Morpheus von Jilliane Hoffmann

Hallo zusammen…

wer von Euch hat das Buch „Morpheus“ von Jilliane Hoffmann gelesen? Ich habe vor kurzem ihr erstes Buch „Cupido“ gelesen und fand es sehr spannend. Ist „Morpheus“ auch empfehlenswert?
Was meint ihr?

Gruß,
Susanne

Dank meines Berufes saß ich an der Quelle, als Morpheus auf den Markt kam und habe es gleich gelesen, weil ich Cupido auch gelesen hatte. Mein Rat. Laß es lieber. Als Hardcover-Ausgabe lohnt es sich nicht wirklich, warte aufs Taschenbuch oder leih es Dir lieber aus. Es ist ein wahrer Abklatsch von Tl 1 und nur aus dem Erfolg von Cupido heraus auf den Bestsellerlisten.
Siehe auch amazon.de (spiegelt meine Meinung wider):

Allerdings leidet „Morpheus" unter der Existenz von „Cupido". Zu ähnlich hat die Autorin, selbst ehemalige Staatsanwältin, ihren Plot aufgebaut. Die Geschichte wirkt wie eine Wiederholung sowohl in Inhalt, als in ihrem Spannungsbogen. Es gibt letztlich keine neuen „Aufreger". Freilich schafft es Jilliane Hoffman auch in ihrem neuen Roman spannend zu schreiben, falsche Fährten zu legen und bis zum Ende unklar zu lassen, wer denn nun der eigentliche Mörder ist. Doch es beschleicht einen schon das Gefühl, Bescheid zu wissen oder zu erahnen, wer aus dem Kreis der möglichen Verdächtigen wohl dann derjenige ist, der teilentlastend für den brutalen Bantling sein wird.

Sicher ist „Morpheus" ohne „Cupido"-Vergleich besser zu bewerten, doch wer eben die Hintergründe der Geschichte kennenlernen möchte, wird den ersten Band lesen wollen und mit dem zweiten daher etwas enttäuscht sein.

Die Mitteilung an C. J. in der letzten Zeile des Buches, dass der schon Verurteilte im Todestrakt eine neue Chance durch eine neue Verhandlung bekommen soll, kündigt sehr plump den dritten Band an. Man kann nur hoffen, dass es der Autorin darin gelingt, nach einer vielleicht knappen Rückschau dann doch eine wirklich innovative und ganz neue Geschichte zu konstruieren. © 9/2005, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.


So enttäuschend fand ich ja selten ein Buch. Sie können getrost immer mal ein paar Seiten überschlagen, denn die Autorin hatte offenbar Probleme, die Seiten zu füllen und so wiederholt sie alles endlos. Vorher „Cupido" gelesen zu haben, können Sie sich auch sparen, denn Juliane Hoffmann nimmt endlos Bezug darauf und wegen vorher angesprochenem Problem, erzählt sie die ganze „Cupido"-Geschichte eben noch ein- bis hundertmal. Hat man sich dann schließlich, in der Hoffnung auf einen guten Showdown, bis zum Schluß durchgebissen, verläuft der auch noch ohne Überraschung. Dass dann letzten Endes eine weitere Fortsetzung des Stoffs avanciert wird, ist geradezu erschütternd und sorgt dann schließlich doch noch für den Gänsehauteffekt, den der geneigte Leser während der Lektüre des gesamten Werkes schmerzhaft entbehrt hat.
Lesen sie „Cupido" - das Erstlingswerk der Autorin. Das ist sehr gelungen: spannend und knallhart. Lassen Sie „Morpheus" getrost im Regal. Es ist regelrecht ärgerlich, wie offensichtlich die Autorin versucht schnell an den Erfolg des Erstlings anzuknüpfen und dabei jegliche Originalität flöten geht.
Einen Stern hat das Buch nur deswegen von mir bekommen, weil null Sterne nicht zur Auswahl steht …

Liebe Grüße,
ilka*