ist an dem o.g. Sprichwort wirklich was dran? Gibts dafür wissenschaftliche Belege? Kann man nicht auch erst mittags aufstehen und genauso viel über den Tag schaffen, weil man dann eben abends länger macht? Oder funktioniert das nicht wegen des Sonnenlichts, das einem dann fehlt (Motivation und Energie)?
Vielleicht liegt es an den „Einflüssen“, welche uns den ganzen Tag besudeln. Die man ja nach dem ersten Augenaufschlag nicht unbedingt hat. Da spielt es, denk ich, keine Rolle wann man das Licht des Tages erblickt.
Einige träumen nachts, einige am Tag. Was ist Gold und was ist Silber?
Maitucents
G
schlümmerjunge
Ergänzung: Wenn der TAg lang ist, erzählt er viel.
ich denke, das Sprichwort hat eher den Sinn von „der frühe Vogel fängt den Wurm“.
Das tägliche Leben beginnt in der Regel am frühen Morgen und wer da noch nicht wach ist, könnte Chancen verpassen, so meine Meinung zu diesem Sprichwort.
Wer zu früh ins Bett geht, könnte aber auch Chancen verpassen.
Gruß
Langschläfer und Nachtmensch Lawrence, der bei seinen frühaufstehenden Mitmenschen keinen Vorteil erkennen kann.
das Sprichwort stammt aus Zeiten, in denen das mit der Beleuchtung noch nicht so einfach war wie jetzt (Schalter drücken) und in der auch in der Landwirtschaft vorwiegend bis ausschließlich menschliche und tierische Muskelkraft eingesetzt wurde. Für alle Tätigkeiten war man im wesentlichen auf das Tageslicht angewiesen und musste es auch komplett ausnutzen, weil eben ein Pfred das Feld nicht so schnell umpflügt wie ein moderner Traktor. Da konnte man es sich einfach nicht leisten, den Sonnenaufgang zu verschlafen - wenn man es doch tat, verdiente man eben weniger. Und wer aufstand und die Morgenstunde nutzte, verdiente mehr - das ist das Gold, das die Morgenstunde sprichwörtlich im Munde hat. Da war es auch egal, ob man nun eigentlich ein Morgenmensch ist oder nicht - es war eine Frage des Überlebens.
Heutzutage richtet sich die Arbeitszeit meist nicht mehr nach dem Tageslicht. Und wer richtig Glück (oder richtig Pech, je nachdem, wie gut man organisiert ist) hat, hat einen Job, in dem er sich die Arbeitszeit danach einrichten kann, ob er eine Eule oder eine Lerche ist. Da hat das Sprichwort viel von seiner Aussagekraft verloren und dient im Wesentlichen den Lerchen, ihre Lebensweise gegenüber den Eulen zu begründen. Oder den Eulen, um sich das frühe Aufstehen, das der Job verlangt, schön zu reden - wenn ich Verkäuferin bin, und der Laden 8.00 Uhr öffnet (oder Büromensch ohne Gleitzeit), oder… oder … oder …, dann muss ich raus, Morgenmensch oder nicht. Und unser modernes Gold heißt Euro
der frühe Vogel hat aber nur dann einen Vorteil, wenn es für den späten Vogel keine Würmer mehr zu finden gibt. Grins. Bei der Bewerbung um einen Job oder um eine Wohnung kann das schon mal sein.
Das erinnert mich wiederum aber mehr an das nun o. g. Sprichwort, wobei ich das so auslege, dass der Erste nicht nur zuerst mahlen kann (das wäre ja klar und logisch und böte auch kaum einen Vorteil, außer dass er nicht lange anstehen und warten muss), sondern allg. wohl das Beste und das Meiste (Auswahl) abgreifen kann.
Das trifft natürlich zu. Und wenn man abends erst um 21:45 Uhr in den Supermarkt einkaufen geht, findet man dieses Phänomen tatsächlich bestätigt (vornehmlich in der Obst- und Gemüseabteilung). Insofern hätte Morgenstund wirklich Gold im Mund, weil man einfach bessere Tomaten gekauft kriegt. Ha ha ha ha…
es wurde ja schon angesprochen - das Sprichwort kommt aus der bäuerlichen Kultur. Damals war das frühe Aufstehen wirklich sinnvoll damit das Tageslicht ausgenutzt werden konnte.
wissenschaftliche Belege?
inzwischen ist das recht gut untersucht. Der Zweig der Biologie der sich damit befasst heißt Chronobiologie. Jeder Mensch hat ‚innere Uhren‘ und Tageslicht ist die beste Methode diese Uhr(en) jeden Tag neu zu stellen.