Morgendliches Konzert

Hallo

Wir haben seit 5 Monaten zwei junge Katzen in der Wohnung. Eine davon macht seit neuestem Probleme der musikalischen Art.

Wir halten es so, daß die Katzen tagsüber ins Schlafzimmer dürfen, und auch abends beim Fernsehen kuscheln dürfen. Wenn wir aber definitiv Ruhe haben wollen, dann schmeißen wir sie raus. Das haben sie immer akzeptiert. Ab und zu kam es aber vor - das muß ich zugeben - , daß wir einfach so müde waren, daß wir einschliefen und die Katzen bei uns geschlafen haben.

Anscheinend ist das das Ultimative für sie. Muß so sein. Kaum schläft jemand ein (Mittags auf der Couch…), gesellen sie sich dazu und schlafen auf einem drauf.

Jetzt ist es so, daß eine davon, Lisa, wirklich JEDEN MORGEN bei Dämmerung an der Tür kratzt und jault. Da das zwischen fünf und sechs ist (im Sommer noch früher), nervt es natürlich, weil man diese Schlafzeit komplett verliert. Das Kratzen und Jaulen ist wirklich derart laut, daß an Schlafen nicht zu denken ist.

Lisa ist sowieso ein Spezialfall. Sie kratzt sogar an der Badezimmertür, wenn ich Zähneputze… Und an der Klotür, wenn ich drinbin. Sie folgt mir überall hin. Wenn ich am Computer arbeite und/oder telefoniere, muß ich mich oft einsperren, weil sie auf die Tasten springt und es unmöglich macht, daß ich was zustandebringe.

Die andere ist OK, sie akzeptiert geschlossene Türen als off-limit, gesellt sich auch friedlich neben den Bildschirm und ist sonst ruhiger.

Was sollen wir jetzt denn tun? Das Schlafzimmer komplett absperren?
Oder sie immer bei uns schlafen lassen? Das ist auch keine Lösung, weil sie bei Dämmerung aktiv werden und herumhüpfen und Krach machen!

Wir haben schon drastische Ideen wie sie über Nacht in den Sicherheitsraum zu sperren (1m Betonwände und luftdichte Stahltür). Das will ich aber echt nicht, weil es da kein Klo und Wasser gibt. Und überhaupt… das wäre wirklich eine geistig arme Kapitulation.

Irgendeine Idee?

Gruß
dataf0x

Lieber datafOx,
keine schlüssige, aber ich würde mal einen Katzenpsychologen fragen.

Nur, was Du da vorschlägst mit dem Sicherheitsraum, das finde ich schrecklich. Ich habe mal zwei Karthäuser-Katzen übernommen, die ihren Besitzern auf die Nerven gegangen waren, auch an Türen gekratzt, und die haben sie schließlich nachts in ein Badezimmer gesperrt - es hat Jahre gedauert, bis sie endgültig aufhören konnten, in die Badewanne zu pinkeln …
Vielleicht, wenn Lisa mehr Abwechslung hätte, wäre sie nicht so nervig auf Euch fixiert? Ich denk manchmal, wenn - vor allem im Winter - das Getobe meiner Katzen hier überhand nimmt, ihnen in den höheren Räumen bei mir eine Art Galerie unter der Zimmerdecke zu bauen mit einzelnen Schlafkästchen ab und zu, Treppen runter… aber dann ist schon wieder der Sommer da und der Garten lockt viel mehr … wenn Ihr sowas für Lisa machtet und sie in die Höhe verweisen könntet? Oder wenn sie raus dürfte? Darf sie das? Es könnte die Lösung sein.
Viel Glück, auch für Lisa, Gruß, I.

Lieber datafOx

Ich bin eine Frau :wink:

keine schlüssige, aber ich würde mal einen Katzenpsychologen
fragen.

Sowas gibts?

Nur, was Du da vorschlägst mit dem Sicherheitsraum, das finde
ich schrecklich.

Ich auch. Die Idee kam schlaftrunken… Kannst du dir vorstellen…

ihnen in den höheren Räumen bei mir eine Art Galerie
unter der Zimmerdecke zu bauen mit einzelnen Schlafkästchen ab
und zu, Treppen runter…

Kratzbaum haben wir, mit Klettermöglichkeit bis auf die Decke der Küchenschränke, mit Kistchen überall. Außerdem bekommen sie immer neue Kartons zum Spielen und Spielzeug usw.

Oder wenn sie raus dürfte? Darf sie das? Es könnte die Lösung sein.

Das geht leider nicht, wir sind im siebten Stock :wink:

Gruß
dataf0x

Hallo,

Katzen und geschlossenen Türen sind so eine Sache. Es gibt Katzen, die sich damit einfach nicht abfinden. Die Tatsache, dass Deine Katzen tagsüber ins Schlafzimmer dürfen, macht das ganze noch schlimmer. Ich würde wie folgt vorgehen:

Alternative 1:

  • Schlafzimmer immer zu, auch tags
  • wenn jemand an der Tür nervt, konsequent ignorieren, nicht schimpfen, nicht aufgeben, gar nichts. Notfalls über Wochen

Alternative 2:

  • Katzen dürfen immer ins Schlafzimmer, auch nachts

Um zu Verhindern, dass die Katzen morgens früh Terror verbreiten, sollte man auch vermeiden, die Biester gleich nach dem Aufstehen zu füttern. Ebenfalls sollte man sie abends spät noch mal füttern (ich teile dazu die Abendmahlzeit in Vorspeise um 7 und Nachtisch um 10 auf), damit der Hunger nicht zu groß ist.

Ob Alternative 1 funktioniert, kann niemand garantieren. Ich habe 3 Katzen, von denen eine getrennt von den anderen lebt (man haßt sich). Aus diesem Grunde sind immer entweder 2 oder 1 Katze bei mir in ihren jeweiligen Zimmern eingesperrt, während die andere „Schicht“ freien Zugang zur Wohnung hat. Nachts sind alle in ihren Zimmern, da das Schlafzimmer aufgrund meiner Katzenallergie tabu ist. Die Einzelkatze kommt damit ohne Murren klar, die beiden Kater veranstalten einen unglaublichen Terror, obwohl sie das Prozedere von klein an kennen. Einer der Kater hat jetzt (nach 6 Jahren!) angefangen zu markieren, weil er das Eingesperrtsein so hasst. Daraufhin machen wir nun nachts die Schlafzimmertür zu und die Kater haben freien Zugang zum Rest der Wohnung. Das hat das Pieselproblem entschärft.

Lange Rede, kurzer Sinn: bei Katzen gibt es nicht immer eindeutige und dauerhafte Lösungen.

Gruß,

Myriam

Was sollen wir jetzt denn tun? Das Schlafzimmer komplett
absperren?
Oder sie immer bei uns schlafen lassen? Das ist auch keine
Lösung, weil sie bei Dämmerung aktiv werden und herumhüpfen
und Krach machen!

Also, hier kann ich sagen, dass zumindest unsere zwei sich unserem Rhythmus angepasst haben. Abends nach der letzten Fütterung gehen wir ins Bett und die Katzen machen noch mal 5 min Terz. Wenn aber alles dunkel ist und wir ruhig sind, beruhigen sie sich schnell und suchen ihr Schlafplätzchen (bei uns dürfen sie nachts ins Schlafzimmer und in den Flur, alles andere ist tabu). Und dann schlafen sie so lange wie wir. Wenn wir am Wochenende länger schlafen, schlafen auch die Katzen länger. Der verfressene Kater rührt sich aber sofort, wenn er merkt, dass einer der Menschen wach ist, und kommt schnurrenderweise zum Schmusen. Der ist auch immer mit dabei, wenn einer in der Nacht noch mal aufsteht, und hofft auf Futter.

Allerdings hat es bei beiden eine Weile gedauert, bis es soweit war. Die Katze ist, seitdem sie 2 Jahre alt ist, sehr ruhig. Die bleibt so lange in ihrem Körbchen oder auf ihrem Kissen und döst, bis ich sie zum Frühstück rufe. Der Kater ist jünger, verspielter und verfressener, daher ist er auch etwas aufdringlicher.

Im Sommer verdunkeln wir das Schlafzimmer, weil ich sonst selbst immer viel zu früh durch die Sonne wach werde. In den Flur fällt dann aber immer noch das Licht. Aber die Katzen bleiben im Schlafzimmer und dösen. :o)

Bis denne
Schnoof

off topic
…und an der Winterrammdösigkeit wird’s bei euch wohl
auch kaum liegen …

Ich vermiss den Sand nicht!
(aber abundzu dieser Tage die Sonne -
obwohl, Schnee hat was!)

Grüße
Elke

PS: als Lösung kenne ich aber auch nur: rauslassen. Sorry :smile:

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Hallo!

Alternative 1:

  • Schlafzimmer immer zu, auch tags
  • wenn jemand an der Tür nervt, konsequent ignorieren, nicht
    schimpfen, nicht aufgeben, gar nichts. Notfalls über Wochen

Alternative 2:

  • Katzen dürfen immer ins Schlafzimmer, auch nachts

Ui ui ist es dazu nicht zu spät? Und ist es wirklich unmöglich, die Sperre nur nachts wenn es verdunkelt ist, durchzusetzen?

Um zu Verhindern, dass die Katzen morgens früh Terror
verbreiten, sollte man auch vermeiden, die Biester gleich nach
dem Aufstehen zu füttern. Ebenfalls sollte man sie abends spät
noch mal füttern (ich teile dazu die Abendmahlzeit in
Vorspeise um 7 und Nachtisch um 10 auf), damit der Hunger
nicht zu groß ist.

Das werde ich umsetzen! Daran dachte ich überhaupt nicht. Danke!

Lange Rede, kurzer Sinn: bei Katzen gibt es nicht immer
eindeutige und dauerhafte Lösungen.

Scheint so…

Gruß
dataf0x

Ui ui ist es dazu nicht zu spät? Und ist es wirklich
unmöglich, die Sperre nur nachts wenn es verdunkelt ist,
durchzusetzen?

Ob das geht oder nicht, kommt auf Deine Katzen an. Fakt ist: willst Du sie nicht nachts im Schlafzimmer haben, musst Du das Getöse so lange total ignorieren, bis es aufhört. Katzen sind von Natur aus dämmerungsaktiv, ihr Tagesablauf passt sich erst nach einiger Zeit dem Menschen an. Ich habe nur den Eindruck, dass es einfacher wäre, die Viecher entweder immer oder eben gar nicht ins Schlafzimmer zu lassen, da das konsequenter ist.

Bedenke auch, dass Deine Katzen noch sehr jung sind. Straßenkatzen sind auch lebhafter als z.B. Perser. Übe Dich in kätzischer Geduld, ab 2 Jahren werden sie deutlich ruhiger.

Gruß,

Myriam