Hallo,
Unter dieser Überschrift lese ich in der WELT vom 13.06.14 einen Artikel, dass der neue Justizminister Heiko Maas den Mordparagrafen reformeren will.
Im Weiteren des längerenn Artikels heißt es:
" … Es geht um die Tötungsdelikte, die Paragrafen 211 (Mord) und 212 (Totschlag). … "
" Um diese Frage zu beantworten, hilft ein Streifzug durch die einschlägige Literatur. Die Rechtswissenschaft diskutiert die Defizite der Normen seit Jahrzehnten, der Ruf nach einer Reform der Tötungsdelikte ist dort herrschende Meinung.
Das hat zunächst mit dem Verfasser der 1941 von den Nationalsozialisten in Kraft gesetzten Paragrafen zu tun. Geschrieben wurden sie nämlich von dem damaligen Staatssekretär im Reichsjustizministerium, Roland Freisler, später als Präsident des NS-Volksgerichtshofes Hitlers williger Blutrichter.
Geändert wurde seitdem nur die Strafandrohung – statt Todesstrafe jetzt lebenslange Haft.
Der Wortlaut des Paragrafen 211 aber wimmelt nur so von Formulierungen, die auf die Tätertypenlehre zurückgehen. Es wird ein Typ des Mörders beschrieben, wie ihn sich die Nationalsozialisten vorstellten: „Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam … einen Menschen tötet.“
Das moderne Strafrecht dagegen beschreibt keine Gesinnungsmerkmale, sondern vorwerfbare Handlungen. Der Mordparagraf passt nicht in die Systematik des Strafgesetzbuches. "
Jetzt frage ich mich: Die DDR hat meines Wissens, wie die BRD, die wesentlichen Gesetbücher wie BGB, STGB und andere übernommen, aber, z. T auch ihrer Ideologie wegen erforderlich, mehr geändert. Deshalb interessiert mich: Wie lautet der Mord - und der Totschlagparagraf dort? Odeer sind die möglichen Tötungsdeikte in noch andere Gruppen eingeteilt oder differenziertere Tötungsarten definiert worden.
Leider habe ich keinen Zugriff auf die entsprechenden Bücher der DDR, die es sicher noch in Bibliotheken gibt. Hat das jemand anders und kann mir meine Fragen beantorten?
Es würde mich freuen. Danke!
Carsten