Hallo Jade,
Mich würde
interessieren, wie Du Mitarbeiter motivierst, die nicht über
eine hohe Eigenmotivation verfügen. Es kann sein, dass
Mitarbeiter in Ihrer Arbeitsmoral nachlassen, zunächst als
motiviert gelten aber dann nachlassen.
Gute Frage, der ich mich wie gesagt eher anders herum stellen musste (Verbrennen eines Mitarbeiters bis zum mehrwöchigen Ausfall, mindestens ähnlich unangenehm für eine Führungskraft).
Für mich gibt es hier mehrere vorstellbare Alternativen.
a) zunächst einmal sollte man sich als FK selber klar darüber werden, was eigentlich ein „normales“ Engagement ist (das ist schließlich die Grundlage für die Bezahlung) und was überdurchschnittlich ist. Wenn sich die Leistung des Einzelnen weiterhin im Bereich des Normalen bewegt, ist das Thema für mich nicht kritisch. Ich selber fahre auch nicht permanent 150% Leistung, weil ich irgendwann auch mal wieder durchschnaufen muss. Und auch Chefs müssen akzeptieren, dass jetzt Frühling ist, oder dass mit einem Hausbau begonnen wurde oder ein Kind in den Fokus kam:wink: Wie gesagt, Mitarbeiter die verbrennen, weil sie mit ihren Energiereserven nicht haushalten können (s. anderer Thread), sind mindestens(!) so anstrengend zu führen wie Mitarbeiter, die durchhängen. Und für die Fk eigentlich noch deutlich gefährlicher …
b) Wenn die Leistung tatsächlich unterdurchschnittlich wird, dann muss ein Gespräch her. Denn entweder gibt es persönliche Dinge im Hintergrund oder irgendwas stimmt nicht im Verhältnis Gruppe - MA oder FK - MA oder die Aufgabe ist nicht wirklich geeignet für den MA.
Je nachdem muss dann situativ entschieden werden. Und da hilft dann auch kein Standardprogramm.
Wie reagierst Du dann? Du schreibst, dass Du erst eingreifst,
wenn MA das wollen, betrifft das auch Mobbing. Du siehst
bspw., dass jemand entweder von einer Person oder mehreren
gemeinsam gemobbt wird.
Na ja, das ist ja nun ein etwas anderer Fall. Wenn ich das sähe, dann würds 13 schlagen in meinem Team.
Was machst Du, wenn jemand dir Konkurrenz macht, er ist dir in
seinen Sozialkompetenzen überlegen, kann ein Team führen und
ist auch fachlich gut.
Was glaubst Du, wie glücklich unsere Führungsmannschaft wäre, wenn wir eine Handvoll Leute hätten mit diesem Potential:wink: Spass beiseite: Das ist doch keine Problem sondern eine riesen Chance für die FK, den Laden nach vorne zu bringen. Und es ist ja eindeutig eine der Hauptaufgaben einer FK, solche Leute einzustellen, zu finden, zu fördern und dann rechtzeitig gehen zu lassen (oder in die raue Welt zur Bewährung zu jagen). Und es ist doch klasse, wenn ein Überflieger, den Du gefunden und gefördert hast, irgendwann als Dein übernächster Chef - in der Regel dankbar - zurückkommt. Das bisschen Größe damit leben zu müssen, dass andere deutlich schneller Karriere machen, sollte schon aufzubringen sein.
Grüße
Jürgen