Motoransteuerung über L6201

Hallo ihr Experten,

bevor ich zu meinem Problem komme beschreibe ich euch kurz meine Schaltung.
Ich will einen Linear-Antrieb ansteuern, der max. 24 V und max. 1 A Versorgung benötigt. Diesen Antrieb möchte ich stetig von -24 V bis 24 V ansteuern.
Um das zu gewährleisten habe ich einen Controller von Motorola 56F8323 ( http://www.chipcatalog.com/Motorola/56F8323.htm ). Dem Controller gebe ich ein stetiges Eingangssignal von 0 bis 3 V am Analogeingang ANA5 vor, dieser setzt diese Signal in ein PWM-Signal zw. -3,3 und +3,3 V (gemittelt) um an den Ausgängen PWMA0 und PWMA1, wobei der eine Ausgang zw. 0 und 3,3 V und der andere zw. 0 und -3,3 V mit 40 kHz schaltet. Das was der Controller ausgibt ist auch alles einwandfrei sagt mein Oszilloskop.
Dieses PWM-Signal gebe ich nur auf einen Treiber-IC, den L6201 von ST ( http://www.ortodoxism.ro/datasheets/SGSThomsonMicroe… ). Dieser IC soll nun das PWM-Signal von -3,3 bis 3,3 V auf -24 bis +24 V umsetzen.

Und jetzt mein Problem:
Wenn ich den IC in die Schaltung einbaue und nur V+ = +24V, GND, Vref = GND, ENABLE = 3,3V, die beiden IN an den Controller anschließe und an den beiden OUT messe, was ankommt, dann sehe ich, dass die Spannung am Ausgang des ICs nicht mehr auf 0 V absinkt. Eigentlich sollte der IC das aber ankönnen, schließlich steht im Datenblatt 100 kHz.
Wenn ich eine Rechteckspannung mit 40 Hz (0…3,3V) an den IN.1 anschließe und IN.2 auf Masse lege, dann geht die Ausgangsspannung am OUT.1 gerade so auf 0 V zurück, sie springt zuerst auf ~12 V und beschreibt dann eine Kurve (Entladungskurve von einem Kondensator??) die auf 0 V zurückläuft. Die positive Flanke steigt sofort auf 24 V an.
Wenn ich dann Kondensatoren zw. BOOT.1 / OUT.1 und BOOT.2 / OUT.2 (je 10 nF) und zw. Vref / SENSE (100 nF) anschließe, dann brennt mir der IC durch, d.h. dass ziemlich viel Strom durch in fließt und sich an den Ausgängen nichts regt.

Was habt ihr denn für Ideen, die mir weiterhelfen könnten?

Oder habt ihr vielleicht eine bessere Lösung, wie ich ein stetiges Eingangssignal (0…3V / 0…10V / …) in ein stetiges Ausgangssignal (-24…24V bis 1A) wandeln kann?

Ich bin grad ein bißchen am Verzweifeln, weil den Antrieb zu testen meine Diplomarbeit ist und ich jetzt aber schon seit Montag an dieser Sch**-Schaltung sitze, die nicht funktionieren will.

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

Vielen Dank schonmal für eure Mühe und Antworten.

Gruß Axel

Hallo Axel,

bevor ich zu meinem Problem komme beschreibe ich euch kurz
meine Schaltung.
Ich will einen Linear-Antrieb ansteuern, der max. 24 V und
max. 1 A Versorgung benötigt. Diesen Antrieb möchte ich stetig
von -24 V bis 24 V ansteuern.

1A Gleichspannung ??
Bei der PWM können höhere SPitzenströme auftreten, der L6201 ist aber für einen Spitzenstrom von 1A ausgelegt.

Um das zu gewährleisten habe ich einen Controller von Motorola
56F8323 ( http://www.chipcatalog.com/Motorola/56F8323.htm ).
Dem Controller gebe ich ein stetiges Eingangssignal von 0 bis
3 V am Analogeingang ANA5 vor, dieser setzt diese Signal in
ein PWM-Signal zw. -3,3 und +3,3 V (gemittelt) um an den
Ausgängen PWMA0 und PWMA1, wobei der eine Ausgang zw. 0 und
3,3 V und der andere zw. 0 und -3,3 V mit 40 kHz schaltet. Das
was der Controller ausgibt ist auch alles einwandfrei sagt
mein Oszilloskop.

Soweit so gut.

Dieses PWM-Signal gebe ich nur auf einen Treiber-IC, den L6201
von ST (
http://www.ortodoxism.ro/datasheets/SGSThomsonMicroe…
). Dieser IC soll nun das PWM-Signal von -3,3 bis 3,3 V auf
-24 bis +24 V umsetzen.

Hier fängt wohl dein Problem an.

Und jetzt mein Problem:
Wenn ich den IC in die Schaltung einbaue und nur V+ = +24V,
GND, Vref = GND, ENABLE = 3,3V, die beiden IN an den
Controller anschließe und an den beiden OUT messe, was
ankommt, dann sehe ich, dass die Spannung am Ausgang des ICs
nicht mehr auf 0 V absinkt.

Das ist komisch.
Was hast du mit dem SENSE-Anschluss gemacht ??
OUT1 und OUT2 sind noch unbeschaltet ??
GND vom L6201 und Vss vom 56F8323 müssen miteinander verbunden sein.

Eigentlich sollte der IC das aber
ankönnen, schließlich steht im Datenblatt 100 kHz.
Wenn ich eine Rechteckspannung mit 40 Hz (0…3,3V) an den IN.1
anschließe und IN.2 auf Masse lege, dann geht die
Ausgangsspannung am OUT.1 gerade so auf 0 V zurück, sie
springt zuerst auf ~12 V und beschreibt dann eine Kurve
(Entladungskurve von einem Kondensator??) die auf 0 V
zurückläuft. Die positive Flanke steigt sofort auf 24 V an.
Wenn ich dann Kondensatoren zw. BOOT.1 / OUT.1 und BOOT.2 /
OUT.2 (je 10 nF) und zw. Vref / SENSE (100 nF) anschließe,
dann brennt mir der IC durch, d.h. dass ziemlich viel Strom
durch in fließt und sich an den Ausgängen nichts regt.

Kleiner Tip:
Zuerst ohne Last testen und in serie zu Us von L6201, mal einen 100 Ohm Leistungswiderstand hängen, der begrenzt dann dem KS-Strom auf 240mA bei einem Kurzschluss.

Was habt ihr denn für Ideen, die mir weiterhelfen könnten?

Ein konkretes Schamawürde weiterhelfen, falls du eine grundsätzlichen Fehler in deiner SChaltung hast.

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter,

bevor ich zu meinem Problem komme beschreibe ich euch kurz
meine Schaltung.
Ich will einen Linear-Antrieb ansteuern, der max. 24 V und
max. 1 A Versorgung benötigt. Diesen Antrieb möchte ich stetig
von -24 V bis 24 V ansteuern.

1A Gleichspannung ??
Bei der PWM können höhere SPitzenströme auftreten, der L6201
ist aber für einen Spitzenstrom von 1A ausgelegt.

Ja, ich versorge den Antrieb mit Gleichspannung (sorry, hab ich wohl vergessen zu erwähnen)
Im Datenblatt des L6201 steht, dass er Spitzenströme bis 2A und dauerhafte Ströme bis 1A aushält. Dann müsste das doch eigentlich passen!?! Sollte ich sonst lieber auf den L6201PS umschwenken?

Um das zu gewährleisten habe ich einen Controller von Motorola
56F8323 ( http://www.chipcatalog.com/Motorola/56F8323.htm ).
Dem Controller gebe ich ein stetiges Eingangssignal von 0 bis
3 V am Analogeingang ANA5 vor, dieser setzt diese Signal in
ein PWM-Signal zw. -3,3 und +3,3 V (gemittelt) um an den
Ausgängen PWMA0 und PWMA1, wobei der eine Ausgang zw. 0 und
3,3 V und der andere zw. 0 und -3,3 V mit 40 kHz schaltet. Das
was der Controller ausgibt ist auch alles einwandfrei sagt
mein Oszilloskop.

Soweit so gut.

Dieses PWM-Signal gebe ich nur auf einen Treiber-IC, den L6201
von ST (
http://www.ortodoxism.ro/datasheets/SGSThomsonMicroe…
). Dieser IC soll nun das PWM-Signal von -3,3 bis 3,3 V auf
-24 bis +24 V umsetzen.

Hier fängt wohl dein Problem an.

Und jetzt mein Problem:
Wenn ich den IC in die Schaltung einbaue und nur V+ = +24V,
GND, Vref = GND, ENABLE = 3,3V, die beiden IN an den
Controller anschließe und an den beiden OUT messe, was
ankommt, dann sehe ich, dass die Spannung am Ausgang des ICs
nicht mehr auf 0 V absinkt.

Das ist komisch.
Was hast du mit dem SENSE-Anschluss gemacht ??
OUT1 und OUT2 sind noch unbeschaltet ??
GND vom L6201 und Vss vom 56F8323 müssen miteinander verbunden
sein.

Ich hab grad meine Schaltung nochmal angeschaut. Ich habe ausversehen den Sense-Eingang mit GND beschaltet und später den Kondensator (100nF) zw. GND und Vref geschaltet. Könnte dadurch, dass Vref n.c. war die Spannung nicht wieder auf 0V zurückgegangen sein?
OUT.1 und OUT.2 habe ich offen gelassen (ohne Last) bzw. ein Oszilloskop hingehängt um die Ausgänge zu beobachten (wegen Oszi: OUT.1 an CH1, OUT.2 and CH2 und die Masse mit Masse der Schaltung verbunden)
Die beiden Massen habe ich miteinander verbunden.

Eigentlich sollte der IC das aber
ankönnen, schließlich steht im Datenblatt 100 kHz.
Wenn ich eine Rechteckspannung mit 40 Hz (0…3,3V) an den IN.1
anschließe und IN.2 auf Masse lege, dann geht die
Ausgangsspannung am OUT.1 gerade so auf 0 V zurück, sie
springt zuerst auf ~12 V und beschreibt dann eine Kurve
(Entladungskurve von einem Kondensator??) die auf 0 V
zurückläuft. Die positive Flanke steigt sofort auf 24 V an.
Wenn ich dann Kondensatoren zw. BOOT.1 / OUT.1 und BOOT.2 /
OUT.2 (je 10 nF) und zw. Vref / SENSE (100 nF) anschließe,
dann brennt mir der IC durch, d.h. dass ziemlich viel Strom
durch in fließt und sich an den Ausgängen nichts regt.

Also das mit dem 100nF-Kondensator hab ich wohl falsch gemacht *schäm*, kann das der Grund sein?

Kleiner Tip:
Zuerst ohne Last testen und in serie zu Us von L6201, mal
einen 100 Ohm Leistungswiderstand hängen, der begrenzt dann
dem KS-Strom auf 240mA bei einem Kurzschluss.

Das ist eine gute Idee, das werde ich in Zukunft machen, nicht das mir der nächste IC auch wieder abraucht :wink:

Was habt ihr denn für Ideen, die mir weiterhelfen könnten?

Ein konkretes Schamawürde weiterhelfen, falls du eine
grundsätzlichen Fehler in deiner SChaltung hast.

Was verstehst du unter einem konkreten Schema? Wie ich die Pins des L6201 beschaltet habe, hab ich ja beschrieben (ich hoff ich hab da nichts vergessen)

Gruß Axel

Und nochmal hallo :wink:

Ich war vorher wohl noch ein bißchen müde. Ich hab nämlich grad nochmal geschaut und ich habe es doch richtig angeschlossen, also GND an Sense und Vref hab ich erstmal n.c. gelassen.
Später hab ich dann den 100nF-Kondensator zw. GND und Vref angeschlossen.

Der Rest müsste schon so stimmen, wie ich es geschrieben hab.

Gruß Axel

Hallo Axel,

1A Gleichspannung ??
Bei der PWM können höhere SPitzenströme auftreten, der L6201
ist aber für einen Spitzenstrom von 1A ausgelegt.

Ja, ich versorge den Antrieb mit Gleichspannung (sorry, hab
ich wohl vergessen zu erwähnen)

Die Frage war unter welchen Bedingungen diese 1A gilt.

Im Datenblatt des L6201 steht, dass er Spitzenströme bis 2A
und dauerhafte Ströme bis 1A aushält. Dann müsste das doch
eigentlich passen!?! Sollte ich sonst lieber auf den L6201PS
umschwenken?

Das kommt jetzt halt drauf an, welche Spietzenströme in deiner Schaltung auftreten, da spielt schon die Kabellänge eine Rolle.

Was hast du mit dem SENSE-Anschluss gemacht ??
OUT1 und OUT2 sind noch unbeschaltet ??
GND vom L6201 und Vss vom 56F8323 müssen miteinander verbunden
sein.

Ich hab grad meine Schaltung nochmal angeschaut. Ich habe
ausversehen den Sense-Eingang mit GND beschaltet

Das iist schon richtig wenn due den Strom nicht messen willst.
Da fliesst aber der Strom der Last nach Masse.

und später
den Kondensator (100nF) zw. GND und Vref geschaltet.

Das wäre auch OK.

Könnte
dadurch, dass Vref n.c. war die Spannung nicht wieder auf 0V
zurückgegangen sein?

Der Kondensator an Vref dient der stabilierung der Spannung.

OUT.1 und OUT.2 habe ich offen gelassen (ohne Last) bzw. ein
Oszilloskop hingehängt um die Ausgänge zu beobachten (wegen
Oszi: OUT.1 an CH1, OUT.2 and CH2 und die Masse mit Masse der
Schaltung verbunden)
Die beiden Massen habe ich miteinander verbunden.

Und was ist mit den beiden CBOOT ?
Die werden benötigt damit die beiden oberen FETs der Brücke angesteuert werden können.

Ein konkretes Schamawürde weiterhelfen, falls du eine
grundsätzlichen Fehler in deiner SChaltung hast.

Was verstehst du unter einem konkreten Schema? Wie ich die
Pins des L6201 beschaltet habe, hab ich ja beschrieben (ich
hoff ich hab da nichts vergessen)

Eben, das sollte man im SChema ja sehen. Vielleicht ist auch irgendetwas zuviel !
Das SChema hilft aber nur teilweise, man kann noch jede Menge beim Layout, bzw. verdrahten falsch machen, obwohl es nach Schema richtig ist (Leiterbahn breite, Sternmasse usw.)

MfG Peter(TOO)

hallo,

verschalte den chip doch genauso wie auf „figure 17“ deines links.
Rsense kannst du natürlich durch einen draht ersetzen.
ich vermute du hast weder die rc kombination am ausgang (10ohm+22nf), noch die beiden dioden (bfw98) eingesetzt, und sofort den motor angeschlossen. dann läge die vermutung nahe, das die impulsspitzen, des motors über die bootstrapkondensatoren, den chip regelmässig zerlegen.

gruss wgn (der hofft mit seiner vermutung richtig zu liegen, da ihm sonst nix mehr dazu einfällt)

Hallo Peter(TOO),

1A Gleichspannung ??
Bei der PWM können höhere SPitzenströme auftreten, der L6201
ist aber für einen Spitzenstrom von 1A ausgelegt.

Ja, ich versorge den Antrieb mit Gleichspannung (sorry, hab
ich wohl vergessen zu erwähnen)

Die Frage war unter welchen Bedingungen diese 1A gilt.

Achso. Der Antrieb hat einen Widerstand von ~24 Ohm (Realanteil/Gleichstromwiderstand), dadurch fließen bei 24 V ein Strom von 1 A.

Im Datenblatt des L6201 steht, dass er Spitzenströme bis 2A
und dauerhafte Ströme bis 1A aushält. Dann müsste das doch
eigentlich passen!?! Sollte ich sonst lieber auf den L6201PS
umschwenken?

Das kommt jetzt halt drauf an, welche Spietzenströme in deiner
Schaltung auftreten, da spielt schon die Kabellänge eine
Rolle.

Kabellänge hab ich nicht, weil ich das ganze als Testschaltung aufgebaut hab. Spitzenströme weiß ich nicht, aber bei sprunghaften Spannungsänderungen treten bei einer Spule ja keine Stromspitzen auf.

Was hast du mit dem SENSE-Anschluss gemacht ??
OUT1 und OUT2 sind noch unbeschaltet ??
GND vom L6201 und Vss vom 56F8323 müssen miteinander verbunden
sein.

Ich hab grad meine Schaltung nochmal angeschaut. Ich habe
ausversehen den Sense-Eingang mit GND beschaltet

Das iist schon richtig wenn due den Strom nicht messen willst.
Da fliesst aber der Strom der Last nach Masse.

und später
den Kondensator (100nF) zw. GND und Vref geschaltet.

Das wäre auch OK.

Könnte
dadurch, dass Vref n.c. war die Spannung nicht wieder auf 0V
zurückgegangen sein?

Der Kondensator an Vref dient der stabilierung der Spannung.

OUT.1 und OUT.2 habe ich offen gelassen (ohne Last) bzw. ein
Oszilloskop hingehängt um die Ausgänge zu beobachten (wegen
Oszi: OUT.1 an CH1, OUT.2 and CH2 und die Masse mit Masse der
Schaltung verbunden)
Die beiden Massen habe ich miteinander verbunden.

Und was ist mit den beiden CBOOT ?
Die werden benötigt damit die beiden oberen FETs der Brücke
angesteuert werden können.

Die hab ich erstmal weggelassen (zu faul die einzubauen :wink: ) später hab ich die ja dazugeschaltet.

Ein konkretes Schamawürde weiterhelfen, falls du eine
grundsätzlichen Fehler in deiner SChaltung hast.

Was verstehst du unter einem konkreten Schema? Wie ich die
Pins des L6201 beschaltet habe, hab ich ja beschrieben (ich
hoff ich hab da nichts vergessen)

Eben, das sollte man im SChema ja sehen. Vielleicht ist auch
irgendetwas zuviel !
Das SChema hilft aber nur teilweise, man kann noch jede Menge
beim Layout, bzw. verdrahten falsch machen, obwohl es nach
Schema richtig ist (Leiterbahn breite, Sternmasse usw.)

Das Schema der Schaltung ist hier:
http://www.directupload.net/show/d/747/zg45dLG5.jpg

Layout gibt es ja keins, weil die Schaltung ja nur probeweise aufgebaut ist (zumindest der L6201). Der Rest der Schaltung (Controller, …) funktioniert ja.

Gruß Axel

Hallo weisgarnix,

verschalte den chip doch genauso wie auf „figure 17“ deines
links.
Rsense kannst du natürlich durch einen draht ersetzen.
ich vermute du hast weder die rc kombination am ausgang
(10ohm+22nf), noch die beiden dioden (bfw98) eingesetzt, und
sofort den motor angeschlossen. dann läge die vermutung nahe,
das die impulsspitzen, des motors über die
bootstrapkondensatoren, den chip regelmässig zerlegen.

Meine Schaltung sieht so aus (nachdem ich die Kondensatoren eingebaut hatte):
http://www.directupload.net/show/d/747/zg45dLG5.jpg

Die RC-Kombination, die beiden Dioden und den Kondensator zw. Spannungsversorgung und Masse hab ich nicht. SENSE habe ich auf Masse gelegt.
Den Motor habe ich aber nicht angeschlossen, die beschriebenen Messungen erfolgten alle ohne Last.

Ohne Kondensatoren ergab sich eben das Phänomen, dass die Ausgangsspannung nur langsam auf 0 V zurückging. Was genau ich falsch gemacht hatte nach dem Anschließen der Kondensatoren weiß ich (noch) nicht.

gruss wgn (der hofft mit seiner vermutung richtig zu liegen,
da ihm sonst nix mehr dazu einfällt)

Gruß Axel

Hallo Axel,

Kabellänge hab ich nicht, weil ich das ganze als Testschaltung
aufgebaut hab. Spitzenströme weiß ich nicht, aber bei
sprunghaften Spannungsänderungen treten bei einer Spule ja
keine Stromspitzen auf.

Nein, aber eine Kabel ist eine kapazitive Last, deshalb die Frage.

Und was ist mit den beiden CBOOT ?
Die werden benötigt damit die beiden oberen FETs der Brücke
angesteuert werden können.

Die hab ich erstmal weggelassen (zu faul die einzubauen :wink: )
später hab ich die ja dazugeschaltet.

Da die FETs der oberen Halbbrücke eine positive Gatespannung gegenüber Source benötigen, benötigt man eine Hilfspannung, welche höher als die Versorgungsspannung ist. Wenn die Ausgangsspannung der Brücke 0V ist, werden diese beiden Kondensatoren über eine Diode und die positive Versorgungsspannung aufgeladen, wird nun der Ausgang auf „1“ geschaltet wird mit diesen Kondensatoren die positive Ugs erzeugt. Dadurch kann diese Halbbrücke aber nicht für Gleichspannungsbetrieb verwendet werden.

Eben, das sollte man im SChema ja sehen. Vielleicht ist auch
irgendetwas zuviel !
Das SChema hilft aber nur teilweise, man kann noch jede Menge
beim Layout, bzw. verdrahten falsch machen, obwohl es nach
Schema richtig ist (Leiterbahn breite, Sternmasse usw.)

Das Schema der Schaltung ist hier:
http://www.directupload.net/show/d/747/zg45dLG5.jpg

Layout gibt es ja keins, weil die Schaltung ja nur probeweise
aufgebaut ist (zumindest der L6201). Der Rest der Schaltung
(Controller, …) funktioniert ja.

Grobe Fehler in der Schaltung sehe ich gerade nicht. C17 und C18 sind mit 10nF aber das Minimum, in der Applikation werden 15nF vorgeschlagen.
Das C für Vref sollte 220nF haben, da fehlt die Angabe im Schema.

Möglicherweise liegt dein Fehler auch rein im Aufbau, also etwas falsch angeschlossen, oder zwei falsche Drähte liegen nebeneinander und irgendetwas schwingt deshalb.
Was man auch nicht sieht sind deine Lötkünste …
Lies mal als Beispiel "Problem mit Relais (kontakte überbrückt??) (WuZt, 21.6.2006 22:20) " fast ganz unten in diesem Brett

Du kannst natürlich auch noch einen Fehler in der Software haben und die Ports falsch initialisieren …

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter(TOO),

Nein, aber eine Kabel ist eine kapazitive Last, deshalb die
Frage.

OK, das weiß ich (eigentlich), hab jetzt im Moment aber garnicht mehr dran gedacht, aber das tritt bei mir (zum Glück) ja nicht auf :wink:

Da die FETs der oberen Halbbrücke eine positive Gatespannung
gegenüber Source benötigen, benötigt man eine Hilfspannung,
welche höher als die Versorgungsspannung ist. Wenn die
Ausgangsspannung der Brücke 0V ist, werden diese beiden
Kondensatoren über eine Diode und die positive
Versorgungsspannung aufgeladen, wird nun der Ausgang auf „1“
geschaltet wird mit diesen Kondensatoren die positive Ugs
erzeugt. Dadurch kann diese Halbbrücke aber nicht für
Gleichspannungsbetrieb verwendet werden.

Aber für PWM kann ich die Brücke trotzdem einsetzen? PWM würde ja die Vorraussetzungen erfüllen, so wie ich verstanden hab.

Eben, das sollte man im Schema ja sehen. Vielleicht ist auch
irgendetwas zuviel !
Das SChema hilft aber nur teilweise, man kann noch jede Menge
beim Layout, bzw. verdrahten falsch machen, obwohl es nach
Schema richtig ist (Leiterbahn breite, Sternmasse usw.)

Das Schema der Schaltung ist hier:
http://www.directupload.net/show/d/747/zg45dLG5.jpg

Layout gibt es ja keins, weil die Schaltung ja nur probeweise
aufgebaut ist (zumindest der L6201). Der Rest der Schaltung
(Controller, …) funktioniert ja.

Grobe Fehler in der Schaltung sehe ich gerade nicht. C17 und
C18 sind mit 10nF aber das Minimum, in der Applikation werden
15nF vorgeschlagen.
Das C für Vref sollte 220nF haben, da fehlt die Angabe im
Schema.

Oh, das hab ich wohl ausversehen weggeschnitten. Die Kapazität von dem C bei Vref liegt bei 100nF.

Möglicherweise liegt dein Fehler auch rein im Aufbau, also
etwas falsch angeschlossen, oder zwei falsche Drähte liegen
nebeneinander und irgendetwas schwingt deshalb.
Was man auch nicht sieht sind deine Lötkünste …
Lies mal als Beispiel "Problem mit Relais (kontakte
überbrückt??) (WuZt, 21.6.2006 22:20) " fast ganz unten in
diesem Brett

Ich hatte meine Lötstellen alle angeschaut und die sehen auch ganz gut aus (find ich) also keine kalten Lötstellen und auch das Lötzinn schön über Kontakt und Pin, …

Du kannst natürlich auch noch einen Fehler in der Software
haben und die Ports falsch initialisieren …

Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass ich die Software garnicht selber geschrieben hab. Ich bin gerade dabei eine Schaltung zu modifizieren, die nicht für 1 A ausgelegt war.
Ich vertraue also demjenigen, der die Platine programmiert hat, dass er wusste, was er da gemacht hat.

Gruß Axel

hallo nochmal,

Meine Schaltung sieht so aus (nachdem ich die Kondensatoren
eingebaut hatte):
http://www.directupload.net/show/d/747/zg45dLG5.jpg

das schaut soweit funktionsfähig aus.

Die RC-Kombination, die beiden Dioden und den Kondensator zw.
Spannungsversorgung und Masse hab ich nicht.

für ohmsche belastung müsste das ok sein, aber sobald du induktive lasten anschliesst solltest du die fehlenden bauteile einsetzen.

SENSE habe ich
auf Masse gelegt.

das passt.

Den Motor habe ich aber nicht angeschlossen, die beschriebenen
Messungen erfolgten alle ohne Last.

setz doch einfach mal einen 100ohm/10watt widerstand als last ein, und schau wie dann die signalflanken aussehen.

Ohne Kondensatoren ergab sich eben das Phänomen, dass die
Ausgangsspannung nur langsam auf 0 V zurückging.

nach applikation hätte ich eher damit gerechnet das deine anstiegsflanke langsam ist. (aber wer weiss schon genau was die da fürn chip zusammengebraten haben, ohne uns alle details zu verraten)

Was genau ich
falsch gemacht hatte nach dem Anschließen der Kondensatoren
weiß ich (noch) nicht.

du sprichst in der vergangenheitsform - hat sich das problem gelöst, und du weisst nur nicht weshalb???

gruss wgn

Hallo weisgarnix,

Meine Schaltung sieht so aus (nachdem ich die Kondensatoren
eingebaut hatte):
http://www.directupload.net/show/d/747/zg45dLG5.jpg

das schaut soweit funktionsfähig aus.

Die RC-Kombination, die beiden Dioden und den Kondensator zw.
Spannungsversorgung und Masse hab ich nicht.

für ohmsche belastung müsste das ok sein, aber sobald du
induktive lasten anschliesst solltest du die fehlenden
bauteile einsetzen.

OK, dann werde ich das wohl noch tun, bevor ich meinen Antrieb wirklich anschließe.

SENSE habe ich
auf Masse gelegt.

das passt.

Den Motor habe ich aber nicht angeschlossen, die beschriebenen
Messungen erfolgten alle ohne Last.

setz doch einfach mal einen 100ohm/10watt widerstand als last
ein, und schau wie dann die signalflanken aussehen.

Werd ich mal versuchen, vielleicht verbessern sich die Flanken dadurch ja.

Ohne Kondensatoren ergab sich eben das Phänomen, dass die
Ausgangsspannung nur langsam auf 0 V zurückging.

nach applikation hätte ich eher damit gerechnet das deine
anstiegsflanke langsam ist. (aber wer weiss schon genau was
die da fürn chip zusammengebraten haben, ohne uns alle details
zu verraten)

Es war auf jeden Fall die Flanke, die von +24 V auf 0 V ging. Und zwar hab ich an IN1 einen Signalgenerator angeschlossen und an OUT1 mit einem Oszilloskop das Signal gegen Masse gemessen. Mit IN2 und OUT2 ergab sich dasselbe.

Was genau ich
falsch gemacht hatte nach dem Anschließen der Kondensatoren
weiß ich (noch) nicht.

du sprichst in der vergangenheitsform - hat sich das problem
gelöst, und du weisst nur nicht weshalb???

Nein, ich meinte damit, dasss ich nicht weiß, was ich falsch gemacht hatte, so dass der IC abgeraucht ist. (bzw. er hat nichtmal geraucht, hat sich still und leise verabschiedet) Vergangenheitsform, weil der IC ja schon tot ist. Ich werde aber heute Mittag die Schaltung mit einem neuen IC wieder aufbauen und mich nochmal an der Schaltung versuchen.

Gruß Axel

Hallo Axel,

Aber für PWM kann ich die Brücke trotzdem einsetzen? PWM würde
ja die Vorraussetzungen erfüllen, so wie ich verstanden hab.

Eigentlich nur für PWM …

Grobe Fehler in der Schaltung sehe ich gerade nicht. C17 und
C18 sind mit 10nF aber das Minimum, in der Applikation werden
15nF vorgeschlagen.
Das C für Vref sollte 220nF haben, da fehlt die Angabe im
Schema.

Oh, das hab ich wohl ausversehen weggeschnitten. Die Kapazität
von dem C bei Vref liegt bei 100nF.

Wieso bist du solch ein Minimalist ???

Ich hatte meine Lötstellen alle angeschaut und die sehen auch
ganz gut aus (find ich) also keine kalten Lötstellen und auch
das Lötzinn schön über Kontakt und Pin, …

Fest steht auf jeden Fall, dass du einen Fehler hast.

Im Schama ist keiner zu finden, aber wie weit das Schema mit dem realen Aufbau übereinstimmt kann hier keiner sehen.

Und wenn die Ansteuersignale wirklich für „1“ > 2V und „0“