Achtung, Spoiler für alle, die den Tatort noch in der Mediathek schauen möchten!!
Hi zusammen,
im Tatort des vergangenen Sonntags ergab sich folgende Konstellation:
Durch Manipulation an einem Auto wollte ein Mann M seine Exfrau X töten. Zufällig wollte die Besitzerin des Autos, die neue Freundin des Mannes F, das Auto spontan selber nutzen (was nicht absehbar und geplant war). X, die die Manipulation vorher bemerkt hatte, also von der Tötungsabsicht und um die Gefährlichkeit des Wagens wusste, gab F die Autoschlüssel, F hatte in Folge einen Unfall und verstarb.
Daraus hatte sich mir die Frage ergeben, ob bei X der Tatbestand Mord erfüllt ist. Hätte er wie geplant X getötet, wäre der Fall bestimmt klar. Nun ist aber aus demselben Motiv F zu Tode gekommen - käme er nun deshalb mit Totschlag und versuchtem Mord davon, weil er ja nicht vorhatte, F umzubringen?
Und was ist mit X - erfüllt das Weitergeben der Schlüssel in dem Wissen um die manipulierte Bremsleitung schon den Tatbestand des Mordes? Meiner Interpretation nach hat sie den Tod von F aus niederen Beweggründen (Eifersucht) ja in Kauf genommen. (Ist Eifersucht überhaupt ein niederer Beweggrund?) Wobei man zumindest bei ihr eventuell ja mit Affekthandlung argumentieren könnte - sie wusste vorher ja nicht, dass F aufkreuzen und das Auto nutzen wollen würde.
Hatte mich einfach interessiert
Würde mich freuen, wenn jemand Lust + Zeit hat, Licht ins Laiendunkel zu bringen.
Gruß,
Inka
