Motorrad im Winter

Hallo zusammen,

ich überlege einen MR Führerschein zu machen.
Hauptsächlich als alternative zum (teurem) Auto, d.h. ich würde dann ausschließlich mit dem MR fahren, da mein Auto so gut wie hin ist (spätestens im Herbst, wenn der TÜV abgelaufen ist.

Wie sieht es hinsichtlich der Fahreigenschaften/Gefahren eines MR im Winter aus?
D.h. wenn es z.B. Glatt ist oder Schnee fällt, ist ein MR dann ungeleich gefährlicher zu fahren als ein Auto?Bei angemessener Fahrweise (also langsam).
Denn ich denke mal ein MR hat ja weniger Bodenhaftung als ein PKW,oder?

Gruß stefan

ich überlege einen MR Führerschein zu machen.

Wie sieht es hinsichtlich der Fahreigenschaften/Gefahren eines
MR im Winter aus?
D.h. wenn es z.B. Glatt ist oder Schnee fällt, ist ein MR dann
ungeleich gefährlicher zu fahren als ein Auto?Bei angemessener
Fahrweise (also langsam).
Denn ich denke mal ein MR hat ja weniger Bodenhaftung als ein
PKW,oder?

Ist die Frage ernst gemeint?
Na ja, im Zweifel für den Fragesteller.

Natürlich ist es bei winterlichen Straßenverhältnissen erheblich gefährlicher (Ausnahme vielleicht mit Beiwagen). Bei richtig Glatteis ist ein Motorrad/Roller ohne Beiwagen auf öffentlichen Straßen nahezu unbenutzbar (Spikes sind nicht erlaubt), bzw. man ist zu Fuß genauso langsam. Außerdem können Motorradteile auf Streusalz empfindlicher reagieren und eher korrodieren. Beim Auto ist ja üblicherweise alles lackiert, aus Kunststoff oder anderweitig geschützt (Unterbodenschutz). Beim Motorrad können Chrom- und Aluteile beispielsweise leiden. (Muß aber nicht zwingend sein.) Insbesondere Fahranfängern kann ich das Motorrad bei winterlichen Straßenverhältnissen nicht empfehlen. Und wenn es schon sein muß, dann Führerschein möglichst im Winter machen. Außerdem ist die Winterfahrt, je nach Temperatur, mit einigem zusätzlichem Ausrüstungsbedarf verbunden. Schließlich kann es sehr kalt sein. (Evtl. elektr. Handgriff-/Sitz-/Handschuh-/Stiefelheizung, Winterstiefel und Winterhandschuhe, Kombi mit Winterfutter/Isolierung, Ersatzteile/Rücklagen für Sturzreparatur, evtl. anderes Motoröl, evtl. Kühlmittelzusatz, Regenzeug für häufige Nutzung, evtl. anderes Helmvisier, etc.) Beim Motorroller ist m.E. die Straßenlage noch etwas schlechter als beim „richtigen“ Motorrad, aber da werden auch andere Meinungen vertreten. Mit Fahrpraxis und Ausrüstung ist eine Fahrt bei Schnee aber möglich. Es gibt beispielsweise auch wemige Motorradtreffen mit Zelten im Winter (für die Harten).

Hallo!

Wie sieht es hinsichtlich der Fahreigenschaften/Gefahren eines
MR im Winter aus?

Auf jeden Fall sind die Gefahren höher als im PKW, Stichwort „Knautschzone“…

D.h. wenn es z.B. Glatt ist oder Schnee fällt, ist ein MR dann
ungeleich gefährlicher zu fahren als ein Auto?

Es erfordert viel Geschick u Glück, auf eisglatter Fahrbahn ohne Sturz voranzukommen. Aber es geht.

Bei angemessener Fahrweise (also langsam).

Naja, selbst, wenn du angemessen fährst, heisst das noch lange nicht, dass andere das auch machen. Wenn du über den Haufen gekarrt wirst, ist das nicht lustig (bin selber schonmal unter nem querstehenden Sattelschlepper durchgerutscht…)

Denn ich denke mal ein MR hat ja weniger Bodenhaftung als ein
PKW,oder?

Ja, es hat ja auch nur 2 Räder. Und erfordert daher volle Konzentration beim Fahren. Im Sommer wie im Winter.

Natürlich ist es bei winterlichen Straßenverhältnissen
erheblich gefährlicher (Ausnahme vielleicht mit Beiwagen).

Aber nur vielleicht. Das Fahren einer Beiwagenmaschine will auch gelernt sein, ich habs jedenfalls fürs erste sein gelassen, nachdem ich mehrfach umgekippt bin :o) Aber im Sommer lern ichs endlich richtig.

Bei richtig Glatteis ist ein Motorrad/Roller ohne Beiwagen auf
öffentlichen Straßen nahezu unbenutzbar (Spikes sind nicht
erlaubt), bzw. man ist zu Fuß genauso langsam.

Das geb ich dir recht. Da helfen nur gute Reifen u noch bessere Schuhe/Stiefel: Füsse runter, Hände von unten an den Lenker u ab geht die Luzie, wenn frei is. Dann is aber auch nur Motorbremse angesagt, alles andere führt unweigerlich zum Sturz.

Insbesondere Fahranfängern kann ich das Motorrad bei winterlichen
Straßenverhältnissen nicht empfehlen. Und wenn es schon sein
muß, dann Führerschein möglichst im Winter machen.

Da pflichte ich dir bei.

Außerdem ist die Winterfahrt, je nach Temperatur, mit einigem
zusätzlichem Ausrüstungsbedarf verbunden. Schließlich kann es
sehr kalt sein.

Na und? Ich bin früher (vor ca 10 Jahren) 50 km mitm Mopped in die Berufsschule gefahren: Helm, Sturmhaube, dicke winddichte Lederjacke, ordentlicher Wollpulli, „Pali-Tuch“, Unterhose, Jeans, dicke Jogginghose drüber u Filzstiefel mit Wollsocken, das ganze dann noch mit Lederhandschuhen abgerundet, fertig. Da haben mich auch -25°C nich vom Hocker gehauen. Ich war bei der Ankunft in der Schule wärmer als meine Klassenkameradinnen, die mitm Bus kamen :o))

(Evtl. elektr.
Handgriff-/Sitz-/Handschuh-/Stiefelheizung, Winterstiefel und
Winterhandschuhe, Kombi mit Winterfutter/Isolierung,

Elektrischer Krimskrams is was für Weicheier. Entweder ich bin Biker u kann mit Abschlägen am Komfort leben oder ich kanns nicht. Wer gesundheitlich angeschlagen u auf solche Kinkerlitzchen angewiesen ist, sollte das Biken dann aufn Sommer verlegen.

Ersatzteile/Rücklagen für Sturzreparatur, evtl. anderes
Motoröl, evtl. Kühlmittelzusatz, Regenzeug für häufige
Nutzung, evtl. anderes Helmvisier, etc.)

Okay, ne vernünftige Basis sollte schon da sein (div Verschleissteile, evtl ein paar Verkleidungsteile, die eher mal kaputt gehen können. Kleinkram ist Pflicht (Birnen, Kerzen, Schrauben, Muttern, ggf hertellerspezifische Schrauben/Muttern/Klemmen…)

Beim Motorroller ist m.E. die Straßenlage noch etwas schlechter als :beim „richtigen“ Motorrad, aber da werden auch andere Meinungen
vertreten.

Hier pflichte ich dir bei. Durch die meist kleinen Räder am Roller ist das Fahrverhalten teilweise recht problematisch. Das fängt schon bei nasser Fahrbahn mit nicht mehr ganz taufrischen Reifen an.

Mit Fahrpraxis und Ausrüstung ist eine Fahrt bei
Schnee aber möglich. Es gibt beispielsweise auch wemige
Motorradtreffen mit Zelten im Winter (für die Harten).

Nur die Harten komm’ in’ Garten!

MZsche Grüsse

Mutschy

Hi!

Allein für die Kosten des Motorradführerscheins kannst Du ein funktionierendes Auto erwerben…

Motorradfahren im Winter isz ungesund!

Grüße,

Mathias

Hallo Stefan,

hmm Geld sparen. Da kommt erstnmal der Motorradführerschein, Anschaffung eines Motorrades, Helm, Handschuhe, Kleidung, Werkzeug …
Sieht erstmal nach Ausgaben aus, nicht nach sparen.
Im Unterthalt ist ein Motorrad schon günstiger als ein Auto.
Für den Winter ist ein Motorrad (außer Gespann) nicht geeignet. Bei Schnee und Eis ist die Unfallgefahr zu groß, außerdem benötigt man wieder extra Winterkleidung die auch rspektable Summen verschlingen.

Alternative wäre im von März bis November Motorad fahren, über den Winter ein Fiat Panda oder ähnliches als Winterauto. Mit Saisonkennzeichen geht das bequem ohne An und Abmeldung, allerdings brauchst Du einen Stellplatz für den PKW im Sommer.
Gruß elmore

Moin!

ich überlege einen MR Führerschein zu machen.

Kann ich nur empfehlen. Meiner Ansicht nach gibt’s kein schöneres Fahren, als auf einem Motorrad.

Hauptsächlich als alternative zum (teurem) Auto, d.h. ich
würde dann ausschließlich mit dem MR fahren, da mein Auto so
gut wie hin ist (spätestens im Herbst, wenn der TÜV abgelaufen
ist.

Ich weiß nun nicht, welches Motorrad Du Dir vorstellst, aber gehen wir mal von einem japanischen Tourensportler mit 600ccm und etwa 15.000km/Jahr aus. Du kannst davon ausgehen, daß Du in einem Jahr mindestens einen Hinterreifen verschleißen wirst, ich würde eher von anderthalb Hinterreifen und einem Vorderreifen ausgehen. So ein Reifensatz ist wahrlich nicht billig. Wenn Du - sagen wir mal - statt 8l/100km beim Auto nun 5,5l/100km mit dem Motorrad verbrauchst, kannst Du Dir ausrechnen, bis zu welcher km-Leistung es reicht. Alle 30.000km ist mit einem neuen Kettensatz zu rechnen. Auch nicht billig. Dann ist zu berücksichtigen, daß so ein Motorradmotor nicht die Laufleistung eines Automotors erreicht. Im Schnitt dürfte der Motorradmotor spätestens bei 120.000km einer gründlichen Revision bedürfen, während es moderne Automotoren durchaus auf das doppelte bringen.

D.h. wenn es z.B. Glatt ist oder Schnee fällt, ist ein MR dann
ungeleich gefährlicher zu fahren als ein Auto?Bei angemessener
Fahrweise (also langsam).

Zunächst mal muß eines klar sein: Gerätst Du mit dem Motorrad ins Rutschen, wirst Du Dich in aller Regel auf’s Maul packen. Natürlich kann man sich mit dem Motorrad auch auf glatter Straße bewegen, aber während man mit dem Wagen noch leidlich vorankommt, ist mit dem Motorrad oft nur noch Schrittempo drin. Du brauchst also wesentlich länger für dieselbe Strecke.

Sind große Teile Deiner Fahrstrecke trocken und griffig, mußt Du trotzdem immer damit rechnen, daß es auch glatte Passagen geben kann. Tückisch: Die sind nicht immer zu erkennen, schon gar nicht durch ein halb beschlagenes Visier. Der erfahrene Winterfahrer rechnte natürlich damit.

Munter bleiben… TRICHTEX

@ All

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten…
Hab dadurch auch viele Sachen erfahren, die ich nicht berücksichtigt habe.
Ich hatte nochmal mit meinem Schwiegervater gesprochen, der ist selber jahrelang MR gefahren, und der hat mir auch nochmal die Problematik hinsichtlich Winter/MR fahren erklärt.

Nun ja… Ich denke mal ich werde dann wohl doch kein MR-FS als alternative zum PKW machen.

Aufjedenfall wünsch ich euch allzeit gute Fahrt!
Danke nochmal!
Gruß

hallo
ulkig diese diskusion…die dann damit endet dass du doch keine lust hast auf zwei räder!!!kauf dir doch ein Quad dann kannst du ob sommer oder winter die natur genießen und du brauchst keinen Führerschein mehr zu machen

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