinlichkeit MB zu haben, aber auch mit negativem Marker kann man MB haben.
Bei der Diagnose MB schätzt man 10 % Fehldiagnosen ein, aber aes gibt auch Leute die behaupten mal positiv, mal negativ getestet worden zu sein. Wenn man davon ausgeht das der HLA-B Marker unabänderlich ist, dann gibt es offensichtlich auch dort fehlerhafte Diagnosen.
Welcher Leidensdruck führte denn überhaupt zum Gang zum Arzt? Normalerweise tun sich die Ärzte sehr scher mit dieser Diagnose und die modernere Auffassung spricht auch lieber von axialer Spondylitis, solange eine Veränderung noch nicht röntgenologische nachgewiesen werden konnte.

Ein frohes Fest

Udo

Hallo Karl,
wenn Dir ein Arzt nicht erklären kann, warum ein HLAB27-Test einmal positiv und ein andermal negativ ausfallen kann, ist das ein Armutszeugnis. Du solltest auf jeden Fall einen Rheumatologen konsultieren. Das vorweg.

Die unterschiedlichen Ergebnisse können dadurch entstehen, dass durch eine längere Zeitdifferenz zwischen Blutabnahme und Untersuchung im Labor und/oder durch den Transport andere Ergebnisse herauskommen.

Letztendlich ist das aber gar nicht so wichtig. Ein Morbus Bechterew wird durch Röntgen der Kreuz/Darmbeingelenke, durch Schilderung der Beschwerden und noch einige andere Dinge festgestellt. Der HLAB27 ist dann nur noch ein weiterer Beweis. Zwischen 90 bis 95% aller Bechterewler haben einen positiven, etwa 5 bis 10% einen negativen Wert.

Ich hoffe, dass Du einen sachkundigen Rheumatologen findest, der Dich ordentlich untersucht und dann eine zutreffende Diagnose stellt.

Weitere Informationen auch unter „bechterew.de

Alles Gute

Dieter Klemm

Hallo Karl,

jeder Mensch hat einen HLA-B ( laut Wiki: Human Leukocyte
Antigen-B (HLA-B). HLA-B gehört zur Gruppe der
MHC-Klasse-I-Proteinkomplexe, die sich auf der Oberfläche
nahezu aller Zellen des Organismus befinden und wichtige
Funktionen des Immunsystems regulieren. )
Mehr infos dazu bei Wikipedia.
Bei der Spondylitis ankylosans (morbus bechterew) haben ca.
90% der Diagnostizierten einen positiven HLA-B27 Marker.
Aber der Anteil in der Bevölkerung mit HLA-B27 positiv ist
wesentlich höher. Im Klartext: Bei geiwissen Beschwerden
erhöht der positive HLA-B27 Marker die Wahrscheinlichkeit MB
zu haben, aber auch mit negativem Marker kann man MB haben.
Bei der Diagnose MB schätzt man 10 % Fehldiagnosen ein, aber
aes gibt auch Leute die behaupten mal positiv, mal negativ
getestet worden zu sein. Wenn man davon ausgeht das der HLA-B
Marker unabänderlich ist, dann gibt es offensichtlich auch
dort fehlerhafte Diagnosen.
Welcher Leidensdruck führte denn überhaupt zum Gang zum Arzt?

Hallo Udo!

Vielen Dank für Deine Antwort. Was mich veranlasste, zum Arzt zu gehen,ist eine rel. starre Halswirbelsäule, und das liegt daran, daß mittlerweile 4 Wirbel miteinander verwachsen sind. Nach einer Blutuntersuchung wurde dann HLAB27 pos. herausgefunden und mir mitgeteilt, daß ich MB habe.

Normalerweise tun sich die Ärzte sehr scher mit dieser
Diagnose und die modernere Auffassung spricht auch lieber von
axialer Spondylitis, solange eine Veränderung noch nicht
röntgenologische nachgewiesen werden konnte.

Ein frohes Fest

Vielen Dank, Euch ebenfalls, und einen guten „Rutsch“ in`s Neue Jahr.

Viele Grüße

Karl

Hallo Karl,
wenn Dir ein Arzt nicht erklären kann, warum ein HLAB27-Test
einmal positiv und ein andermal negativ ausfallen kann, ist
das ein Armutszeugnis. Du solltest auf jeden Fall einen
Rheumatologen konsultieren. Das vorweg.

Vielen Dank für diesen Tipp, Dieter!

Letztendlich ist das aber gar nicht so wichtig. Ein Morbus
Bechterew wird durch Röntgen der Kreuz/Darmbeingelenke, durch
Schilderung der Beschwerden und noch einige andere Dinge
festgestellt. Der HLAB27 ist dann nur noch ein weiterer
Beweis. Zwischen 90 bis 95% aller Bechterewler haben einen
positiven, etwa 5 bis 10% einen negativen Wert.

Naja, mir wurde mitgeteilt, daß ich aufgrund von HLAB27 Morbus Bechterew habe, obwohl ich (66 J.) absolut schmerzfrei bin.

Ich hoffe, dass Du einen sachkundigen Rheumatologen findest,
der Dich ordentlich untersucht und dann eine zutreffende
Diagnose stellt.

Danke für diesen Tipp; dann werde ich mich mal auf die Suche machen.

Viele Grüße, und einen guten „Rutsch“ in`s Neue Jahr!

Karl

Moin Karl - Ein frohes Weihnachtsfest wünsch ich Dir.
Das ist ja sehr merkwürdig mit der Blutuntersuchung, die solltest Du dringend wiederholen - viell. gleich bei einem Rheumatologen.
Ich selbst hab ‚diagnostizierten MB‘ seit 25 Jahren ca. - und, meine blutwerte sind auch negativ. Ja, Schmerzen sind beim Bechterew nicht immer gegeben. Ich bin Admin in einer MB-Gruppe bei Facebook - so ca. 100 Mitglieder. Und da gibt es die verschiedensten MB-Verläufe. Von einem Bergsteiger oder Marathonläufer hin zu Mitglieder, die allerschlimmste Schmerzen haben und ziemlich bewegungsunfähig sind.
Wenn Du Lust hast, hier der Link zur Gruppe, einfach Beitrittsanfrage anklicken - Kontakt mit anderen Bechtis hilft manchmal mehr als ein Arzt. Vor allem bei einem Arzt, der „keine antwort“ geben kann.
Wir würden uns freuen - ansonsten wechsel bitte Deinen Arzt. Ein Rheumatologe wird sicherlich informierter und hilfreicher sein. Hab noch einen schönen Tag… :smile:
+++https://www.facebook.com/groups/MorbusBechterew/+++
Hab noch einen schönen Tag