Hallo,
Dein Text ist nicht sehr lang, und doch fallen mir gleich mehrere Extreme in Deinem Denken und Handeln auf. Eine kommentierte Auflistung:
radikalen Ernährungsumstellung
Ist das Ablegen überwiegend falscher Essgewohnheiten und das Einüben einer gesünderen Lebensweise wirklich radikal? Könnte man nicht sagen: Ich gehe meine Ernährung eine Spur vernünftiger an? - Worauf ich hinaus will: Etwas weniger Dramatik in der Sprach- und Denkweise normalisiert womöglich überzogenen Ansprüche an sich selbst und entlastet die Psyche.
weniger Fleisch, Fett und keine Süßigkeiten
Keine Süßigkeiten? Überhaupt keine? Nie? Dann ist schlechte Laune vorprogrammiert.
Dazu mindestens 2 Stunden walken, radfahren
Täglich? Du hast viel Zeit und noch mehr Ehrgeiz. Schon mal über die Bedeutung von Ruhe- und Erholungstagen nachgedacht?
Ich nahm von 134 Kilo rund 41 Kilo ab
Das würde ich zur Abwechslung als radikal bezeichnen. Allerdings muss ich mittlerweile akzeptieren, dass es wohl viele Leute gibt, die sich innerhalb kurzer Zeit solche Rosskuren antun. Verstehen werde ich es nicht, denn draufgefressen hat man sich soviel Speck doch auch nicht in nur wenigen Monaten.
wollte mir über Weihnachten eine Pause gönnen
Heißt was? Drei Tage reinhauen bis der Arzt kommt?
ich komme nicht mehr in den richtigen Rutsch.
aber es geht nichts in richtung Ernährung…
Nach drei Weihnachtstagen? Sämtliche in acht Monaten erlernte Empfehlungen für eine gesundheitsbewusste Ernährung vergessen?
Dazu kommt, dass ich gerade um einen Ausbildungsplatz für
meinen sohn kämpfe, meine Ehe zum… ist und ich an meiner
BA-Arbeit schreibe.
Hat jemand einen Tip, wie ich mich einfach wieder motivieren
kann, dass ich meine damals gesunde ERnährung wieder aufnehme???
Die beste Motivation ist immer das Setzen kleiner, realistischer Zwischenziele, die dadurch erreichbar bleiben. Fünf Kilo Abnahme pro Monat scheint bei Dir zumindest dauerhaft unrealistisch. Dagegen hilft das Backen kleinerer Brötchen. Auch ein Kilo Fettverlust pro Monat ist ein Erfolg.
Auffällig ist außerdem Deine angespannte Lebenssituation. An Deiner Stelle würde ich mal drei Stündchen Deiner wöchentlichen Sportzeit in ein Antistressprogramm investieren. Viele Krankenkassen unterstützen und belohnen sogar das Erlernen unterschiedlichster Entspannungstechniken. Nicht nur der Körper, auch der Geist und - für wen es wichtig ist - die Seele kann dann und wann etwas Pflege gebrauchen.
Spontan würde ich sogar soweit gehen, Dir zu raten, genau darauf einen Schwerpunkt zu setzen.
Gruß
Andreas