Die PKK laesst ein junges Paar toeten, unglaublich aber wahr: Ein deutsches Gericht bewertet ein in Deutschland veruebten, geplanten Mord lediglich als Totschlag.
Die Begruendung: Die Angeklagten haetten sich bei der Tat an den Werten und sozialen Zwaengen ihrer Kultur orientiert.
Wo leben wir eigentlich: in der Tuerkei oder im Nahen Osten, in dem Blutrache und Selbstjustiz offenbar legitim sind , oder in einem modernen Rechtsstaat?
Es gibt nur 2 Moeglichkeiten : Raus mit solchen Auslaendern, oder „Gute Nacht , Rechtsstaat"!
Ein heisses Stück Kohle…
…hast Du da in den fast erloschenen Ofen gehauen. Aber Du hast Recht. Es ist einfach nicht nachvollziebar, dass ein Mord mit irgendwelchen Kulturzwängen oder Gottesgedenken heruntergewürdigt und dementsprechend honoriert wird. Aber das ist der deutsche Zwang nach Ausländerfreundlichkeit, ein hartes Urteil würde sicher wieder nur Empörung in aller Welt hervorrufen, gerade, weil ein eventueller Mord ja aus Kulturgründen oder -tradition stattfand.
Anpassen muss sich niemand, keine Ausländer, keine Aussiedler, keine Asylbewerber. Ihre Kultur sollen und müssen sie auch behalten, ganz klar. Aber jeder, egal ob weiss, schwarz, gelb oder dunkelbunt hat sich den Gesetzen des jeweiligen Landes unterzuordnen (das wird auch von uns Deutschen im Ausland verlangt). Baut er Mist, muss er dafür bezahlen. Es kann einfach keine Rolle spielen, ob es ein „Kulturvergehen“ war oder ein „simpler“ Mord wegen einer Schachtel Kippen.
kennst du die Daten des Urteils? Die würden mich interessieren (am Liebsten zum Anklicken, ansonsten reicht die NJW-Angabe). Du darfst dies nicht so eng sehen…
Wie sagte damals unser Strafrechtsprof.: Wenn ihr in die Mündung der Kanone schaut, dann gibts bloß Todschlag, wenn ihr aber von hinten abgeknallt werdet, dann ist es Mord. Tot bleibt aber tot, egal wie. So seine spöttische Umschreibung des § 211 und 212 StGB.
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wenn sie keine niederen Beweggruende hatten war es kein Mord. Fragt sich, wer das definiert, und ob die Sicht der Taeter oder der Rechtsprecher zaehlt …
Es gibt nur 2 Moeglichkeiten : Raus mit solchen Auslaendern,
oder „Gute Nacht , Rechtsstaat"!
Es gibt nur zwei Moeglichkeiten: Gemeinsam gegen Ignoranz und Intoleranz oder, „Gute Nacht, Welt“!
Da hat wohl ein intelligentes Gericht ein Urteil gefällt. Ein Gericht das sich tatsächlich mit anderen Kulturkreisen, Sozialisation und sozialen Zwängen beschäftigt hat.
Wir sollten uns, als Nichtjuristen, hüten solche Urteile nur aus dem „Bauch“ zu beurteilen. Es gibt auch andere „Rechtsempfinden“ als die des deutschen Volkes bzw. des deutschen Stammtisches. Man denke da nur an das sogenannte islamische Recht oder das archaische Blutrecht der Albaner, der Kanun. Dies alles muss ein deutsches Gericht mit in ein „gerechtes“ Urteil einfließen lassen. Das ist für uns vielleicht bitter. Rechtssprechung war aber noch nie einfach.
Mönsch Hafenmaus
bist du bei der antwort nicht ein wenig zu kurz gesprungen?
-Wenn ein Deutscher sturzbetrunken Frau und Kind erschlägt bekommt er wegen seiner Sucht mildernde Umstände
-Wenn ein Deutscher seine Kinder halbtot schlägt bekommt er wegen seiner schwierigen Kindheit (vater arbeitslos und Trinker) mildernde Umstände
Zeugen Jehovas (Christen) werden in Deutschland nicht zum Wehrdienst herangezogen (müssen nichtmal verweigern) wegen ihres Glaubens
wenn auf dem Oktoberfest ein Betrunkener einen Wachmann niederschlägt bekommt der kein Schmerzensgeld weil er mit dem Risiko bei dem job hätte rechnen müssen (Kulturzwang?)
und so weiter und so fort
warum sollen also bei Ausländern ihr bisheriges Leben ausgeklamert werde?
auch die beiden mussten sich unseren Gesetzen stellen und haben ihre Strafe bekommen (den Unterschied zwischen Mord und Totschlag find ich zu lächerlich um drüber zu diskutieren)
Gruß
Nurgut
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Du hast vollkommen Recht, darüber habe ich kein Wort verloren…*schlagmich*
Aber es ging ja auch um die o.a. Problematik, nicht um betrunkende, mordene Deutsche. Dass hier ebenso was falsch läuft, ist kein Thema, das wissen wir… Aber es ist dennoch ein Unterschied, ein sehr erheblicher sogar, ob ein Mensch mangelnde Schuldfähigkeiten zugeschrieben bekommt, weil er betrunken war, oder weil er kulturelle Zwänge für angemessen hielt. Und viele, heute, und auch in Germany und Europa allgemein „praktizierte“ Kulturtraditionen sind einfach grausam und verachtend (nur ein Beispiel ist die Beschneidung von Mädchen), ein Vergleich wäre hier, so denke ich, nicht angebracht. Wenn ein Mensch einen anderen umbringt, weil seine Kultur dies nicht anders zulässt, dann darf es da keine Begünstigungen geben. Tradition und Kultur ist kein Grund, einen Menschen töten zu dürfen, nur weil es sein Volk halt so macht, und dafür noch belohnt zu werden. (ebenso muss ein betrunkenener Mörder genauso hart bestraft werden, aber das ist ein anderes Thema)