Motorölfarbe ?

Moin

Als absoluter Autoleihe hab ich mal eine Frage:

Kann neues (frisch eingefüllt) Motoröl pech-schwarz sein ?

War bis jetzt der Meinung das müst durchsichtig sein und würde mit der Zeit (je nach Motor und Fahrweise) dunkler werden.

Danke & cu

Moin

Als absoluter Autoleihe hab ich mal eine Frage:

Kann neues (frisch eingefüllt) Motoröl pech-schwarz sein ?

Hallo !

Frisch eingefüllt, also die Farbe am Peilstab oder schon beim Einfüllen schwarz aus dem Topf?

Wenn der Motor kurz gelaufen hat und das Öl ist schwarz, hat dieses Öl den überall abgesackten, festsitzenden Schmutz gelöst und er ist jetzt im Kreislauf. Das ist auch gut so. So kann der Ölfilter ihn aufnehmen und separieren.
Und es bilden sich keine Verstopfungen, die dem Motor den Garaus machen könnten.

Gruß max

es kann auch schon in der dose schwarz sein. dann nämlich wenn dem oel dimolybdänbisulfat* beigemischt wurde.

t.

* ich hoffe das schreibt sich so

Liebe® (?) Tamansari,

nicht ganz richtig.
Dein Name ergäbe die Formel Mo2(SO4)2, das gibts leider nicht.
Du meintest Molybdändisulfid MoS2, ein Trockenschmiermittel („Liquimoly“). Das kann allerdings dem Öl eine dunkel-schiefergraue Farbe geben. Vor allem macht es das Öl undurchsichtig.

Gruß
Bernd

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hallo
wie weiter unten beschrieben ist es mit Sicherheit Liquimoly, Molycote oder ein ähnliches Öl. Der schwarze Zusatz wurde schon im Krieg in die Flugmotoren gekippt, um Notlaufeigenschaften bei Totalölverlust zu haben. So ein Pilot hatte ja größtes Interesse daran, zumindest über der Heimat auszusteigen.
Ob es in Automotoren Sinn macht, da streiten sich die Geister.
Solltest Du aber bernsteinfarbenes Öl in den Motor gekippt haben und nach ein paar hundert km ist es schwarz, dann solltest Du mal eine Motorreinigung machen. Da ist viel Dreck dann drin, das sich mit den modernen HD-Ölen löst und in der Schwebe bleibt. Gibt im Zubehörhandel solche Reiniger, die man 50 -100 km vor dem Ölwechsel reinkippt und die alle Ablagerungen löst und mit dem Ölwechsel ausschwemmt. Nachteil: hast Du ´ne Uraltkiste, dann halten diese Ablagerungen den Motor noch einigermaßen zusammen. Löst Du sie raus, dann pffffff!
Hast Du einen Diesel, dann wird das Öl schneller dunkel, als bei Benzinern.
Grüße
Raimund

Das Öl wäre dann aber doch ein Einlauföl. Das wird es heute sicher noch geben, aber nicht für Kfz-Motoren und nicht zum Einfüllen bzw Nachfüllen.
Früher gab man einen Klacks Molykote dazu. Früher!!

Gruß max

Moin auch,

Kann neues (frisch eingefüllt) Motoröl pech-schwarz sein ?

Benziner:

Eigentlich nicht, es färbt sich langsam (oder schneller) je nach Motoralter und vorher verwendeten Ölen. Werden nur Billigöle verwandt setzt sich im Motor schneller Ölkohle ab und beim neubefüllen färbst es sich schneller dunkel.

Diesel:

Je nach Motoralter und Motorgeneration kann es schnell oder auch langsam sich verdunkeln. Bei meinem neuen Common-Rail-Diesel dauerte es letztes Jahr bis er fast 8000km drauf hatte, als es endlich schwarz war. Vorher (Neuwagen) Transparent klar. Für die neueren Diesel ist auch sehr wichtig wenig Öl zu verbrennen, wegen der Schadstoffnorm. Siehe: http://www.buschtaxi.de/downloadz/technik/diesel.pdf

Zuletzt: es wurde das bereits erwähnte LIQUIMOLY reingekippt.

Zu allerletzt: Dein Öl wurde in der Werkstatt nur teilweise abgelassen (so ein Liter) und der Rest ergänzt, aber die volle Menge berechnet. Das wäre Betrug, aber nichts neues.

gruß

dennis

hallo Max,
nicht nur früher.Sieh mal in die Kaufhäuser und in den Zubehörhandel.
Dort gibt es nicht nur den Zusatz zu kaufen, sondern auch fertige Ölmischungen von LM und Molycote.
Ob´s was bringt?
Schaden tut´s nicht! Der Ölfilter hat so große Poren, dass hier keine Verstopfung der Filterfahigkeit gegeben ist.
Grüße
Raimund

leicht offtopic, trotzdem interessant (glaube ich)
hallo Dennis,:

Zu allerletzt: Dein Öl wurde in der Werkstatt nur teilweise
abgelassen (so ein Liter) und der Rest ergänzt, aber die volle
Menge berechnet. Das wäre Betrug, aber nichts neues.

die andere Richtug wird gerne bei Tankstellen angewandt: „soll ich Ihnen das Öl messen?“ Theatralisch zieht er den Ölstab heraus, wischt ihn ab, schiebt ihn wieder rein, wieder raus… und siehe da, es fehlt ca. ein 3/4 bis 1 l Öl. Und das obwohl erst vor 1000 km Ölwechsel gemacht wurde!
Wie kommt das? Ganz einfach: der Tankwart hatte den Finger zwischen OT des Ölstabes und Einschubröhre = 1l.
deswegen: grundsätzlich den Ölstand selbst messen.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund!

Aber wozu?? Das ist doch Geldschneiderei!!
Welcher Motor muß heute so eingefahren werden oder welcher Motor benötigt Molykote? Das machten wir früher bei unseren Mopeds, sobald sie mal einen Kolbenklemmer hatten.
Aber heute, bei d e n modernen Motoren ist das doch alles Unfug! Denk ich mal!

Gruß max

hallo Max

Aber wozu?? Das ist doch Geldschneiderei!!
Welcher Motor muß heute so eingefahren werden oder welcher
Motor benötigt Molykote? Das machten wir früher bei unseren
Mopeds, sobald sie mal einen Kolbenklemmer hatten.
Aber heute, bei d e n modernen Motoren ist das doch alles
Unfug! Denk ich mal!

Sagst Du! Doch ließ mal die Werbung: bis 10 % weniger Spritverbrauch, Notlaufeigenschaft, mehr PS…
Was meinst Du, wieviele mit 6 € ihr Auto „frisieren“ wollen?!

Grüße
Raimund

Hallo !

Gerade diese Molykote setzt sich irgendwann mal ab und verschmutzt alles. Wir hatten von den großen Motorenherstellern die Empfehlung, die Gleitlager nur noch mit sauberem Schmieröl einzubauen.

Molykote, nur mal zur Erinnerung, wurde während des Zweiten Weltkrieges als Notlaufschmierung in britischen Flugzeugen verwendet.
Im Cockpit hatte der Plot für die Lager mehrere Fettpressen, welche mit Molykote gefüllt waren. Wurde jetzt der Motor beschädigt durch Einschüsse und das Öl lief aus, konnte der Pilot mit diesen Fettpressen, die er alle paar Minuten drehte, oftmals sicher bis in den Heimatflughafen fliegen.
Fettpressen drehen heißt, die Spannschrauge drehen und damit wurde Molykote in die Lager geschoben.
Nach dem Zweiten WK war Molykote für uns und den gesamten Motorenbau ein Wundermittel. Alles wurde mit Molykote vollgekleistert und tonnenweise dem Öl zugegeben.
Heute ist Molykote teilweise verboten. Z.B. Dehnschrauben dürfen nicht mit Molykote eingesetzt werden, weil es die Messung des Drehmomentenschlüssels verfälscht. Sie dürfen aber auch nicht mit Öl eingesetzt werden. Dehnschrauben sind z.B. Radschrauben für Kfz-Felgen, die auch hier bei www allgemein bekannt sind.

Gruß Max

in cölln kommt sowas nicht vor ! so was nicht !!ow
t.

richtig…
z.Zt kippen´se Allallaloohooool rein!
Grüße
Raimund

Danke an alle
Es war ein 12 Jahre alter Diesel (das nächste mal denk ich dran) und es war nach 2 km schwarz.

Inzwischen hab ich’s (nachdem so ein Reiniger für 50 km drin war) austauschen lassen. Was soll ich sagen, jetzt siehts wieder normal (durchsichtig) aus. Was es war konnt mir allerdings die Werkstatt auc nicht sagen.

cu