Motivation suchen

Hallo!

Vielleicht kann ich ja von Euch mal DEN Tipp bekommen, wie…

…ich es schaffe, mich endlich zu motivieren!?

Die Situation ist die, daß ich schon seit wirklich langer Zeit so einiges an Problemen habe, bei denen es mir psychisch wirklich oft nicht gut geht!

Alles ist „auf dem Weg“…aber manche Prozesse dauern einfach lange…das ist nun mal so- und DAS kann ich nicht ändern!

Was ich aber ändern könnte- wäre das Pferd „andersrum“ aufzuzäumen, indem ich hergehe und endlich wieder was für mich- sprich - meinen Körper tun!
Ich WEISS ja, daß es mir schon etwas besser ginge, wenn ich mich aufraffen könnte-- Sport zu machen, das Rauchen aufzuhören…mich damit körperlich besser fühlen und damit auch meiner Seele damit was Gutes tun!

So sehr mein Kopf das weiss- so wenig kriege ich das dennoch „auf die Reihe“!
Irgendwie hänge ich nur körperlich ab…kann mich damit auch wirklich nicht schön fühlen…und warte irgendwie immer auf DEN Satz oder DAS Erlebnis, welches mir endlich die Kraft gibt, das man anzugehen!

Es mag doof klingen- wenn man doch vom Kopf soviel WEISS-- und es dennoch nicht schafft umzusetzen…

VIelleicht könnt Ihr mir ja mal irgendeinen Gedankengang noch sagen, der mich vielleicht endlich auf den Weg bringt…??

Kitty

Hi Kitty,

Deine Situation und die Denke dazu kann ich sehr gut nachvollziehen - und die Gefühle dazu auch.

Aus diesem Sog wirst Du weder durch einen SATZ noch durch ein ERLEBNIS herauskommen - der Antrieb und Wille dazu muss aus Dir selbst entstehen. Nützlich und hilfreich können dabei allerdings Verabredungen sein, um gemeinsam was zu machen. Vielfach scheitern gute Vorsätze an überzogenen Erwartungen: Fang´ also ganz klein an - z. B. jeden Tag mind. 30 Minuten einen Spaziergang an der frischen Luft (idealer Weise zu einer festen Zeit). 1 Mal pro Woche schwimmen gehen. Die Mitgliedschaft in ein einem Sportverein mit festen Übungszeiten motiviert vermutlich auch mehr als der einsame Kampf mit dem inneren Schweinehund im Fitnesstudio.

Bevor Du Dich nun in Aktivität stürzt, frag´ Dich aber selbst, ob es schon der richtige Zeitpunkt für Dich ist oder ob Du noch eine Zeitlang „abhängen“ musst. Wenn Du jetzt noch nicht so weit sein solltest, setze Dir VERBINDLICH einen Zeitpunkt, an dem Du loslegen wirst . . .

Hallo kitty40,

also _den_ Tipp kann dir bestimmt keiner geben. Es ist bestimmt nicht nur eine Aktion, die du ausführen musst, um endlich mal aus dem Mußpott zu kommen.
Du redest hier immer von „Gedanken“. Und genau DA liegt der Knackpunkt. Du machst dir viel zu viele Gedanken. Sowas kann hinderlich sein.
Solch eine Denkweise haben aber viele Personen. Da findet ein regelrechter Kampf der Gedankengänge im Kopf statt. Auf der einen Seite sagst du dir, dass du unbedingt was machen musst, damit du dich besser fühlst. Auf der anderen denkst du „ich kann ja noch ein bisschen liegen bleiben, ich werde mich die nächsten Tage aufraffen“.
Glaub mir, sowas habe ich auch schon oft durchgemacht.
Und was kommt im Endeffekt raus? Man ärgert sich über sich selber oder hasst sich sogar dafür. Und solange du nichts TUST (also dieses Denken mal abstellst), wird das auch so bleiben.
Deshalb rate ich dir:
Hör auf über jede Sache, die du machen _willst_ vorher ewig nachzudenken und abzuwägen. Steh JETZT auf, geh vor die Tür. Geh in einen Park und spaziere dort oder geh schwimmen. Was auch immer, aber MACH was. Danach wirst du staunen, wie einfach das eigentlich war und dein Kopf wird sich mit positiven Gedanken füllen. Du wirst merken, was für ein Spaß das eigentlich ist und du auch noch was für Körper und Seele getan hast.
Das schädlichste ist, rumzusitzen und über jeden Kack (…ups) nachzudenken und zu grübeln.

Just my 2 Cents.

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Kraft sammeln

Hallo Kitty,
vielleicht solltest Du erst mal Kraft sammeln, um dann neu Wege zu gehen.
Man kann eine psychosmatische Reha beantragen, Begründung dafür kann z. B. eine depressive Phase oder burn out sein.
Der Arzt kann sie beantragen, sie dauert ca.6 Wochen, Kostenträger ist die „Rentenversicherung BUND“, man kann sich dort sehr gut erholen, neue Ideen sammeln und auch Ansätze entwickeln, wie sie dann in die Tat umzusetzen sind.
Probleme lassen sich viel besser lösen, wenn man bei Kräften ist, manche verschwinden auch einfach von selbst.

Alles Gute
wünscht Kosmokatze

Hi Kitty,

jeder Tag ist ein neuer Tag und an jedem Tag kannst Du Dich bemühen zu tun was zu tun ist. Mache Dich nicht nieder für das was Du nicht schaffst, denn das raubt Dir nur wieder unnötige Energie, von der Du nach Deinen Aussagen nach im Moment wohl eh nicht viel zur Verfügung stehen hast.

Mutmaßlich fühlst Du Dich energielos, weil das was Du lebst, nicht Dir gemäß ist. Was wünscht Du Dir? Kennst Du Deine Bedürfnisse und Ziele? Gehst Du sie an? Dazu gehört auch sich über Etappensiege zu freuen und nicht nur an großen Zielen sich zu orientieren, die man im Moment auf einmal gar nicht erreichen kann.

Angenommen Du hast im Haus Fahrstuhl, dann laufe mal Treppen. Und wenn Du es morgen und übermorgen nicht machst, dann wieder am dritten Tag. Lass’ es langsam mehr werden. Nimm für Strecken die Du auch zu Fuß bewältigen kannst nicht das Fahrrad oder das Auto, sondern laufe.

Wenn Du Dich ungern bewegst, dann verbinde das z.B. mit einem Hobby bei dem Du Dich bewegen mußt, sei es sporteln (schwimmen) oder wenn Du kulturell interessiert bist, dann unternimm’ was.

Wenn Du das nicht gern allein machst, dann mache es mit Bekannten und Freunden. Finden die sich nicht, dann inseriere z.B. kostenlos bei http://www.kurzfuendig.de.

DER Satz oder DAS Erlebnis kannst nur Du Dir selbst geben. Was Du nicht lebst von dem was Du leben möchtest, ist auch vertane, kostbare (Lebens-)Zeit. Und da gehen wohl viele Leute achtsam damit um. Man hat ja Zeit… und wenn man auch mal zwischendrin meint, man ist ja nicht mehr so taufrisch, doch dann liegt man urplötzlich auf der Bahre. Willst Du mit 50, 60, 70, 80 immer mehr drüber lamentieren, was Du versäumt hast?

Motivierend sind Ziele, doch die größte Motivation solltest Du Dir selbst sein. Lerne Dich (wieder) zu mögen und zu lieben. Lerne wieder für Dich und Deine Bedürfnisse zu sorgen und kümmere Dich dabei auch um Deine Pflichten Dir und anderen gegenüber.

Wenn das alles nicht hilft, wie wäre es mit einer Selbsthilfegruppe oder Psychotherapie?

Ciao,
Romana

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