von dieser Diskussion um die verschiedenen Kraftstoffe etwas weiter unten bin ich nun zu ner anderen Frage inspiriert werden. Was tut eigentlich ein Motor so genau, wenn er „klopft“ Ich meine, wie’s sich anhört weiß ich und daß das passiert, wenn man Benzin mit zu geringer Oktanzahl verwendet, auch. Aber wer klopft da und wo? Ist das „nageln“ bei Dieseln ein vergleichbarer Effekt?
Klopfen ist eine unerwünschte Frühzündung des Gemisches, während der Kolben im Zylinder noch nach ober, sprich Richtung Zylinderkopf hin das Gemisch erst noch weiter verdichten sollte. Absolut schädlich!
Radio Eriwan mein: „Im Prinzip ist das beim Diesel ähnlich, aber…“
Hier erfolgt der Zündvorgang eben zur rechten Zeit. Alles Klar?
Hi Petzi,
was Sven zum Benzin gesagt hat ist ganz richtig. Benzin ist prinzipiell „zündfähiger“ als Diesel, deshalb kann es bei zu hoher Verdichtung oder bei heißen Ablagerugen im Brennraum zu Selbstzündungen kommen. Die Verbrennung selber verläuft relativ weich, d.h. der Brennraum wird erst nach und nach von der Flkammzone erfasst. Deswegen hört man davon weniger. Bei Diesel ist es etwas anders: Diesel zündet schwerer (deswegen die hohe Verdichtung), aber verbrennt härter als Benzin, also quasi schlagartig. Daher kommt das Nageln. Um das abzumildern, hat man Vorkammern oder die gesteuerte Einspritzung bei DI-Motoren.
Gruß
Rüdiger