Mose und Pentateuch

Hölle
Hallo Michael!

Hm, was meint die Bibel Deiner Meinung nach mit dem Ort, wo
Heulen und Zähneklappern sein wird, dem feurigen Pfuhl etc.
Worum geht es in Stellen wie Mt 5,29; 10,28 etc.?

Ich habe nicht die Existenz der Hölle in Frage gestellt, sondern nur die Vorstellungen, die weit verbreitet sind.
Also wenn ich da so einige Bilder von ganz berühmten Malern ansehe, … *kopfschüttel*

Natürlich handelt es sich bei dem Feuer und den nagenden
Würmern um Bilder, die aus der rabbinischen Literatur
entnommen sind, aber letztlich weisen diese Bilder doch
drastisch auf einen sehr ungastlichen Ort hin, oder?

Ja schon, ich halte ihn auch nicht für einladend.
Aber wenn jemand glaubt, dass es dort besser / schöner ist, als in der Gegenwart Gottes, muss ich ihn nicht mit Gewalt vom Gegenteil überzeugen.

Aber es ging hier um die Frage:

Haben die Christen nicht Angst vor ihrem G’tt,
vor der Verdammnis, der Hölle?

Und ich bin der Meinung, dass Christen keine Angst haben müssen.

Gruss Harald

Guten Morgen.

Na, da gibt´s aber ganz andere Meinungen.

Bin ich dafür verantwortlich? Ich kenne diese Meinungen aber nicht aus dem Judentum, sondern nur… aber lassen wir das.

Auch hier gibt es Strafe: diejenigen, die Gott verleugnen und
gegen die Gebote verstoßen, werden am jüngsten Tag in die
Finsternís geworfen (oder so ähnlich).

So ähnlich nicht, da der jüngste Tag in dieser Vorstellung eine christliche Angelegenheit ist. Wir wissen nur wenig über die kommende Welt und was damit gemeint ist. Wir leben in dieser Welt und müssen hier G’tt dienen.

Auch sollte ein Christ nicht aus Angst vor Strafe gott dienen,
sondern aus Liebe zu Gott! Das ist ein kräftiger Unterschied.
Der gleiche, den Du für Dich anführst.

Also doch kein Unterschied?

Aber Du hast meine Frage unter meinem Gruß noch nicht
beantwortet!

Mist, er hat es gemerkt :wink: Das Problem bei solchen Dingen ist immer der Unterschiedliche Ansatz von Wissenschaft und Religion. Die Wissenschaft versucht alles ohne Rückgriff auf einen G’tt zu erklären und kommt dabei zu (z.T. sonderbaren) Ergebnisse, welche sich im Laufe der Zeit auch ändern. So wenig gegen wissenschaftliche Forschung zu sagen ist, aber wenn ich davon ausgehen, dass eine Quelle nicht stimmt, warum soll ich dann noch erklären wollen, was darin steht?

Aber diese Antwort lenkt nur ab, ich weiss darüber einfach nichts, wobei mich zuerst auch interessieren würde, welchen Tempel? Ist gibt in Jeruschalajim sogar römische Tempel, christlichen Kirche und auch die Moslems sollen dort gebaut haben. Ist damit der erste oder der zweite Tempel gemeint? Zeitlich gesehen, wahrscheinlich der zweite und ich würde mich auch erst einmal nicht daran stören, dass hier andere Bauherren beteiligt waren.

Schalom,
Eli

Hallo Harald!

Ich habe nicht die Existenz der Hölle in Frage gestellt,
sondern nur die Vorstellungen, die weit verbreitet sind.
Also wenn ich da so einige Bilder von ganz berühmten Malern
ansehe, … *kopfschüttel*

Ach so. Da stimme ich Dir allerdings zu.
[…]

Aber es ging hier um die Frage:

Haben die Christen nicht Angst vor ihrem G’tt,
vor der Verdammnis, der Hölle?

Und ich bin der Meinung, dass Christen keine Angst
haben müssen.

Christen sicherlich nicht. Aber es gibt ja einige, die sich für Christen (im Sinne von „guter Mensch“) halten, obwohl sie im biblischen Sinne keine sind.

Viele Grüße
Michael

Hallo, Eli,
ich meine den Tempel, von dem nur noch die Klagemauer übrig ist!
Ist das nicht der erste Tempel?
Soll auch keine irgendwelche Kritik oder Bewertung enthalten. Mich interssiert einfach nur, ob diese Darstellung richtig ist.

Aber mit diesem Posting kommt bei mir schon die nächste Frage: nachdem ja Israel eine dauerhafte Angelegenheit ist: warum baut man den Tempel nicht wieder auf? Was spricht dagegen? Geld doch bestimmt nicht! Ist es die fehlende Bundeslade?

Und noch eine Frage: nicht weit von mir (ca. 30 km) steht eine Synagoge (sah von außen danach aus). Da mir diese so gut gefallen hat, wäre ich sehr daran interessiert, diese mal von innen zu sehen. Gibt es irgendwelche Hindernisse, sich so ein religiöses Bauwerk anzusehen?
Grüße
Raimund

hallo, Eli
Hallo, Eli,

zu unserem Thema oben:

…Natürlich handelt es sich bei dem Feuer und den nagenden
Würmern um Bilder, die aus der rabbinischen Literatur
entnommen sind, …

gibt es doch eine jüdische Hölle?
Grüße
Raimund

Hallo.

Mich interssiert einfach nur, ob diese Darstellung richtig
ist.

Da müsste ich mich auch erkundigen. Im Allgemeinen (bei anderen Bräuchen, Riten etc.) ist soetwas bekannt und wird nicht verschwiegen.

Aber mit diesem Posting kommt bei mir schon die nächste Frage:
nachdem ja Israel eine dauerhafte Angelegenheit ist: warum
baut man den Tempel nicht wieder auf? Was spricht dagegen?
Geld doch bestimmt nicht! Ist es die fehlende Bundeslade?

Weil der E’igen uns die Reihenfolge der Ereignisse mitgeteilt hat, im welchen auch der Tempel wieder aufgebaut wird. Dieses wird zwar vorbereitet, aber zuerst müssen einige andere Dinge passieren (Moschiach, Totenerweckung etc.) Und gerade der Frieden unter den Völkern (ich nehme hier keines raus) lässt ja auch noch auf sich warten…

Und noch eine Frage: nicht weit von mir (ca. 30 km) steht eine
Synagoge (sah von außen danach aus). Da mir diese so gut
gefallen hat, wäre ich sehr daran interessiert, diese mal von
innen zu sehen. Gibt es irgendwelche Hindernisse, sich so ein
religiöses Bauwerk anzusehen?

Nein. Es handelt sich hierbei um keine Sakralbauten, welche geheiligt sind (im Gegensatz z.B. zu Kirchen). Es sind nur Gebäude, wobei man sich entsprechend mit Respekt verhalten sollte. Aber noch nicht einmal das Tragen einer Kopfbedeckung ist hier vorgeschrieben, wenn darin nicht mehr Gebetet wird und keine Kultgegenstände (in Benutzung) vorhanden sind. Das einzigste Hinderniss ist wahrscheindlich das Schloss (und deren Verwalter)?

Schalom,
Eli

Hallo Raimund.

gibt es doch eine jüdische Hölle?

Ja, in der werden Witze wie der Folgende erzählt (wg. „jüdische“ Hölle):
Ein Jude stirbt und kommt in den Himmel. Dort wird er von einem netten Herrn empfangen und der führt ihn herum. Überall herrscht Freude und Ausgelassenheit. Nach einiger Zeit kommen sie in einen besonderen Bereich und der Herr bittet um Ruhe. Kurz danach stehen sie vor einen hohen Mauer. Der Jude fragt, was dahinter liegt und der Herr antwortet: „Der christliche Himmel - damit sie denken, dass sie hier die Einzigsten wären.“ *g*

Nun aber noch einmal ernsthaft eine kurze Antwort. Die Vorstellung eines Lebens nach dem Tode ist hauptsächlich christlich. So gibt es weder die Vorstellung von Himmel noch von Hölle wie sie im Christentum exisitert. Zwar gibt es Erzählungen hierüber aber selbst dort, ist z. B. die Hölle nur der Ort des Bösens (taucht in Berschit (genesis) zum erstenmal auf). Die Vorstellungen vom ewigen Leben sind recht ungenau und auch sehr unterschiedlich. Neben einer leibhaftigen Erweckung der Toten einschliesslich Körper gibt es auch die Ansicht, dass ewiges Leben durch die Weitergabe von Wissen/Lehren erreicht wird. Jeder Lehrer lebt in seinen Schülern durch sein weitergebenes Wissen weiter. So kann man auch die „Belohung“ für eine gerechtes Leben verstehen, da man dann viele Kinder bekommen hat sowie diese und andere unterrichtet hat, ergibt sich das versprochende, ewige Leben.

Schalom,
Eli

Hallo, Eli:

Ein Jude stirbt und kommt in den Himmel. Dort wird er von
einem netten Herrn empfangen und der führt ihn herum. Überall
herrscht Freude und Ausgelassenheit. Nach einiger Zeit kommen
sie in einen besonderen Bereich und der Herr bittet um Ruhe.
Kurz danach stehen sie vor einen hohen Mauer. Der Jude fragt,
was dahinter liegt und der Herr antwortet: „Der christliche
Himmel - damit sie denken, dass sie hier die Einzigsten
wären.“ *g*

Super! Kennst Du die Landmann? Hat ein Buch herausgebracht: der jüdische Witz. Ich habe mich krank gelacht.

… einschliesslich Körper gibt es auch die
Ansicht, dass ewiges Leben durch die Weitergabe von
Wissen/Lehren erreicht wird. Jeder Lehrer lebt in seinen
Schülern durch sein weitergebenes Wissen weiter.

Entspricht meiner Vorstellung. Außerdem: wir haben die Aufgabe zu lernen. Unser Wissen anzureichern.
Es gibt übrigens bei den Reanimierten ähnliche Berichte und Erfahrungen. Aber das ist ein anderes Thema (trotzdem: hochinteressant)
Grüße
Raimund
Darf ich mit einem ebenfalls jüdischen Witz antworten? Der Jude Moshe Goldbohm ist bei Militär. Eines Tages beschwert er sich beim Feldwebel, dass man ihm jemand seine Speckschwarte aus dem Spind geklaut hat. Der lässt die Stube antreten und brüllt: „wer hat dem Juden Goldbohm die Speckschwarte ge… Moment! Goldbohm, Sie dürfen doch kein Schweinefleich essen!?“ " Nu, hab ich auch nicht zum Essen. Wenn ich mir hab einen Wolf gelaufen, reib ich mir die Kimme damit ein!" Da meldet sich der Stubensprecher: „Melde gehorsamst: Schütze Meier kotzt!“

Hallo, Eli,

Nein. Es handelt sich hierbei um keine Sakralbauten, welche
geheiligt sind (im Gegensatz z.B. zu Kirchen). Es sind nur
Gebäude, wobei man sich entsprechend mit Respekt verhalten
sollte. Aber noch nicht einmal das Tragen einer Kopfbedeckung
ist hier vorgeschrieben, wenn darin nicht mehr Gebetet wird

Mit Sicherheit kein Problem: ich könnte mir vorstellen, das der Verantwortliche für Besucher ein solches Käppchen bereit hat.

und keine Kultgegenstände (in Benutzung) vorhanden sind. Das
einzigste Hinderniss ist wahrscheindlich das Schloss (und
deren Verwalter)?

Nu, will ich das Schloss kaputtmachen? Da muss ich mal klären, wer da zuständig ist! Würde mich schon arg interessieren!
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

meine Antwort bezüglich des Schlosses sowie Verwalters bezog sich auf Deine Formulierung „stehe eine Synagoge“.
Entweder diese wird noch genutzt, dann kannst Du (irgendwo) anrufen und fragen, ob es Führungen gibt und ansonsten einen G’ttesdienst besuchen.
Sollte die Synagoge nicht mehr als solche benutzt werden, ist halt die Frage wofür sie genutzt wird und wer hierfür verantwortlich ist. Denkbar ist ja auch die Nutzung als Wohnhaus, Lagerhaus oder auch gar nicht (-> Verschlossen)…

Schalom,
Eli