Motivationstraining

Ich würde gerne wissen, ob es Arbeits- Motivationstrainings gibt?
Es geht um folgendes:
Person xy ist im Job relativ unbeobachtet. Sie hat Deadlines zur Abgabe von Aufgaben. Sie kann sich allerings nicht dazu motivieren, die Aufgaben anzugehen. Kurz vor der Deadline erledigt sie sie dann doch.
Die Aufgaben sind einfach und unterfordern die Person. Änderung ist allerdings nicht in Sicht. Bewerbungen waren nicht erfolgreich. Die Person absolviert nun nebenberuflich eine Weiterbildung (Hochschule), weil ihr der Job zu langweilig ist und sie wechseln will. Die Zeitspanne bis dahin ist jedoch noch lang. Theoretisch müßte xy Gewehr bei Fuß die Aufgaben zügig erledigen (sie wird dafür ja bezahlt), aber die Gedanken schweifen ab und die tut andere Dinge.

Mit anderen Worten: Ein Jobwechsel ist erst in zwei Jahren möglich (Verpflichtung). Bis dahin hat xy den Verdacht, sich zu Tode zu langweilen und Zeit zu vergeuden. Sie lernt nichts dazu. Problematisch ist auch, dass xy abends zu müde zum Lernen ist.

XY findet einfach zur Zeit nichts Positives … wer kann helfen?

Lustlosikeit und Belohnung
Hallo Anna!
Wie schaut es denn außerhalb der Arbeit aus?
Kann sich xy zu Freizeitaktivitäten aufraffen, oder auch nicht? Ist diese Person wirklich nur mit der Arbeitssituation unzufrieden, oder gibt es da noch was? Ist es eine allgemeine Lustlosikeit und Motivationverlust oder liegts nur an der Arbeit? Wie schaut es mit Haushaltsführung aus? Ist es denn sauber bei dieser Person zu Hause?

Wenn es nur an der Arbeit liegt, hilft es vielleicht sich einen Arbeitsplan zu machen und für die Einhaltung mit lustigen Freizeitaktivitäten (oder Schokolade *smile*) zu belohnen. Es ist ja sowieso nur eine vorübergehende Lösung, weil in zwei Jahren ohnehin ein Jobwechsel ansteht. Solange würde ich mir den Arbeitsplatz nett gestalten und wie gesagt, planen und belohnen. Damit schafft man sich Freizeit, die man mit netteren Dingen füllen kann, als in die Luft schauen.

Sollte es nicht nur an der Arbeit liegen ist es natürlich eine andere Problematik. Auf die gehe ich aber erst ein, wenn es tatsächlich der Fall sein sollte, dass auch sonst eine Lutlosigkeit besteht.

lg infi

Hallo!
Als ich mal einen echt nurnochlangweiligen Ferienjob am Fließband hatte (Staubsauger einpacken), hab ich mir dann selber etwas Abwechslung verschafft, indem ich z.B. versucht habe herauszufinden ob es schneller geht, wenn man erst Teil A verpackt und dann Teil B oder erst längs und dann querstapelt oder umgekehrt…da sind kreative Ansätze gefragt:smile: mach ich auch heut noch bei der Hausarbeit.
Vielleicht ist’s ja so eine Zeitlang mal wieder erträglicher.
LG
Sushi

Hallo Anna,

hm - das kann man auch andersrum sehen, oder?

Xy bringt ihre Leistung sogar schneller als gefordert, sonst würde dieses „Ich-fang-in-letzter-Sekunde-an“ wohl nicht funktionieren. Und wenn sie sich Sorgen macht, dass sie nicht ihre gesamte Bürozeit der Arbeit widmet, ist das eigentlich kein Mangel an Motivation - hier will jemand ja arbeiten und kann nicht.

Wofür wird xy bezahlt - dafür, dass in einer bestimmten Zeit ein bestimmtes Ergebnis da sein muss, oder dafür, dass sie sich „mit Arbeit befasst“?

Das Herumhängen ist nur menschlich - manche Aufgaben haben die Eigenschaft, entweder über die ganze verfügbare Zeit breitgetreten oder auf den letzten Drücker erledigt zu werden, da ist xy sicher nicht allein. (Ja, das nervt!)

Im Idealfall würde hier natürlich der Vorgesetzte etwas tun: xy anspruchsvollere Aufgaben geben oder knappere Termine setzen, vielleicht auch Deadlines für Teilaufgaben „unterwegs“.

Wenn das nicht geht, sollte xy nach Wegen suchen, doch noch etwas zu lernen - gibt es Dinge im Zusammenhang mit ihrer jetzigen Arbeit, die sich zugleich für ihre weiteren Pläne verwenden lassen? Vielleicht kann sie da ein bisschen „private Fortbildung“ betreiben - es gibt immer etwas, das für den Job relevant und damit für den Arbeitgeber nützlich ist, aber auch Perspektiven eröffnet.

My two cents,

Beate