Motor vor Ampel abstellen

Hallo!

Mir sagte jemand, dass es sich bei nur voraussehbaren 20 Sekunden Wartezeit bereits lohne (sprit-technisch und auch fuer die Umwelt), den Motor abzustellen und dann wieder zu starten. Wer weiss Details darueber? oder wo noch nachzusehen?

Danke, Sepp

Hallo!

Ja, das sind so merkwürdige Tips!

Daß dabei aber Dein Anlasser überstrapaziert wird und der Anlaßvorgang sehr viel Benzin kostet, vergißt man schnell.

Abstellen des Motors sollte man an geschlossenen Bahnschranken praktizieren, sonst nicht!

Gruß Max

Moin Sepp!

Mir sagte jemand, dass es sich bei nur voraussehbaren 20
Sekunden Wartezeit bereits lohne

Was liegt dem für ein Auto zu Grunde?
Also 20 sec. sind doch etwas wenig.

Ausserdem kann das nicht funktionieren, wenn der Motor kalt ist.

Bei warmen Motor kann es bei langen Ampelphasen schon etwas bringen den Motor auszustellen.
In vielen Städten stehen dann aber auch oft extra Schilder an den Ampeln, die zum Ausschalten des Motors auffordern.
Dann sollte man es ruhig tun, kann nicht schaden.

Bei normalen Ampeln ist es uninteressant.

Zumindest ergaben das meine Versuche mit meinem Renault 19, Benziner.

Gruss
Lanzelot

Hi Thorwald,

… im Fernsehen, bei welcher Sendung weiß ich nicht mehr. Dort hatte man an zwei gleichen (!!!) Klein-Lkws jeweils einen großen Luftballon an den Auspuff montiert. Beide Motoren wurden gleichzeitig angelassen. Der eine blieb an und der andere wurde ausgemacht und sofort wieder angelassen, immer wieder, das Ganze eine Minute lang. Der Ballon an dem Auspuff, dessen Motor immer wider aus- und angemacht wurde, war ca. nur halb so dick, wie der andere, der durchgelaufen war.

Und halb so dick heißt nur ein Achtel Abgas, denn das Volumen ist proportinonal der dritten Potenz des Durchmessers. Ein Achtel Abgas ist auch ein Achtel Sprit.

Gruß
Pat

Hallo !

Ist ja recht ordentlich, diese Theorie mit halben Ballon = halbes Abgasvolumen.

Nur - eines darf man nicht vergessen, die Konzentration der Schadstoffe ist bei immer wieder Anlassen weit aus höher, als bei einem Motor, der ruhig vor sich hinläuft. Mit dann sauberer Einstellung.

Diesen Versuch kann man getrost vergessen!!

Gruß Max

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Hallo,
ich praktiziere das jetzt schon (weitgehend) seit über einem Jahr, noch funktioniert der (1.) Anlasser, obwohl der Motor nun schon auf die 100000 km zugeht.
Beim Anlassen darf man natürlich kein Gas geben, sonst ist der Spareffekt schnell dahin, da das aber genauso sinnlos ist, wie an der Ampel immer wieder mal Gas zu geben, macht das ein normaler Autofahrer eh nicht.

Cu Rene

komischer Versuch
Hallo,

Und halb so dick heißt nur ein Achtel Abgas, denn das Volumen
ist proportinonal der dritten Potenz des Durchmessers. Ein
Achtel Abgas ist auch ein Achtel Sprit.

Nun ja, nun ja. Wenn aber in Folge der schlechteren Verbrennung beim Startvorgang das Benzin teilweise nicht verbrannt wird, dann wirkt sich dieser unverbrannte Teil praktisch nicht im Abgasvolumen, aber sehr deutlich im Verbrauch aus!

Gruss, Niels

Hallo Niels,
eben. Und wenn beide Fahrzeuge bei diesem Versuch nun eine nur geringfügig unterschiedliche Leerlaufdrehzahl hatten? Dann taugt der ganze Versuch nichts. Erst recht auf Kurzstrecken tut man dem Motor mit dem ständigen abschalten und Neustarten gewiss keinen Gefallen.
Es hat sicher seinen Grund, warum VW damals diese Start- Stopautomatik wieder vom Markt genommen hat.
Gruss Sebastian

16% weniger Sprit
Hi Niels,

manchmal fahre ich von Tankvorgang zu Tankvorgang ausschließlich im Stadtverkehr einer Stadt mit 600.000 Einwohnern. Bei einigen dieser Gelegenheiten hab ich mal den Verbrauch gemessen ohne ständig den Motor vor Hindernissen abzuschalten und bei einigen anderen Gelegenheiten hab ich den Motor bei jedem Hindernis mit Stillstand abgeschaltet. Im ersten Fall brauchte ich dabei durchschnittlich 5,8 l/100km im zweiten Fall durchschnittlich 5,0 l/100km. Das sind 16% weniger Sprit. Sicher wird der Anlasser dabei stärker strapaziert, aber in den Jahren meiner Fahrpraxis hatte ich schon viele Pannen, aber noch keine (zumindest in der Nach-Käfer-Phase) am Anlasser.

Gruß
Pat

Hallo,

Das sind 16%
weniger Sprit.

Es ging mir auch weniger darum, zu behaupten, dass es nichts bringt. Das hängt sicher von Fall zu Fall ab. Nur war dieser Test wenig beweiskräftig. Und man muss eben solche Nebeneffekte berücksichtigen wie den höheren Verschleiss und dass unter Umständen der Kat keine Betriebstemperatur erreicht. Man bläst dann reichlich Schmutz in die Umwelt und der Kat hält nicht so lange.

Sicher wird der Anlasser dabei stärker
strapaziert, aber in den Jahren meiner Fahrpraxis hatte ich
schon viele Pannen, aber noch keine (zumindest in der
Nach-Käfer-Phase) am Anlasser.

Das hängt vom Fahrzeug ab. Mit meinem alten Opel darf ich das nicht machen, weil der Anlasser eine bekannte Schwachstelle war. Ich habe schon zweimal bei Opel Rekords einen gebraucht. Und das mit ca. 150000 km, wenig Stadt. Mein Omega hat denselben Anlasser.

Gruss, Niels