Hallo!
Wie sieht es hinsichtlich der Fahreigenschaften/Gefahren eines
MR im Winter aus?
Auf jeden Fall sind die Gefahren höher als im PKW, Stichwort „Knautschzone“…
D.h. wenn es z.B. Glatt ist oder Schnee fällt, ist ein MR dann
ungeleich gefährlicher zu fahren als ein Auto?
Es erfordert viel Geschick u Glück, auf eisglatter Fahrbahn ohne Sturz voranzukommen. Aber es geht.
Bei angemessener Fahrweise (also langsam).
Naja, selbst, wenn du angemessen fährst, heisst das noch lange nicht, dass andere das auch machen. Wenn du über den Haufen gekarrt wirst, ist das nicht lustig (bin selber schonmal unter nem querstehenden Sattelschlepper durchgerutscht…)
Denn ich denke mal ein MR hat ja weniger Bodenhaftung als ein
PKW,oder?
Ja, es hat ja auch nur 2 Räder. Und erfordert daher volle Konzentration beim Fahren. Im Sommer wie im Winter.
Natürlich ist es bei winterlichen Straßenverhältnissen
erheblich gefährlicher (Ausnahme vielleicht mit Beiwagen).
Aber nur vielleicht. Das Fahren einer Beiwagenmaschine will auch gelernt sein, ich habs jedenfalls fürs erste sein gelassen, nachdem ich mehrfach umgekippt bin :o) Aber im Sommer lern ichs endlich richtig.
Bei richtig Glatteis ist ein Motorrad/Roller ohne Beiwagen auf
öffentlichen Straßen nahezu unbenutzbar (Spikes sind nicht
erlaubt), bzw. man ist zu Fuß genauso langsam.
Das geb ich dir recht. Da helfen nur gute Reifen u noch bessere Schuhe/Stiefel: Füsse runter, Hände von unten an den Lenker u ab geht die Luzie, wenn frei is. Dann is aber auch nur Motorbremse angesagt, alles andere führt unweigerlich zum Sturz.
Insbesondere Fahranfängern kann ich das Motorrad bei winterlichen
Straßenverhältnissen nicht empfehlen. Und wenn es schon sein
muß, dann Führerschein möglichst im Winter machen.
Da pflichte ich dir bei.
Außerdem ist die Winterfahrt, je nach Temperatur, mit einigem
zusätzlichem Ausrüstungsbedarf verbunden. Schließlich kann es
sehr kalt sein.
Na und? Ich bin früher (vor ca 10 Jahren) 50 km mitm Mopped in die Berufsschule gefahren: Helm, Sturmhaube, dicke winddichte Lederjacke, ordentlicher Wollpulli, „Pali-Tuch“, Unterhose, Jeans, dicke Jogginghose drüber u Filzstiefel mit Wollsocken, das ganze dann noch mit Lederhandschuhen abgerundet, fertig. Da haben mich auch -25°C nich vom Hocker gehauen. Ich war bei der Ankunft in der Schule wärmer als meine Klassenkameradinnen, die mitm Bus kamen :o))
(Evtl. elektr.
Handgriff-/Sitz-/Handschuh-/Stiefelheizung, Winterstiefel und
Winterhandschuhe, Kombi mit Winterfutter/Isolierung,
Elektrischer Krimskrams is was für Weicheier. Entweder ich bin Biker u kann mit Abschlägen am Komfort leben oder ich kanns nicht. Wer gesundheitlich angeschlagen u auf solche Kinkerlitzchen angewiesen ist, sollte das Biken dann aufn Sommer verlegen.
Ersatzteile/Rücklagen für Sturzreparatur, evtl. anderes
Motoröl, evtl. Kühlmittelzusatz, Regenzeug für häufige
Nutzung, evtl. anderes Helmvisier, etc.)
Okay, ne vernünftige Basis sollte schon da sein (div Verschleissteile, evtl ein paar Verkleidungsteile, die eher mal kaputt gehen können. Kleinkram ist Pflicht (Birnen, Kerzen, Schrauben, Muttern, ggf hertellerspezifische Schrauben/Muttern/Klemmen…)
Beim Motorroller ist m.E. die Straßenlage noch etwas schlechter als :beim „richtigen“ Motorrad, aber da werden auch andere Meinungen
vertreten.
Hier pflichte ich dir bei. Durch die meist kleinen Räder am Roller ist das Fahrverhalten teilweise recht problematisch. Das fängt schon bei nasser Fahrbahn mit nicht mehr ganz taufrischen Reifen an.
Mit Fahrpraxis und Ausrüstung ist eine Fahrt bei
Schnee aber möglich. Es gibt beispielsweise auch wemige
Motorradtreffen mit Zelten im Winter (für die Harten).
Nur die Harten komm’ in’ Garten!
MZsche Grüsse
Mutschy