habe hier ein Motherboard mit 3 sichtlich defekten Kondensatoren (alle 1000 - 2700 µf). einen hat’s zerschossen, die beiden anderen sind oben aufgewölbt. sollte man hoffen, daß das alles sein könnte, was dabei kaputtgegangen ist, oder sollte man erwarten, daß das nur die spitze des eisbergs ist?
wenn ich die passenden kondensatoren da hätte, hätt’ ich’s schon probiert (hab ich schon mal probiert und hat 1a geklappt … das ist auch das maximum, was ich mir in sachen elektronik zutraue), aber so müßte ich sie mir extra besorgen.
über den schadenshergang kann ich nichts aussagen - ist ein schrott-/bastel-pc, den ich geschenkt bekommen habe.
Hallo Pit,
du solltest dich schon an die Werte der Kondensatoren halten die da drinnen sind. Und noch eins, da das ja Elkos sind muß du unbedingt auf die Polung achten.
Gruß Reiner
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Wenn es eh nur ein Bastelboard ist, kannst du es ja versuchen.
Die Kondensatoren sind ja eh nur PfennigCentartikel.
so sehe ich das auch.
kannst du mir mal tips geben, wie genau ich mit den
einzulötenden kondensatoren an die werte der defekten
vorgänger halten muß?
1000 µf / 16 V anstelle 1000 µf / 6,3 V
3300 µf / 10 V bzw. 2200µf / 16 V anstelle 2700 µf / 6,3 V
1500 µf / 16 V anstelle 1500 µf / 16 V
ich denke doch mal, höhere spannung ist kein problem, oder?
aber die ladung des mittleren kondi …?
Die Spannungen sind kein Problem, die Ladung ist auch unkritisch
Aaaaaber das sind „Low ESR“ Elkos, die kosten weder ein paar Cent
(eher ein paar Euro) noch bekommt man die so einfach.
du solltest dich schon an die Werte der Kondensatoren halten
die da drinnen sind.
okay.
aber muß die spannung auch gleich sein, oder ist ‚größer‘
genauso gut?
Etwas grösser spielt elektrisch keine Rolle, das ist nur die maximal zulässige Betriebsspannung. Allerdings sind die Elkos mit höherer Spannung auch mechanisch grösser.
ausprobieren kannst du es sicher, allerdings wäre es auch nicht verkehrt, die Fehlerursache herauszufinden. Drei Kondensatoren geben je nicht einfach so auf.
ausprobieren kannst du es sicher, allerdings wäre es auch
nicht verkehrt, die Fehlerursache herauszufinden. Drei
Kondensatoren geben je nicht einfach so auf.
Wenn man den falschen Typ verbaut, kann das schon sein.
Ein weiteres Problem ist noch die Baugrösse. Die Boardentwickler möchten möglichst Elkos mit kleinen Abmessungen einsetzen, aber Qualität benötigt etwas grössere Bauformen …
Zudem hat in Fernost eine Firma schlechten Elektrolyt zusammengebraut (absichtlich, weil’s so billiger war) und an Nahmhafte Elko-Hersteller verkauft…
danke mal allen soweit.
bevor ich mich nun mit dem lötkolben ranmache, nochmal eine klärende frage:
nehme ich anstelle dem 2700 µf / 6,3 V lieber den 3300 µf / 10 V oder den 2200µf / 16 V ?
die anderen beiden ersetze ich so:
1000 µf / 16 V anstelle 1000 µf / 6,3 V
1500 µf / 16 V anstelle 1500 µf / 16 V
danke mal allen soweit.
bevor ich mich nun mit dem lötkolben ranmache, nochmal eine
klärende frage:
nehme ich anstelle dem 2700 µf / 6,3 V lieber den 3300 µf / 10
V oder den 2200µf / 16 V ?
Ich würde den 3300 µf / 10v nehmen.
die anderen beiden ersetze ich so:
1000 µf / 16 V anstelle 1000 µf / 6,3 V
1500 µf / 16 V anstelle 1500 µf / 16 V
Bei deinen Angaben fehlt aber noch einiges.
z.B. die Lebensdauer bei der spezifizierten Temperatur, da gib es auch noch grundlegende Unterschiede.
nehme ich anstelle dem 2700 µf / 6,3 V lieber den 3300 µf / 10
V oder den 2200µf / 16 V ?
Ich würde den 3300uF nehmen. Und bei allen dreien einen keramischen Kondensator von etwa 220nF oder mehr parallelschalten, wenn Du keine Elkos mit geringer Induktivität und guter Impulsbelastbarkeit bekommen hast.
Gruß
Axel