Hallo René,
vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort.
Das heisst, dass Du meine Laienbefürchtungen bestätigst.
Ich hatte gehofft, dass Du mir schreiben würdest, dass
Novidem aus der Schweiz ja ein seriöser Hersteller ist,
die auf solche Dinge achten.
Vielen Dank nochmals,
viele Grüsse,
Christoph
Hi Christoph,
meiner Meinung nach das wichtigste zu erst:
Finger weg.
Warum?!
Mit dem Kompressor erhöhst Du die
Verdichtungsendtemperatur
während des Arbeitstaktes.
Nicht nur das sich daraus mehr Reibung und ein höher
Kraftstoffverbrauch ergibt, auch die thermische
Belastung ist
sehr viel höher für das Aggregat.
Und i.d.R. ist dieser Motor darauf nicht ausgelegt.
Kompressor, bzw. Turboaufgeladene Motoren sind meist
mit/aus
entsprechenden Werkstoffen konstruiert.
Hier bedarf es z.B. festerer Kolben - vorallem am
Kolbenboden
- andere Auslassventile (z.B. mit Natriumfüllung,
welche die
Wärme besser abgeben) und anderer Steuerzeiten, um den
Brennraum entsprechend zu kühlen, vorallem unter
Volllast.
Eine andere Programmierung des Motorsteuergeräts muss
man
ebenfalls einbeziehen. Z.B. wird zusätzlich Kraftstoff
eingespritzt, um den Brennraum (inkl. Bauteile) durch
verdunsten von Kraftstoff zu kühlen.
Auf den Kühlkreislauf hat das natürlich auch
Auswirkungen.
Dieser könnte auf einmal, durch den Einsatz eines
Kompressors,
unterdimensioniert sein.
Mein Ratschlag:
Kauf Dir von Grund auf ein Fhz. das ab Werk einen
entsprechenden Motor verbaut hat.
Von solchen Nachrüst-Experimenten würde ich die Finger
lassen.
Du kommst von 100te ins 1000te.
Außer Du hast zusätzlich Geld zur Hand, um die oben
erwähnten
Optimierungen ggf. umzusetzen.
In vielen Fällen schädigt man den Motor bis hin zum
mechanischen Totalschaden (therm. Überbelastung -
Kolbenfresser - Ventilsitze glühen mit der Zeit aus -
uvm…).
Wer mehr Leistung hat, ruft Sie natürlich auch ab.
Grüße,
René