Hi
Ich hätte da mal eine Frage zwischen den damaligen Verkaufsargumenten so in den 70 und 80 Jahren für Automotoren , wo man im Prospekt ein Motordiagramm abbildete , wo man deutlich sehen konnte welche Maximale Drezahl der Motor dreht , welcher Nm bei welcher Drehzahl ansteht und was der Motor dann verbraucht :
http://www.madmail.de/user-id_mork/yanmar-diagramme.jpg
Heute steht da irgendwo 1,4 Liter , 140 PS , der Drehmoment sucht man schon ganz lange , die Endgeschwindigkeit sucht man auch irgendwo in der Aufpreislite .
Wiso bildet man diese Diagramme nicht mehr ab ?
warum nennt man in dem Verkaufsgespräch oder in den technichen Daten nicht mehr die Nenndrehzahl des Motores ?
Z.B. ein Kia Modell hat ein 1600 ccm Motor , mit 125 PS , nach langen suchen fand ich heraus das der höchste Drehmoment bei 4800 U/min liegt und das die maximale Drehzahl 8200 U/min ist .
ein völlig unbrauchbarer Motor , wenn man im bergichen Gegenden wohnt , der säuft einen arm , wenn der ständig in den oberen Drehzahlen wühlt
Toni
Hallo Toni,
die Autosprospekte aus den 70er oder 80er Jahre kenne ich nicht. Ich gehe aber mal davon aus, dass früher vielmehr mit der Leistung eines Autos „geprotzt“ wurde. Um Umweltschutz hat sich damals auch niemand wirklich gekümmert. Ein Auto, das über 200 km/h fuhr, war schon etwas besonderes. Heutzutage fährt doch schon jede Familienkutsche oder Vertreterschleuder mit Turbodiesel locker über 200. Leider kann man das fast nirgends mehr richtig ausfahren, so dass es dieses Argument bei vielen Käufern wahrscheinlich nicht mehr zieht. Heute zählt Sicherheit und Umweltschutz mehr als Motorleistung.
Heute steht da irgendwo 1,4 Liter , 140 PS , der Drehmoment
sucht man schon ganz lange , die Endgeschwindigkeit sucht man
auch irgendwo in der Aufpreislite .
Wiso bildet man diese Diagramme nicht mehr ab ?
warum nennt man in dem Verkaufsgespräch oder in den technichen
Daten nicht mehr die Nenndrehzahl des Motores ?
Ich glaube, das hängt vom Auto ab. Bei einem sportlichen Auto erwartet der typische Kunde solche Diagramme, da der Motor wesentlich für die Fahrleistung ist. Bei Kleinwagen ist die Zielgruppe ganz anders. Frauen interessieren sich in der Regel mehr für die verfügbaren Farben als für die verfügbaren Motorisierungen. Für GTI und Co gibt es deshalb immer Sonderprospekte, in denen wieder die Fahrleistungen und der Motor im Vordergrund stehen.
Ich habe hier aktuelle Prospekte vom Mazda MX5 und Mercedes SLK liegen. Bei Mazda werden in einer großen Tabelle für jede Motor-Getriebe-Kombination alle erdenkbaren Werte gezeigt. Mehr als man wirklich braucht. Ein Diagramm gibt es aber nicht. Was soll man damit auch anfangen. Bei einer Probefahrt merkt man doch was Sache ist. Ich fand den aktuellen Mazda MX5 (160PS) beispielsweise nicht so spritzig, wie ich mir das vorgestellt hatte. Bei Mercedes werden die verfügbaren Motoren sogar mit Foto und Diagramm im Prospekt gezeigt. Für den SLK 350 Sportmotor sind sogar zwei ganze Seiten im Prospekt reserviert.
Z.B. ein Kia Modell hat ein 1600 ccm Motor , mit 125 PS , nach
langen suchen fand ich heraus das der höchste Drehmoment bei
4800 U/min liegt und das die maximale Drehzahl 8200 U/min ist
Einen KIA kauft man sich doch, weil er billig ist!?! Offensichtlich geht KIA davon aus, dass die typische Kundschaft sich eher aufgrund eines günstigen Preises für den Kauf entscheidet. Und wenn der Motor in Deinen Augen nicht viel taugt, dann ist das doch erst recht ein Grund dafür, die Details im Prospekt zu verstecken.
MfG
Stephan
Hi!
Mein Vater, der seine Berufsausbildung zum Autoschlosser 1950 - 1953 gemacht hat,
hat mir mal erzählt, was er in der Berufsschule so über die grundlegende Motorkonstruktion gelernt hat:
Es soll jeder Zylinder beim PKW-Motor (4-Takter) möglichst 500 ccm haben.
Es wurden da 4 Motorbauarten als günstig empfohlen:
Für Kleinwagen: 2-Zyl- Boxermotor mit 1000 ccm.
Für Kompaktwagen: 4-Zyl-Reihenmotor, mit 2000 ccm.
Für Mittelklassewagen: 6 -Zyl- Reihenmotor, mit 3000 ccm.
Für grosse Wagen: 8 Zyl-V8 Motor mit 4500 ccm.
Durch diese Konstruktion solle ein relativ guter Drehmomentverlauf, und sparsamer Kraftstoffverbrauch erreicht werden.
Wenn man da mal bischen nachdenkt, fast 60 Jahre später, und überlegt,
was von den Fahrzeugherstellern so als auffallend „gut gehende“ Motore bekannt ist, wird man merken, dass da offensichtlich ein Zusammenhang besteht.
Für den 2-Zyl. Boxermotor fällt mir zwar aktuell nichts ein,
ausser der Ente, die ich leider nicht kenne.
Aber für die grösseren Motore schon, gerade von VW, Opel und BMW.
Auch mit einem Zylindervolumen über 500 ccm kann das ev. gut gehen,
wie bei dem 4-Zyl- Mercedes mit 2,3 l Hubraum, was auch ein sehr gutgehender und sparsamer Motor war,
aber unter 500 ccm pro Zyl. finde ich es nicht ideal.
Grüße, Steffen!
Hi
Ich erinnere mich an die Zeit meines ersten Auto’s , ein Opel Rekord D
In dem Prospekt waren alle verfügbaren Motoren aufgelistet
vom 1,7 Normalbenzin ( 75 Ps ) , 1,7 Sport (98 Okt) ( 83 PS ) , 1,9 Super 90 Ps , 2,0 N 100 Ps und dem 2,3 L Diesel mit 68 PS , oder den Wagen in der Version Commodore zu bestellen mit einer 2,5 Liter 6 Zylinder Maschine
Da konnte man am Diagramm ablesen ob der Motor in niedrigen Drehzahlen kräftig zieht z.B. der 1,9 Liter der bei 5000 U/min als Langhuber so am ende seines Lateins war oder ob man sportlich fahren will , und die „Heulboje“ 1,7S auswählte , die mit einer entsprechenden Vergaser änderung sogar bis 7000 u/min drehen konnte .
Bei dem Rekord handelte es sich um eine Mittelklasse Limousine , also war es damals somit nicht Fahrzeugspezifisch , sondern das waren Daten die gab es von Kadett über Ascona/Manta bis zum Diplomat
heutzutage begnügt man sich mit Hubraum und Leistung und da kommen so Kuriositäten bei raus , das Auto’a auf der Ebene bei konstant 90 rund 5 Liter brauchen und dann beladen in Gegenden mit Bergen und Serpentinen zum Schluckspecht werden , weil der Motor immer auf hohen Drehzahlen gehalten werden muss um mitschwimmen zu können.
Toni
Hallo,
manchmal findet man solche Diagramme noch.
http://www.automobilesreview.com/gallery/the-new-cit…
Gruss Helmut